Flatternde Nerven & Angst vor der Abreise? Gründe und Tipps

Nerven und angst reisen
Dir geht wenige Tage, Wochen oder Monate vor Abreise gewaltig der Arsch? 

Du bist dir nicht mehr ganz sicher ob die Reise deines Lebens überhaupt noch das richtige für dich ist?

Ständig kreisen in deinem Kopf Fragen wie: “Was ist, wenn…?” “Was mache ich, wenn…?”

Mach dir keine Sorgen. Du bist in bester Gesellschaft.

So geht es vielen da draußen vor einer großen Reise. Auch mir manchmal noch, glaub mir!

 

Die Frage aber ist:

Warum bist wirklich nervös?

Was ist es in dir drin, das dieses aufgeregte, zweifelnde Gefühl verursacht?

Wieso hast du Angst vor etwas das du doch so unbedingt machen willst?

Anstatt diese Gefühle auszuhalten oder zu ignorieren so gut es geht, setz dich mit ihnen auseinander.

Denn eins sollst du wissen: Sie sind völlig normal.

Du brauchst dich nicht für sie zu schämen, dich über sie lustig machen oder sie verharmlosen. Sie sind da.

Und zwar um dich mit ihnen anzufreunden und sie dann schließlich nach hause zu schicken – damit du happy und voller Inbrunst deine geile Reise antreten und in den Flieger steigen kannst!

Ich bin ein Fan davon meinen Ängsten in die Augen zu sehen. Was löst sie aus? Wo kommen sie her? Wie kann ich sie überwinden?

Am besten kannst du eine Angst bekämpfen indem du genau das tust was dir Angst bereitet. Und je öfter du dann genau diese Sache machst, desto weniger Angst wirst du spüren.

Wieso?

Du lernst dass du daran wächst.

Du lernst, dass sie (zum Großteil) unbegründet ist.

Du lernst, dass sie dich stärker macht.

Das heisst:

Je öfter du in den Flieger auf eine große Reise steigst, desto weniger Angst wirst du haben. Je länger du unterwegs bist, desto sinnloser werden dir deine anfänglichen Ängste vorkommen.

Und tada! Auf einmal wirst du merken, dass du Tag für Tag selbstbewusster und erfahrener wirst.

 

Deine Ängste und Sorgen

Hier sind einige der am weit verbreitendsten Ängste und Sorgen.

Jede einzelne davon kenne ich persönlich. Manch eine kommt auch jetzt noch ab und zu kurz vor der Abreise in mir auf.

 

Hab ich auch alles?

Ja, hast du.

Um sicherzugehen kannst hier nochmal über meine eigene ultimative Packliste schauen und gegenchecken.

So lang du auch diese 20 Dinge dabei hast, ist alles roger.

Und wenn du doch was essentielles vergessen hast?

Kein Problem. Die meisten Sachen kannst du ohne weiteres auch vor Ort kaufen. Glaub mir. Backpacker-Ehrenwort.

 

Reicht mein Geld?

Nimm dein Budget, dividier es durch die Anzahl deiner Reisetage und du hast deinen Tagessatz, den du ausgeben kannst.

Führe ein kleines Ausgabetagebuch und dokumentiere wie viel du für was ausgibst. So weisst du jeden Tag ob du dich innerhalb deines Budgets bewegst und kannst ihn Ruhe schlafen gehen.

Wenn du einmal drüber bist? Gib am nächsten Tag weniger aus.

Während du schon dein Budget planst, solltest du ein wenig recherchieren was wie viel kostet.

Und wenn wirklich alle Stricke unterwegs reissen? Kannst du dir von deinen Eltern, Großeltern oder Freunden ein wenig Geld leihen bis du wieder zuhause bist? Wenn nicht, stelle sicher dass du wirklich genügend Kohle hast. Oder such dir einen Job vor Ort unterwegs, geh Wwoofen oder mach Workaway.

Grundsätzlich würde ich immer etwas mehr Geld einplanen oder ein Sicherheitspuffer einräumen. Das nimmt dir die Angst auf einmal ohne Kohle dazustehen.

Übernehme Verantwortung für dich und deine Finanzen.

Und wenn das Geld doch früher ausgeht? Flug umbuchen und deine Familie und Freunde mit deiner verfrühten Heimkehr überraschen!

 

Du hast Angst vor dem Unbekannten

Das Unbekannte. Ein seltsames Wesen, das uns oft schlaflose Nächte bereitet, auch in anderen Bereichen des Lebens.

Was hilft?

Die Gedanken abschalten. Sie als sinnlos und überflüssig abhaken. Meditiere für 2 Minuten. Lenk dich ab. Fokussier dich auf die schönen Dinge deiner Reise. Bade dich in Vorfreude.

Jedes Mal wenn diese Angst hochkommt, hab eine Strategie auf Lager.

Die Angst vor dem Unbekannten ist die doofste von allen. Wir werden nie wissen wie das Unbekannte genau aussieht bis wir es erleben.

Also hau sie weg, ignorier sie. Sie ist nicht willkommen, sie nimmt uns die Freude, sie hilft uns nicht, wir brauchen sie nicht e basta.

 

Werde ich coole Leute kennenlernen?

Ja, wirst du. Hier ein paar Tipps, wie du zwar alleine, aber nie einsam bist auf Reisen.

Sei es in Hostels oder über Couchsurfing-Gruppen oder beim Gespräch mit deinem Sitznachbar im Bus. Andere Backpacker sind besonders auf den ausgetreneren Pfaden überall anzutreffen.

Warte nicht immer darauf dass Leute auf dich zu kommen, ergreife selbst die Initiative. Sei offen, freundlich und hab Spaß, dann funktioniert das Kennenlernen von ganz alleine.

Ich selbst war schon sehr viele alleine auf der Welt unterwegs und habe endlos viele tolle Menschen getroffen.

Hier und da sogar einige wunderbare neue Freundschaften fürs Leben gefunden. Und auch Liebe. Zwei mal sogar. Alles ist möglich, wenn du offen dafür bist.

 

Hab ich alles wichtige organisiert?

Ja, hast du.

Wenn du meine perfekte Reiseplanung als Anleitung und To-Do Liste benutzt und sie nach der Reihe durchgehst, hast du an alles Wichtige gedacht.

Danach kannst du abschalten. Sag dir: „Ich habe an alles gedacht, alles ist organisiert.“

Und selbst wenn nicht, ist es kein Weltuntergang, du findest eine Lösung wenn es soweit ist.

 

Was ist wenn was passiert?

Was soll passieren?

Dass du krank wirst? Dass dein Geld und dein Rucksack geklaut wird? Dass du auf offener Straße attackiert wirst?

Shit happens, ja. Viele Geschichten derart machen immer mal wieder die Runde.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir in all den Jahren des Reisens, auf all meinen Trips, noch NIE etwas wirklich Negatives widerfahren ist. Auch Dengue Fieber und Typhus habe ich überlebt. Oder als der Automat meine einzige Kreditkarte eingezogen hat.

„Was ist wenn“- und Worst-Case-Scenario-Denken bringt dich nirgendwo hin, ausser in das Nirvana der Angst.

Sei nicht naiv, aber auch nicht zu vorsichtig, dass du eine Reise nicht mehr genießen kannst.

Es gibt ein paar logische Regeln an die du dich halten kannst. Hier eine Auswahl:

  • Versuche nicht bei Dunkelheit an einem neuen Ort anzukommen
  • Du kannst dich an andere Reisende halten, wenn du alleine bist und dich unsicher fühlst
  • Strahle Sicherheit aus (mit deiner Körperhaltung zum Beispiel)
  • Benutzte Moskitospray!
  • Hol dir eine Reisekrankenversicherung
  • Nimm mehrere Bank- und Kreditkarten mit

 

Werde ich mich verständigen können?

Mit Englisch kommst du heutzutage so gut wie überall durch, oft an den entlegendsten Orten in Asien.

Wenn nicht, wie zum Beispiel in vielen Gegenden Mittel- und Südamerikas, lerne ein paar Basics der Sprache.

Und wenn gar nichts geht? Hände und Füße gehen immer!

In China zum Beispiel bin ich oft an meine Grenzen gestoßen, aber bin trotzdem durchgekommen und habe alles bekommen was ich brauchte.

Viele Leute reisen durch Lateinamerika ohne ein Wort Spanisch. Zwar schade, aber geht. Nach einiger Zeit lernst du die wichtigsten Phrasen sowieso automatisch.

Wenn die Sprachbarrieren unüberwindbar scheinen, bleib locker. Irgendwo findest du vielleicht jemand der deine Sprache oder Englisch spricht, der dir weiterhelfen kann.

Ansonsten hilft trotzdem immer nur: Nimm’s mit Humor, sei freundlich und lache. Die Sprache des Herzens kommt immer an.

 

Wird es mir gefallen? Werde ich Spaß haben? Was ist, wenn nicht?

Reisen ist aufregend. Die ersten Tage wirst du so beschäftigt sein mit dem Ankommen und den vielen Eindrücken, dass du gar nicht merkst wie viel Spaß du eigentlich hast.

Wenn dir das Reisen kein Spaß macht oder du dich zu sehr alleine fühlst, ist es auch ok es einzugestehen und nach hause zu fliegen.

“Fuck it, ich habs probiert, aber war halt nix!” Scheitern ist total ok, du musst niemandem etwas beweisen.

Und wenn dir wirklich mal langweilig ist?

Reise weiter. Nimm dir ein gutes Buch. Schau einen Film auf deinem Laptop. Lerne andere Reisende kennen. Lerne Locals kennen. Starte einen Reiseblog. Mache einen Ausflug.

 

Ich selbst genieße es schon fast meinen Ängsten in die Augen zu sehen. Sie sind dazu da mir etwas zu lehren.

Reisen hat mich mutiger und stärker gemacht, auch in anderen Bereichen des Lebens.

Am Ende des Tages habe ich immer das Vertrauen, dass alles gut wird.

Und wenn es das nicht wird? Dann nehme ich es so an wie es ist und mache das Beste daraus.

 

Welche Ängste beschäftigen dich vor Abreise? Teile sie mit uns in den Kommentaren!

 

 

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Connie

Namaste!

Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 29 Gedanken

  • Andre 31.01.2014 um 16:44 Uhr

    Ängste sind die Grundlage dafür, das wir überhaupt erst ein wirklich gutes Gefühl erleben können. Das ist ein wenig wie mit Bauchschmerzen. Während wir sie haben, sind sie unangenehm, aber wenn sie nachlassen, ist das ein wunderbar befreiendes Gefühl. Ohne ein Fitzelchen Angst oder Zweifel davor, dass die Dinge nicht den positiven Ausgang nehmen, den man sich erhofft, können wir zwar auch Erfolgreich (neigen aber zur Selbstüberschätzung), jedoch behaupte ich, dass das Erfolgserlebnis nicht halb so befriedigend ist. Das Erleben dessen, das wir uns selbst überwinden können, dass wir stärker sind als wir erwartet haben, ist ungemein befriedigend und stärkend. Die daraus resultierenden positiven Gefühle, erweitern unsere Wahrnehmung, machen uns offen für neues jeder Art, stärken unser Selbstbewusstsein und unsere Zuversicht in das gelingen kommender Anforderungen (das ist keine Spinnerei, sondern ausreichend belegt).
    Also akzeptiert Eure Ängste aber bleibt optimistisch (auch wenn das mit Arbeit zu tun hat und nicht immer einfach ist)!

  • lovingvegan 31.01.2014 um 17:17 Uhr

    Der Artikel ist super toll und ich bin mir sicher, dass er vielen Menschen helfen wird! :)

  • Karen 31.01.2014 um 18:36 Uhr

    … ich habe eigentlich nur eine Angst :-) Flugangst …
    Daher beschäftigt mich am Meisten immer die Frage, wie komme ich über den Flug …

    liebe Grüsse
    Karen

  • Andreas Moser 31.01.2014 um 19:46 Uhr

    Ich habe immer nur Streß vor der Reise, weil ich mit der ganzen Arbeit nicht fertig werde, die ich noch vorher schaffen wollte. Sobald ich dann den Fuß aus der Tür setze, geht es mir gut.

  • Valentina 31.01.2014 um 23:00 Uhr

    Dieser Artikel ist so wahr. Ich habe oft vor meiner Abreise ziemlich heftiges Nervenflattern – aber sobald ich unterwegs bin, weicht dieses Gefühl Stolz, dass ich bereits den ersten inneren Schweinehund überwunden habe :D
    Noch etwas, das mir auf dem Herzen liegt: Mir fällt auf, dass du immer fast selbstverständlich davon ausgehst, dass eine grosse Reise mit dem Flugzeug beginnt, was ich etwas schade finde. Klar, wer nach Neuseeland möchte und nur einen Monat Zeit hat, kommt um den Flieger wohl nicht herum. Kleinere Reisen hingegen, oder wenn kein Ozean zwischen A und B liegt, lassen sich hingegen wunderbar ohne Flugzeug bewältigen. Damit die Reise zum Ziel wird, den eigenen Erfahrungen und der Umwelt zuliebe.
    Ich wünsche dir weiterhin wundervolle Reisen! Ich lese deinen Blog mit grosser Begeisterung.

    Liebe Grüsse!

    • Conni Biesalski 01.02.2014 um 15:46 Uhr

      In dem Fall geht es mir eben um eine große Reise oder Langzeitreise – und die starten in den wirklich meisten Fällen mit dem Flieger ;)

  • Yuki 01.02.2014 um 12:28 Uhr

    Bei mir kommt (fast) immer eine Panikattacke in der Warteschlange beim Check-In am Flughafen. Dann weiß ich nämlich, dass es kein Zurück mehr gibt. Sobald ich dann im Flieger sitze, gehts mir wieder super!

  • Carina 01.02.2014 um 17:12 Uhr

    Ich reise in drei Wochen mit zwei Freunden für 3,5 Wochen nach Vietnam. Das ist meine erste Backpack Reise. Freu mich schon wahnsinnig darauf, habe jedoch Angst, dass mir dieser Reisestil nicht gefallen könnte, weil ich zugeben muss, dass ich bisher nur Paschalreisen gebucht habe und auch eher der Typ „alles muss geplant sein“ bin.
    Wir haben bisher den Hin- und Rückflug (aufgrund begrenzter Urlaubszeiten) gebucht und werden die nächsten Tage noch unsere erste Unterkunft buchen. Bisher haben wir ungefähre Route besprochen, sind aber dich noch sehr fkexibel.

    Ich bin sehr begeistert von deinem Blog, Conni (vor allem von der ultimativen Packliste, wo ich mir einige Tipps noch absehen konnte) und deine Erfahrungen haben mir bisher viel Angst genommen. Ich hoffe wirklich, dass mir das Backpackingreisen gefallen wird, weil ich mir gut vorstellen kann, auf diese Art noch mehr Länder kennen zu lernen.

    Vielen Dank für deine Erfahrungen!

    Liebe Grüße, Carina

  • Bibo 04.02.2014 um 15:21 Uhr

    Also bei uns ist es nicht Angst, was uns so die letzte Zeit vor der Abreise begleitet. Viel mehr ist es die steigende Vorfreude, dass es endlich los geht und man wieder was Neues erleben darf. Da bei uns die Vorbereitungen schon weit vorher anfangen und wir eigentlich schon 4 Wochen vor Abreise mit allem fertig sind, kann die Warterei schon auf die Nerven gehen. Gut, wir waren jetzt noch nicht ein ganzes Jahr weg, aber so 7 Wochen am Stück waren es auch schon. ;-)
    Auch wenn es keine Angst ist….ein wenig Kribbeln und Aufregung gehört natürlich dazu…..wenn man das nicht mehr hat……ich weiß nicht…..ist man glaub ich, tot.

    Gruß

    Bibo

  • Jan 05.02.2014 um 13:19 Uhr

    Ich tue mich etwas schwer mit der Formulierung die „Angst zu bekämpfen“. Ich glaube es ist viel besser die Angst nicht als Feind zu sehen der „bekämpft“ werden muss, sondern als etwas völlig normales, was in jedem von uns steckt. Ich begrüße sie sogar immer persönlich, etwa so „ach hallo Angst, schön dass es dich auch noch gibt“ :)

    Ansonsten super Artikel. Strategien zum Umgang mit der Angst sind sinnvoll, grübeln wo sie herkommen eher nicht! Verhindern lassen sie sich eh nicht. Wie du schon schreibst, lässt die Intensität der Angst durch jede Wiederholung des Triggers nach.

  • Steffi 07.02.2014 um 20:19 Uhr

    Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel, den ich gleich in meinem eigenen Blog verlinkt habe. Denn diese flatternden Nerven kenne ich selber auch!
    Allerdings finde ich nicht, dass man scheitert, wenn einem das Reisen nicht gefällt. Man hat es versucht und festgestellt, dass es nichts für einen ist. So what? Es lohnt sich zwar einmal über seine Ängste nachzudenken, denn wenn man das tut und sich überlegt, was im schlimmsten Falle passieren kann, stellt man schnell fest, dass sie unbegründet sind. Und so startet man direkt wieder entspannter in seine nächste Reise. Aber wenn man es dann immer noch nicht mag, dann bleibt man eben in vertrauten Gefilden!
    Wenn wir alle immer um die Welt reisen würden, wären unsere Flugzeuge ganz schön voll :-)

  • Karin 23.02.2014 um 01:28 Uhr

    Dieser Artikel von Dir kam für mich wie gerufen! – Du kannst Dir nicht vorstellen, was ich in den letzten Wochen leide… In 11 Tagen werde ich für 3 Monate nach Peru (und vielleicht auch Ecuador) reisen, und zeitweise bin ich nur ein Schatten meiner selbst. Obwohl ich doch alles wollte, keiner zwingt mich!!! Und doch…. Die richtige Vorfreude will sich einfach nicht einstellen, vor lauter Angst und Unsicherheit. Das liegt aber auch daran, dass ich schon älter bin (55), noch nie außerhalb Europas unterwegs war, und außerdem Kinder habe. Früher, als ich 20 war, hatte ich gar nicht diesen Trennungsschmerz… Aber auch die „Wird mein Geld reichen“- Angst ist sehr präsent, die Angst vor dem Unbekannten, die Angst, einsam zu sein… Ojeoje, all diese Ängste kannte ich früher nicht. Da bin ich einfach locker vom Hocker losgeflogen.
    Danke jedenfalls, Conni, Dein Artikel hat mich schon etwas entspannter gemacht … Und ich hoffe, wenn ich erstmal im Flieger sitze, wird sich meine alte Abenteuerlust auch wieder einstellen!

  • Lilo Mitscheid 07.03.2014 um 12:33 Uhr

    Also,wir haben einen schriftlich fixierten Urlaubsbedarfsplan, welcher von Zeit zu Zeit durchgesehen, wenn notwendig korrigiert bzw. und ergänzt wird. Bei den Packvorbereitungen wird nie oder ganz selten etwas vergessen. Somit ist ein Angstfaktor beseitigt!
    Ja, andere Ängste haben wir eigentlich nicht!

  • Anika 18.03.2014 um 11:16 Uhr

    Ich gehe ab Mail reisen. 2 Monate Japan und 2 Kanada/Amerika.
    Amerika ist nicht so mein Problem, da hätte ich nicht einmal Probleme, wenn ich niemanden kennen lernen würde. Aber Japan macht mir etwas Angst. Ich kenne niemanden, und auch die Sprache beherrsche ich nicht wirklich. Aber ich habe mir für die ersten 3 Wochen einen Sprachkurs gebucht, damit ich mir da keine Sorgen machen muss. Trotzdem wechseln sich Sorgen und Vorfreude immer etwas ab (ganz zu schweigen davon, dass ich meinen Freund für 4 Monate nicht sehen werde, da er keine Gelegenheit hat, mich zu besuchen..) :-) aber das wird sicher spannend.

  • Saskia 11.08.2014 um 21:56 Uhr

    Hallo Conni, ich muss mich ganz groß bei dir bedanken. Ich habe bis vor fünf Minuten meine ganze Familie rasend gemacht, weil ich so nervös war, aber jetzt bin ich ruhiger. Vielen Dank! Obwohl ich ja eigentlich nur mit meinem Vater in Frankreich campe, was ja keine große Sache sein sollte. Ich würde auch so gerne einfach mal losziehen. Am liebsten ein Ziel setzen und ohne Plan hinkommen. Aber ich bin erst 14 und meine Eltern malen sich da sonst was aus. Ist natürlich auch teilweise verständlich, aber ich will eigentlich nicht bis zur Volljährigkeit warten…Naja, jedenfalls finde ich deinen Blog super! Jetzt gehe ich das Ganze viel ruhiger an. Vielen, vielen Dank!

  • Mia 14.10.2014 um 11:23 Uhr

    Hallo Conny! Ich bin ein Chaot, das weiß ich. Und es ist jedesmal dasselbe. Kurz vor der Abreise krieg ich Alpträume: Ich fahr zum Flughafen, dort merk ich, daß ich die Flugtickets zuhause vergessen habe, oder den Pass, oder ich steh auf dem Flugfeld und seh, wie der Flieger ohne mich fliegt. Schrecklich. Und wenn ich in Echt losfahr, muss ich immmer vorher nochmal kontrollieren: Pass dabei? Flugticket? Aber wenn ich dann im Flieger sitze, sind die Glücksgefühle nicht mehr zu überbieten, es geht los Hurrah!!!!!!!!!!!!!!

  • Lea 02.11.2015 um 11:48 Uhr

    Vielen lieben Dank! Bin derzeit wirklich nervös und allein das Wissen, dass es anderen genau so geht (…und dass es mit der Zeit besser wird), erleichtert mich gerade enorm! Liebe Grüße, (noch) aus Deutschland!

  • Eni 21.08.2016 um 09:01 Uhr

    Liebe Conni, 

    toller Beitrag. In 5 Tagen geht es bei mir auch los nach Thailand, alleine. Ich bin mega aufgeregt und so langsam geht mir der Ar*** auf Grundeis. Ich bin von Haus aus schon eher ein Nervenbündel und hab Angst vor Neuem/Unbekannten. Aber ich bin auch stolz drauf, dass ich mich das jetzt einfach traue und Deine Beiträge beruhigen mich etwas :) 

    Tolle Seite!

    Liebe Grüße 
    Eni 

  • C.P. 06.09.2016 um 20:01 Uhr

    Ich habe schreckliche Angst davor mich in Italien nicht verständigen zu könne falls man krank wird im KKH landet ect. Und dazu kommt noch das erste mal Urlaub mit meinem Freund im Ausland alleine. ?

  • Peggy 15.07.2017 um 19:15 Uhr

    Vielen Dank für das tolle Statement! Es ist ein wenig beruhigend, dass ich nicht allein damit bin. Auch mir steht eine wahnsinns Reise bevor. Ich war noch nie soweit weg. Schon der Gedanke in einem riesengroßen Flughafen zu sein, lässt meinen Magen rotieren. Ich habe dennoch meine Angst versucht, zu überlisten, und habe meine kompletten Vorbereitungen erledigt. Es ist in jeder Hinsicht einmalig und schon allein deshalb wert, die Angst in den Hintergrund zu rücken. Dann werd ich das Beste daraus machen und hoffentlich fürs Durchhalten belohnt
    Liebe Grüße….😊

  • Nadja 21.07.2017 um 19:58 Uhr

    Hallo!
    Keine Ahnung ob dieses Forum noch aktiv ist aber ich lese mich gerade mal wieder quer durchs Netz auf der Suche nach Antworten und Gleichgesinnten! Ich bin jetzt fast 30 Jahre alt und bis zu meinem 25. Lebensjahr war ich jährlich viel unterwegs! Von Ferienlager in der Kindheit über kurze städtetripps nach London, Paris, Brüssel, Langzeiturlaube in Italien, Cluburlaube in der Türkei, Griechenland etc. sowie Kreuzfahrten war alles dabei! Ich war liebend gerne unterwegs und ein Jahr ohne Urlaub war unvorstellbar, aber vor 4 Jahren hat sich das schlagartig geändert! Ich hatte wieder mal einen Cluburlaub in Ägypten vor mir, in einem Hotel das ich kannte, als ich am Flughafen plötzlich einen Heulkrampf bekam. Ich wäre am liebsten wieder nach Hause gefahren und dort geblieben! Ich setzte mich dennoch der Situation aus und hatte die schlimmsten 4 Stunden meines Lebens! Mir war schlecht und meine Beine zitterten unkontrolliert!!ich dachte das sich das wenn wir ankommen legen würde, aber nix da! Die komplette Woche ging es mir sehr schlecht. Ich konnte kaum etwas essen und hatte vor allem Angst! Angst an den Strand zu gehen, Angst vor dem schlafen, am meisten Angst essen zu gehen. Als ich wieder zu Hause war dauerte es lange bis ich mich erholte… seidem habe ich jedes Jahr Angst vor dem verreisen! Ich habe trotzdem jedes Jahr reisen unternommen, sogar in die Karibik! Aber die angstattacken sind geblieben! Ich hatte sei Ägypten zwar nie mehr den ganzen Urlaub diese Angst aber ganz ohne ging es seidem nie mehr :( nächste Woche steht wieder eine 10 Tagesurlaub an und diesmal habe ich sogar eine woche vorher Panik! Ich hab Durchfall mein Magen krampft und ich habe wieder dieses scheiss Gefühl das nicht weggeht! Kennt das wer? Habt ihr Tipps oder ratschläge?

    • Barbara 22.07.2017 um 09:16 Uhr

      Hallo Nadja,
      mir geht es ähnlich wie dir. Zwar hatte ich noch nie eine derartig schlimme Attacke wie du, aber auch ich werde nächste Woche für 10 Tage in die USA fliegen und habe zwischendurch ziemlich nervöse und angsterfüllte Phasen, obwohl sich mit dieser Reise eigentlich mein großer Traum erfüllt. Ich war jetzt auch schon seit fast 7 Jahren nicht mehr weg und somit wohl zu lange in meiner Komfortzone. Vermutlich wird es auch schlimmer, je älter man wird bzw. je seltener man sowas macht. Aber ich versuche das jetzt als Herausforderung zu sehen. Ich weiß, dass man alles schaffen kann, was man möchte, wenn man nur an sich und seine Fähigkeiten glaubt. Im Grunde kommt die Angst in meinen Augen nur daher, dass man sich nicht genug zutraut. Dann denke ich daran, welche schwierigen Situationen ich schon im Leben erfolgreich gemeistert habe und schon sehe ich alles nicht mehr so dramatisch. Trotzdem ist es natürlich Arbeit. ;-) Ich mache derzeit auch viele Meditationen gegen Ängste und Sorgen auf YouTube und nehme Globulis gegen Nervosität und Ängste (Argentum Nitricum). Die beheben auch direkt die Auswirkungen auf den Magen/Darm-Trakt, die ich auch nur zu gut kenne. 
      Ich wünsche uns beiden Entspannung, Vorfreude und einen unvergesslich tollen Urlaub. :-) Ganz liebe Grüße! Barbara