Backpacking ohne Plan: So geht’s! (Und warum es rockt)

Planlos-reisen

Ich geb’s zu: Ich bin ein planloser Backpacker.

Noch nicht immer, aber je mehr ich reise, desto planloser werde ich.

Alleine unterwegs bin ich sowieso völlig aufgeschmissen. Das mit Entscheidungen treffen und sich festlegen – recht schwierig bei mir. Manche brauchen Struktur, genaue Pläne und Vorstellungen. Ich? Ich brauche Freiheit. Die Freiheit jeden Tag immer wieder neu zu entscheiden.

Mein Unwillen zu Planen und sich festzulegen grenzen schon fast an eine Phobie. Andererseits kenne ich nicht gesunderes.

Vor kurzem bin ich wieder nur mit einem Flug losgezogen, den ich 10 Tage vorher gebucht hatte. München – Bangkok. Momentan bin auf der Insel Koh Tao in Thailand, auch schon seit über einer Woche und könnte dir selbst wenn ich wollte nicht sagen wo ich nächste Woche sein werde. Ich hab noch nicht mal einen Reiseführer an den ich mich wenden könnte (naja, das stimmt so nicht, denn ich hab ja Internet).

Warum planlos reisen?

1. Die Angst, die Zweifel und das Sicherheitsdenken herausfordern

Das Unbekannte und Ungewisse, nicht wissen was morgen sein wird. Das macht uns Angst, bereitet dem ‘normalen’ Menschen Unbehagen. Doch Reisen bedeutet für mich auch ab und zu an seine Grenzen gehen, alle Sicherheiten und Gedanken an Morgen aus dem Fenster zu schmeißen. Upside-Down leben zu dem wie es die meisten zuhause in ihren 9-5 Jobs tun. Und irgendwann, dann ist es egal, dann braucht man nicht mehr wissen wo man morgen oder nächste Woche oder nächsten Monat ist. Man hat Vertrauen dass es gut wird.

2. Ultimative Spontanität und Flexibilität

Ohne Plan kannst du jeden Tag neu entscheiden was du heute oder morgen tun wirst, wo du hinfahren möchtest. Es gibt keinen Grund sich an vorgefertigte Reiserouten- und zeiten zu halten. Wenn es dir an einem Ort gefällt, bleibst du solang es dir beliebt. Wenn dir einer gar nicht zusagt, reist du am nächsten Tag wieder ab. Vielleicht triffst du auf tolle Menschen und machst neue Pläne mit ihnen, welche die du nie in Betracht gezogen hättest. Spontanität kann in den größten, unerwarteten Abenteuern und Erfahrungen enden.

3. Keine Erwartungen

Wenn du nicht weißt wo du hinfährst, machst du dir auch keine Gedanken darüber wie es dort sein oder ausschauen könnte. Das mindert deine Erwartungen, die durchs Reiseführerlesen und Recherchieren aufkommen. Ohne Erwartungen kannst du nicht groß enttäuscht werden, du bist mit einem offeneren Herzen unterwegs. Deine Reiseseele ist viel freier ohne Erwartungen.

4. Pläne? Die kommen sowieso meist immer anders

Wenn ich eine Lektion über die Jahre gelernt habe, dann diese. Wie oft hatte ich schon Pläne, wenn auch nur grob, und wie oft sind sie durch äußere Einflüsse anders gekommen…ich habe aufgehört zu zählen. Dann müssen Flüge umgebucht, innere Enttäuschungen überwunden, und die Angst vor dem “Was jetzt?” bewältigt werden.

Und auch wenn es nur kleine Dinge sind, die dazwischenkommen – ein verpasster Bus oder ausgefallener Flug – wer nicht so an seinen Plänen klebt, regt sich darüber weniger auf und ist entspannter.

Wer sich stur an seine Pläne hält, dem kann die ganze Reise entwischen.

5. Freiheit: Das andere Extrem des Lebens zuhause

Warum auf Reisen genauso leben wie zuhause? Wer sagt denn eigentlich dass man seine Reisen planen muss? Warum muss man so viel wie möglich in ein paar Wochen oder Monaten sehen? Warum sind wir so gestresst selbst auf Reisen und meinen produktiv im Sinne der Anzahl der Länder und Sehenswürdigkeiten die man abhaken will zu sein?

Wer wirklich Reisen erleben will, der möchte frei sein, frei sein von den Routinen, Regeln und Pflichten zuhause. Auf Reisen schreibt dir niemand etwas vor, also kannst du die Zeit nützen ohne Pläne die ultimative Freiheit zu genießen. Und die, die fühlt sich fantastisch an.

 

Hier ist was ich geplant habe bevor ich nach Bangkok geflogen bin vor ein paar Wochen:

1. Flug zur ersten Destination

Über Momondo.de und Skyscanner.de ein bißchen Flüge verglichen, und nachdem München – Bangkok das mit Abstand günstigste war, wurde es halt dann Bangkok. Es hätte aber auch Japan oder Argentinien sein können, es ging lediglich um einen billigen Flug. Bei 470 Euro kann man sich nicht beklagen. Es musste ein Hin- und Rückflug sein, da ich im August auf eine große Familienfeier eingeladen bin, auf der ich nicht fehlen darf.

10 Tage nach der Online-Buchung ging es dann schon los. Wie es dann nach Bangkok weiterging und wie lang ich mich in Bangkok aufhalte war völlig unklar. Zuerst war Vietnam kurz angedacht und dann bin ich doch in Süden nach Koh Tao.

2. Geld / Budget

Wieviel Geld möchte ich ungefähr pro Woche oder Monat ausgeben? Nachdem ich schon oft in Südostasien war, sind mir die Preise recht geläufig und somit war keine Recherche notwendig.

3. Versicherung

Hatte ich zwar schon, würd ich aber normalerweise natürlich abschließen. Im Moment bin ich für ein Jahr bei der HanseMerkur auslandskrankenversichert. Mehr hab ich nicht.

4. Dauer (u.U.)

In meinem Fall weiß ich dass ich im August wieder für einen Abstecher nach Deutschland muss bzw. dann noch etwas Zeit in Berlin dran hängen wollte, also hab ich einen Rückflug gebucht. Jeder andere wird im Normalfall ein Datum haben wann er wieder zurück sein muss, außer natürlich ein paar Glückliche die ohne losreisen.

5. Die erste Unterkunft

Im Normalfalls buche ich mal zwei Nächte in einem Hostel oder über Couchsurfing vor um dann zu entscheiden wie es weitergeht. Diesmal hatte ich Glück und ein Bekannter hat mich in seine tolle Wohnung mitten in Bangkok wohnen lassen.

Der Rest?

Ideen. Offenheit. Spaß.

Dass nicht jedem das Backpacking ohne Plan zusagt ist mir auch klar. Jeder sollte seine Reisen so begehen wie er wünscht natürlich. Die Art wie ich es mache ist meist nichts für Neulinge. Für manche ist es gerade das Planen, das ihnen so Spass macht. Und dann gibt es die, die alles über-planen. Am Ende des Tages jedoch machen Pläne nicht unbedingt glücklicher. Aber sein Glück, das muss sowieso jeder selbst finden :)

Bonus

Ultimativ planlos: Ohne Reiseführer

Wer noch den richtigen Planloskick braucht, der lässt das ganze Reiseführerding sein und macht sich ohne auf den Weg.

Seit einiger Zeit bin ich auch nur noch ohne unterwegs, hole mir die wichtigsten Infos aus dem Internet oder über andere Backpacker. Ansonsten liegen ja sowieso in jedem Hostel ein paar Lonely Planets rum, warum also den eigenen mitschleppen. (Zum Thema “Reiseführer Ja oder Nein” wird es bald auch noch einen Post geben)

 

Wie viel plant ihr so für eure Reisen oder habt in der Vergangenheit geplant?
Schon mal Pläne gemacht die dann den Bach runter gegangen sind? 

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Connie

Namaste!

Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Eure 30 Gedanken

  • Ralf 04.07.2012 um 17:04 Uhr

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Kann dem aus meiner Erfahrung nur 100% zustimmen. Bin vor anderthalb Jahren auf meine einjährige Weltreise mit schon Anfangs nur wenig Plan los (One-Way Ticket nach Brasilien und grobe Reiseroute) und hab dann selbst diese vagen Pläne nach und nach abgeändert bzw. völlig übern Haufen geschmissen. Es endete damit dass ich dass ich letztlich über 4 Monate auf Koh Lanta „hängenblieb“ und meinen Divemaster machte. Eine Wahnsinns-Erfahrung, die ich so nie hätte planen können (neben all den tausend anderen unplanbaren Erlebnissen und Begegnungen unterwegs). Ich habe viele Menschen unterwegs getroffen die sich ihre Langzeitreise/Weltreise (meiner Meinung nach!) kaputtplanen mit RTW-Ticket und Zeitstreß (20+ Länder in 12 Monaten etc…). Da verpasst man etwas ganz Wichtiges…

    …Der Produktivitätsgedanke, ja der spielt da eine Rolle denke ich. Man wächst damit auf in unserer westlichen Gesellschaft und es ist schwer davon loszulassen. Man möchte ja das „Maximale rausholen“. Man will ja „was vorzuweisen haben daheim“ später. „Wer weiß wann man das wieder machen kann?“ Oder der Hammer: „Eigentlich würde ich ja noch gerne bleiben aber ich habe ja noch nen Flug nach xxx gebucht und muss noch yyy und zzz sehen“ AAAAAaaaaah wie kann man sich nur so zum Sklaven seiner eigenen Planung machen, gerade auf einer Langzeitreise die doch eigentlich dem Ausleben der Freiheit dienen soll!!
    Alles Dinge die unterwegs gehört habe! Aber nein: Effizient muss es schon sein! Daher: Möglichst viele Fotos machen. „Must-See“ Attraktionen und Länder abhaken, möglichst VIEL sehen — das Quantität nicht gleich Qualität ist übersehen viele. Oder wollen es nicht sehen.

    Es IST halt ein Paradigmenwechsel. Wie du schon schreibst: Ein Upside-Down der Perspektive. Und der braucht Zeit. Aber wenn man diesen Blick erstmal hat: Unglaublich befreiend. Welch ein Abenteuer nicht zu wissen wo ich in 1, 2, oder 10 Wochen bin. Welche Freiheit! Welche Lässigkeit sich auf einmal auftut. Also Ich würde nie mehr anders reisen als auf diese Weise… und der nächste ungeplante Ausbruch ist schon „in Planung“ ;-)

    • Conni Biesalski 04.07.2012 um 17:59 Uhr

      In allen Punkten: YES! ;) Schön von einem anderen Planlosreisenden zu hören und danke dir für deine Worte!! Wir sollten fast mal auf ein Bier gehn haha
      Was ist denn der nächste ungeplante Plan? ;)

  • Jeanette 06.07.2012 um 21:56 Uhr

    Oh ja, da ist schon so einiges den Bach runtergegangen…sprichwörtlich z.B. in Fiji, wo ein herannahender Zyklon nicht nur den Flughafen unter Wasser gesetzt hat, sondern auch Straßen, Landschaft und Hotels. In so einem Fall hilft ein bisschen Mut, Abenteuerlust und Durchsetzungkraft.

    Es war schon fast filmreich, als der Taxifahrer beschlossen hat, dass wir es trotz 4-Rad-Antrieb nicht bis zum Flughafen schaffen werden und wir uns – ganz Flashpacker – in einem Luxusresort absetzen haben lassen. Dort haben wir zum halben Preis (schließlich war es ja ein Notfall ;-) zwei Tage weiter Urlaub gespielt, die Hälfte unseres Gepäcks entsorgt bzw. verschenkt (so lernt man von weltlichen Dingen „loslassen“) und uns auf die Helikopter-Warteliste setzen lassen (nur 15 kg Gewicht pro Person erlaubt…und das auf einer Weltreise..hurra!).

    Und dann kam es nochmals ganz anders: Wir sind vor Sonnenaufgang mit Sack und Pack in einen Bus gestiegen, um noch bei Ebbe über eine Brücke zu kommen. Weiter ging es dann im Morgengrauen in seltsamen Amphibienfahrzeugen zum überfüllten Flughafen. Nach einem halben Tag Warterei ging’s dann mit der Virgin Blue von der knietief im Wasser stehenden Rollbahn auf nach Sydney. Ja, das war ein echtes Abenteuer, auf das man sich gar nicht vorbereiten KANN. Planung nützt also gar nichts. Und ich möchte dieses Erlebnis gar nicht mal missen. Es macht einen stärker, härter und gelassener. Und es ist ein Dauerbrenner, wenn es darum geht, spannende Geschichten über das Weltreisen zu erzählen…

  • Milli 17.08.2013 um 21:06 Uhr

    Danke Connie dass du so ne coole Backpackerin bist und deine Erfahrungen weitergibst! Meine 2 Freundinen, mit denen ich gerade im Zug quer durch Spanien bin, haben es di zu verdanken dass ich mit ihnen losgezogen bin. Denn auf deiner Seite ist ein unsichtbarer Link, der zieht sich durch die ganzen Zeilen die du schreibst und man lädt sich über diesen Motivation und Mut, seine Wünsche zu erfüllen. Hab mir viele Tips von dir geholt und nun sitze ich tatsächlich im Zug ohne grosse Pläne auf meiner ersten Bachpackreise.
    Es ist „nur eine Europa-Land-Schickimicki Reise“ wo man alles an jeder Ecke kaufen kann, immer ne Unterkunft findet, also keinesfalls so abendteuerlustig wie sonst irgendwo auf anderen Kontinenten. Aber trotzdem bekam ich ein Paar Tage vor dem Start extrem Schiss weil wir nur einen groben Plan haben, welche Cities wir anschauen, beim Couchsurfen keine Antworten auf die kurzfristigen Anfragen bekommen: Omfg! 3 junge Mädls aka Freiwild mit Rucksack durch die „Wildnis“. Doch es ist cool, locker und diese kleine Dosis Angst vor dem einschlafen(wo/wann/wie morgen?!) ist das gewisse Etwas in jedem Backpackerrezept. Wir haben schon nach 2 Tagen Kurs gewechselt und lassen uns durch Spanien treiben… Hasta la vista!!

    • Conni Biesalski 18.08.2013 um 10:42 Uhr

      Das freut mich sehr zu hören, meine Liebe! Schön, dass sich die meisten Ängste und Sorgen auf der Reise widerlegen und bekämpfen lassen!

      Haut rein und ne Menge Spaß! Keep the flow running ;)

  • Christiane 22.08.2013 um 14:05 Uhr

    Liebe Conni,
    ich verfolge deinen Blog jetzt seit zwei Wochen und bin total dankbar für deine Tipps und dass du mich immer wieder erinnerst, wie schön und einfach Reisen sein kann :) Ich habe dieses Plan-Thema auch gerade bei vier Wochen Thailand erlebt. Eigentlich war alles was ich von Dtl. aus geplant habe nicht so schön wie die Dinge die sich spontan ergeben haben. Und ein Beispiel: Von Deutschland aus hatte ich einen Tauchkurs auf Koh Tao gebucht, mich dann aber in Chiang Mai beim Trekking (war auch geplant und hat sich gelohnt!) am Knie verletzt habe und aus dem Krankenhaus mit Stichen und zwei Wochen Badeverbot rauskam. Super nicht ins Meer zu dürfen wenn man mitten im Inselparadies ist ;) Dadurch haben sich aber so viele andere Dinge ergeben, dass ich einfach nur verblüfft war wie sehr man einfach mal in das Leben vertrauen kann! Ich hab mir fest vorgenommen für meinen Neuseeland Trip nur das Nötigste zu planen und sonst lasse ich alles gaaaaanz entspannt auf mich zukommen. Danke für deine Motivation und Reiselust die du so toll vermittelst. Liebe Grüße, Chrissy

  • Felix 26.02.2014 um 17:40 Uhr

    Liebe Conni,
    werte Reisenden und Mitleser,
    also erste natürlich ein Lob an Dich das du diese Seite betreibst und eine ganze Menge Themen ansprichst, und so manchen Denkanstoss gibst.

    Aber, ich muss auch mal widersprechen.
    Ich bin noch ein Backpacker Rookie, trotz meines Alters von nun 35 Jahren.Ich bin nicht der typische Backpacker der 3-4 Monate reist, sonder eher der , der nur 17 Tage von der Arbeit rauskommt. Da muss ich schon einen relativ „engen Zeitplan“ haben, um diese , in euren Augen „wenigen Tage “ sinnvoll zu nutzen. Zur Erheiterung Aller, unseren ersten Trip nach Thailand Laos Vietnam, inkl 2 Nächten Bangkok, wollten wir in 15 Tagen machen.Brauch ich keinem erklären , absolute Fehlplanung !!
    Da waren wir aber noch nicht einmal im Planungsstadium, und es ist dann nur Thailand geworden, krankheitsbedingt durch einen Kollegen auch nur Bangkok und Koh Samui (per Flieger).
    Wir hatte eigentlich Inselhopping und nichts tun , und ein bisschen Sightseeing auf dem Plan. Und , jetzt kommt der Kommerz, natürlich die Fullmoonparty auf Koh Phangan !! manche werden aufschreien , wie abgegriffen sie ist, ich fand sie suuuuper !!!
    Also im groben und ganzen war es das Event in unserem Urlaub.

    Worauf ich hinaus möchte ist, wenn jemand sehr viel Zeit hat, 2-3 Monate , der kann sich treiben lassen, und es gibt fast nichts schöneres als abends im Hostel zu hocken in der Küche und sich von anderen anderen Reisenden deren Erlebnisse und Geschichten erzählen zu lassen.Und evtl noch das ein oder andere dranzuhängen !

    Wenn jemand aber einen relativ „kleinen “ Zeitrahmen hat, dann muss man etwas planen, man möchte ja nicht von den freien Tagen die man hat, die Hälfte im Bus verbringen (wie kürzlich in der Dom Rep), also muss man etwas planen , bzw annähernd“.

    Die gleiche Tour die ich in Thailand mit meinen Kollegen gemacht habe, habe ich 6 Woche später mit meiner Freundin gemacht,(wesentlich geplanter)
    da ich ja nun schon wusste wie einfach man in Thailand von A nach B kommt, haben wir uns den teuren Flug geschenkt, und sind per Landweg von Bangkok über Hua Hin nach Chumpohn nach Samui gereist , mit dem Stop in Hua hin, wo wir für das gesparte Fluggeld eine leckere Languste gegessen haben mit fetten Shrimps , Languste ca 16€ , das deutsche Guesthouse ca 15€ und Lomprayah ca 54 € gekostet.
    Es war nicht wirklich mehr Zeit als im Flieger, dafür hat man viel gesehen ,und Hua hin, wo wir uns viel von versprochen hatten , war auch abgehakt.
    Wir wollten auf der Rücktour 1-2 Nächte dableiben , aber Koh Phangan hat uns mehr angesprochen , da wesentlich ruhiger .

    Dadurch das ich von Samui schon einen kleine Überblick hatte , konnten wir Samui mit dem Roller abfahren , haben uns viel Zeit im Songthaew gespart und alles gesehen , und noch mehr als vorher.

    Also bitte nicht die Leute verurteilen die relativ genaue Pläne haben bei ihren Reisen.
    Ich persönlich freue mich über jede neue Reise, und wenn ich in 17 Tagen was sehen erleben möchte, dann muss ich schon planen.

    Aber eins kann ich Conni Beipflichten, packt nicht zuviel rein in das Sightseeing.
    Mann muss icht jeden tempel, jeden Wasserfall , jede Kaffeplantage oder Gedenkstätte sehen. Wenn einem irgendwo etwas gut gefällt, dann sol man sich die Ruhe nehmen und n Tag dran hängen.
    Ich hab jetzt die Dominikanische Republik bereist,17 Tage, und jeden Morgen um 6.00Uhr aufstehen um 7.00Uhr den Bus kriegen bis 13.00Uhr Bus fahren , dann was ansehen , essen , Hostel suchen und schlafen um nächsten tag den nächsten Bus um 7.00Uhr zu kriegen ist auch nicht das gelbe vom Ei.
    Wir haben dann am ende 4 Tage Strandurlaub drangehangen und nichts getan.

    Die gesunde Mitte find ich am besten.

    Und an eins sollten wir immer denken , wieviel Leute haben Europa nie verlassen und haben noch nie Thailand, Usa , Mexico oder die Dom Rep bereist.Weil sie es finanziell, körperlich oder mental nicht schaffen ?

    Ich wünsche euch allen viel Spass beim reisen , und viel Spass !!!
    Und bitte immer fleissig berichten.

  • Rachel 02.04.2014 um 18:08 Uhr

    Liebe Conni
    Meine Freundin und ich planen ab nächstem Frühling eine möglichst ungeplante Südostasien / Indonesien / Indien / Nepal / Tibet Reise :-)
    Die Idee ist mit einem One-Way-Ticket nach Thailand anzufangen und dann weiterzureisen so lange das Geld reicht (ca. 2 Jahre) und wo es uns hin treibt. Nun bin ich aber in den Foren immer wieder über die Problematik gestolpert, dass man bei der Einreise oft ein Rückflugticket vorweisen muss. Was hast du damit für Erfahrungen gemacht?

    Herzliche Grüsse und vielen Dank für deine wertvollen Infos!
    Rachel

    • Allys 11.06.2014 um 23:01 Uhr

      Hi :)
      Ich bin zwar nicht Conni und auch noch etwas grün um die Nase, aber ich plane im Moment eine Neuseelandreise und da muss man nur die finanziellen Mittel für den Rückflug vorweisen
      Liebe Grüße
      Allys

      • Rachel 12.06.2014 um 09:25 Uhr

        Liebe Alles
        Herzlichen Dank für deine Antwort. Ich denke aber, dass die Vorschriften in Neuseeland wohl nicht dieselben sind wie in Thailand.
        Herzliche Grüsse
        Rachel

      • Friederike 14.07.2014 um 11:25 Uhr

        Hallo Allys.
        Bist du dir da ganz sicher?
        Hab schon soviel anderes gelesen, und bin dadurch total verunsichert. Möchte in ein paar Wochen auch nach Neuseeland. Bin allerdings schon seit ein paar Wochen in Australien, und habe kein work and Holiday Visum…
        Liebe Grüße,
        Friederike

  • El 11.07.2014 um 00:11 Uhr

    Hallo,

    ich würde so gerne auch Reisen wollen, ohne zu wissen was als nächstes geplant ist. Habe so eine Reise noch nie gemacht. Seit kurzem schaue ich viel im Internet und lese auch ganz viele Berichte. Finde es total interessant, wieviel interessantes da draußen gibt.
    Es ist so traurig, dass ich nicht einmal 1% von den sovielen schönen Orten dieser Welt gesehen habe.

    Vor allem interessiert es mich, ob man dann in den jeweiligen Orten arbeiten geht.. Also so einen flug bezahlen hinfliegen alles gut. Aber dort überlegen ggf. Für mehrere Wochen ist ne andere Sache.
    Bin noch relativ Jung(21) und habe extrem lust auf sowas. Aber mir fehlt das nötige Geld dafür.
    Wie machst du das, wenn du non-stop unterwegs bist? Ist dann irgendwann nicht dein Geld alle?/:

    Ich möchte auch Planlos rocken:(

  • Peter / PetersTravel 12.10.2014 um 10:01 Uhr

    Hi Conni,
    unterstreiche jedes Deiner Worte.
    Habe letzte Woche nach Malawi gebucht, nächstes WE gehts los. Kein Rückflug, weil ich nicht weiß, wann es von wo zurückgeht.
    Weiter nach Mosambik(?), Sambia(?), Südafrika?
    Schaun mer mal….
    BG, Peter

  • Sophie 30.01.2016 um 17:44 Uhr

    Toller Artikel! hier finde ich immer hilfreiche Tipps und ich folge deine Seite schon seit gut 2 Jahren! Allerdings hätte ich eine Frage: ich habe vor, ab September nach Südostasien loszuziehen und ein halbes Jahr Backpacken.Allerdings bin ich mir nicht sicher, wo ich am besten starten soll. Ich hätte an Bangkok gedacht, jedoch soll es da im September nur regnen. Vielleicht lieber doch Bali oder Java? was meinst du? würde mich riesig auf deine Antwort freuen,bin die ganze Zeit hin und hergerissen…

  • Pippo 08.03.2016 um 23:10 Uhr

    Hallo,

    ich finde deine Seite sehr sympathisch. Freiheit, Reisen, Zen, Vegan, … alles Prädikate, die auch mir viel Wert sind.
    Folgendes: Ich möchte mit meiner Freundin heuer im Juli etwa 14 Tage eine aufregende schöne Reise machen, die gleichzeitig nicht zu viel kosten soll, wo wir flexibel und möglichst alleine sind. Du als Backpackerin hast doch sicher schon viel gesehen!? Thailand kommt uns für zwei Wochen zu weit weg vor. Darüber hinaus natürlich auch sicher die Flüge zu teuer für unser Budget. Wir sind aus Österreich. So maximal 1500 Euro für die 14 Tage würden wir anvisieren. Fällt dir da was ein? Sind Anfänger was Backpacking oder so angeht. Haben wir noch nie gemacht. Nur mal eine Woche im Auto mit Zelt durch Kroatien, das wars. Was hältst du von den Kanaren? Die wären doch sicher interessant für sowas, oder? Vielen Dank – Philipp

  • Max 08.07.2016 um 18:36 Uhr

    Hi Conni,
    ich bin grade 18 geworden, hab vor kurzem mein Abi gemacht und träume schon lange von einer solchen Reise. Bisher bin ich jedoch fast immer nur mit meiner Familie richtig verreist, und das waren eigentlich ausschließlich stressige Urlaube voller Sightseeing – von vorne bis hinten durchgeplant :/
    Jetzt stressen meine Eltern total rum, weil ich einfach nicht weiß was ich genau machen möchte, sie verstehen nicht, dass ich einfach mal für 1-2 Monate die Seele baumeln lassen will.
    Momentan spukt mir die Idee durch den Kopf in der kommenden Woche bei Nacht und Nebel aufzubrechen.. Ich bin volljährig, habe mir durch einen Nebenjob mittlerweile genug Geld zusammengespart und sehe eigentlich nichts, was mich in unserem Kaff hält.
    Was meinst du dazu? :)

  • TJ-Travel 04.08.2016 um 10:20 Uhr

    Hallo, bei all unseren letzten Reisen und Planungen sind wir immer irgendwie auf deiner Seite gelandet. Und da steht das Wort dann schon, Planungen ;) Eigentlich gebe ich dir da völlig recht, das planlose ist doch irgendwie die schönste Art zu Reisen. Aber so sehr wir das auch immer wollten, so hatten wir als „normale“ Angestellte immer dieses Zeitproblem. 2 Wochen, 3 Wochen oder max. 4 Wochen, das war unser Zeitrahmen.
    Dann kamen die Überlegungen hinzu, wohin soll es gehen?! Von Indonesien über Thailand, die Philippinen waren auch in der engeren Wahl, schlussendlich wurde es Vietnam. Bis zu dieser Entscheidung hatten wir über all diese Länder schon so viel erfahren, durch Reiseblogs wie deinen, durch Youtube Videos und Touristenseiten, dass wir zu viel über das Land wussten, um keinen Plan zu machen. Also mussten jetzt „alle“ Ortschaften, die es in Vietnam gibt, in diese 3 Wochen passen. Ging natürlich nicht, also haben wir wieder weiter planen müssen.
    Hanoi und Ho Chi Minh Stadt waren natürlich als Must See gesetzt, das war auch das einzig vorab gebuchte, Hinflug nach Hanoi und eine Unterkunft für die erste Nacht. Rückflug ab Ho Chi Minh Stadt.
    Dann haben wir überlegt, was wir eigentlich wollen. Eigentlich Ruhe, und Natur, aber auch ein bisschen Party und vor allem Vietnam entdecken. So kam es dann, dass wir Von Hanoi aus einen Trip in die Ha Long bucht buchen wollten. Diese Freiheit, nicht zu wissen, wann es dorthin gehen soll, gönnten wir uns dann doch, auch auf die Gefahr hin, dass einfach „alle Schiffe ausgebucht“ sind. Eine weitere Option wäre gewesen, einfach auf eigene Faust nach Ha Long und dort am Hafen ein Boot buchen. (Zum Glück haben wir das nicht gemacht, dort standen einige Backpacker, die dort feststellen mussten, dass man vor Ort keinen Ausflug buchen kann, Vietnamesen sind da irgendwie nicht so flexibel, wie die Thais.)
    Auch die weiteren Reisemöglichkeiten hatten wir noch nicht gebucht, keine Flüge und keinen Zug, auch keine Unterkunft. Aber um zu wissen, wie schnell man von A nach B kommt und was es dann kosten soll, mussten wir das natürlich auch vorher im Internet checken. Denn wir hatten ein gewissen Budget und auch nur die 3 Wochen Zeit. Danang war als nächstes angedacht, wir entschieden uns dann aber dank der Empfehlungen von unseren Mitreisenden auf dem Schiff für Hoi An.
    Entgegen der Planung, mit dem Nachtzug in den Süden zu fahren, nahmen wir einfach den Flieger, da er nur 2 statt 12 Stunden brauchte und dazu nur die Hälfte kostete. Die weiteren Ziele waren auch von zu Hause geplant, eines ließen wir aus, ein weiteres wurde verkürzt. Hoi An, Ho Chi Minh Stadt und Phu Quoc waren einfach zu schön, wir wären zwar gerne nach Mui Ne gefahren, es passte jedoch leider nicht mehr in den Plan.
    Lange Rede, kaum ein Sinn, wir planen von zu Hause, machen das mittlerweile sogar professionell, aber wir wollen dennoch Luft für Entscheidungen vor Ort haben, wir wollen vorher wissen, was unser Urlaub in etwa kosten wird, wie und wie schnell wir von einem Ort zum nächsten kommen, aber wenn sich die Pläne ändern sollen, dann soll das auch möglich sein. Wir sind halt so der eigentliche Durchschnitt der Backpacker, wir planen zwar viel, aber halten uns auch nicht immer dran, wir wollen einfach vorher in etwa wissen, was uns erwartet und was wir uns ansehen wollen, dazu müssen die Top Ziele in dem Land einfach in die Reisezeit passen, denn einfach im nächsten Urlaub wiederkommen, das würde zwar gehen, aber dann verpassen wir den Rest der Welt.
    Uns ist Planung im Voraus viel Wert, aber am schönsten ist es, sich nicht immer dran halten zu müssen.

  • Sieke 16.08.2016 um 20:00 Uhr

    Liebe Conni,
    Ich habe deinen Blog erst heute entdeckt, aber ich finde ihn unglaublich interessant, informativ und motivierend. Ich selbst träume schon lange vom Reisen und habe mit meiner besten Freundin schon abgemacht, dass wir, sobald wir mit der Schule fertig sind, zusammen die Welt erkunden wollen. Zuerst haben wir überlegt, uns ein Wohnmobil anzuschaffen, aber inzwischen denke ich, dass man dadurch viel zu sehr eingeschränkt ist (meist nur auf Campingplätzen campen und es ist wahrscheinlich schwerer über einen Ozean zu kommen) und dass das Geld beim Backpacking viel besser angelegt wäre. Ich muss noch mit meiner Freundin darüber reden, aber ich denke, dass sie auch begeistert sein wird.
    Dann stellt sich ja immer die Frage „Wohin?“. Ich persönlich würde es gerne Old School machen, Weltkarte an die Wand, Dartpfeil darauf werfen und dort wo er landet geht es hin, andererseits ist es beim ersten Mal Backpacking und ganz alleine reisen vielleicht ratsam, nicht gleich zu weit weg zu fahren und erstmal in Europa zu bleiben. Immerhin gibt es auch hier viele schöne Orte, die definitiv sehenswert sind. Was die Planung angeht sind ich und meine Freundin allerdings ziemlich unterschiedlich. Ich liebe es spontan zu sein, wie schon gesagt: Am liebsten einfach einen Dartpfeil auf die Weltkarte werfen und dann immer der Nase nach. Ich lebe nach dem Motto: Mancher Weg entsteht nur dann, wenn man sich mal verirrt. Meine Freundin ist da allerdings wesentlich geplanter und auch skeptischer. Sie zum Coach Surfing zu überreden wird eine echte Herausforderung. Aber ich bin ziemlich sicher, dass wir einen Kompromiss finden werden :)
    Wir haben ja auch noch etwas Zeit (ca. 3 Jahre). Bis dahin heißt es natürlich: Informieren, Freuen und deinen Blog weiter verfolgen ^^