Leave No Trace: Mit dem Rucksack nachhaltig durch Lateinamerika

suedamerika
Nachhaltiger Tourismus, verträgliches Reisen, sanfter Tourismus – wie auch immer du es nennen willst:

Beim Reisen und vor allem beim Backpacken ist es wichtig auf eine Art unterwegs zu sein die fair bleibt – nicht nur gegenüber der Natur, sondern auch gegenüber der lokalen Bevölkerung des Gastlandes.

Es geht darum als Reisender so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen, kulturelle Identitäten zu berücksichtigen und die Umwelt nicht zu schädigen. Versteht sich von selbst glaubst du? Leider ist das nicht immer der Fall…auch nicht in der Backpacker Community.

 

Die besseren Touristen?

Backpacker  sind jung, neugierig auf die Welt und wollen auf jeden Fall die Kultur  des Gastlandes kennenlernen. Nach dem Motto „go whererever you want“ legen Backpacker oft große Entfernungen zurück und empfinden die Reise als spontane Freiheit.

Sie verbringen viel mehr Zeit im Land als „normale Tousristen“ und reisen oft low-budget.  Somit spielen sie für die faire Verteilung des touristischen Einkommens eine wichtige Rolle. Wenn du dich mit dieser Definition angesprochen fühlst, dann zählst du zu den „guten Backpackern“ und bist in jedem Land gerne gesehen.

Du hast auf deinen Reisen aber sicher schon viele Backpacker getroffen, die fast ausschließlich den Kontakt zu anderen Backpackern suchen und an der Lebensweise der Einheimischen nur mäßig interessiert sind. Zwar meinen viele, sie würden zu den besseren bzw. echteren Reisenden zählen, in Wahrheit suchen sie als Lonely Planet-Touristen aber nur das bereits Bekannte in der Fremde. Das Konzept der Nachhaltigkeit ist diesen Backpackern oft fremd.

 

nachhaltig backpacking

Lange beschlossene Sache: Das Konzept der Nachhaltigkeit

Apropos Nachhaltigkeit.

Wusstest du, dass das Konzept der „Nachhaltigen Entwicklung“ kein neues ist, sondern auf dem UN-Erdgipfel im Jahr 1992 in Rio de Janeiro als internationales politisches Leitprinzip festgesetzt wurde?

Wörtlich wurde auf diesem Gipfel nachhaltige Entwicklung als eine Entwicklung definiert „die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Aber das nur am Rande, denn worum es eigentlich geht, ist festzuhalten, was man als Backpacker im Sinne des nachhaltigen Tourismus tun kann.

 

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Tipps für nachhaltiges Backpacking in Lateinamerika

Wer Abenteuer liebt, der ist zum Beispiel für seine Reise in Lateinamerika bestens aufgehoben. Der Lebensstandard liegt in den meisten Regionen dort weit unter dem von uns gewohnten. In den ländlicheren Regionen ist die Bevölkerungsdichte eher gering. Lateinamerika verlangt Backpackern also einiges ab, auch was den Umgang mit den Menschen, die an Touristen meist nicht gewohnt sind, wie auch den mit der Natur betrifft.

Deshalb habe ich hier einige Tipps für Backpacker in Lateinamerika zusammengestellt. Manche der Tipps beziehen sich auf Lateinamerika, andere gelten sicherlich auch für andere Regionen auf der Welt.

1. Minimiere die Nutzung von Plastikflaschen

In Lateinamerika kann man Wasser nicht aus dem Wasserhahn trinken. Also wird Trinkwasser gekauft und das resultiert in unglaublich viel Plastikmüll. Einheimische benutzen meist größere Wassertanks und auch Backpacker können statt kleinen Flaschen größere Wasserbehälter in Shops kaufen um damit leere Flaschen wieder zu befüllen. In vielen Hostels kannst du deine Flasche auch gratis auffüllen oder gegen sehr wenig Geld.

2. Lern die Sprache vor Ort

Immer hilfreich ist es, sich zumindest ein bisschen in der lokalen Sprache verständigen zu können, selbst wenn es nur ein paar wichtige Wörter wie ‚Hallo‘, ‚Danke‘ oder dergleichen sind.

Wer tiefer eindringen möchte, bieten Sprachreiseveranstalter wie ESL Sprachkurse im Ausland an, die auch für ein längeres Abenteuer eine tolle Vorbereitung sind. Du findest neben Sprachreisen nach Spanien oder England und Sprachreisen für Erwachsene auf www. esl.de auch Angebote wie Volontariate und Praktika im Ausland und auch gemeinnützige Projekte im Ausland werden vermittelt.

Wenn du die Sprache der Einheimischen sprichst, wirst du bemerken, dass die Menschen das zu schätzen wissen und schnell etwas offener und freundlicher sind.

3. Schütze die Umwelt

Achte auf deinen Energie- und Wasserverbrauch – auch auf Reisen. In vielen Gebieten ist Wasser knapp und Strom teuer oder nur bedingt verfügbar. Pass in Naturgebieten auf, dass du nichts zerstörst und keinen Abfall hinterlässt. Kaufe keine Souvenir oder Essen, dass aus Tieren besteht, die vom aussterbend bedroht sind.

4. Unterstütze lokale Unternehmen

Konsumiere lokal, d.h. übernachte in einheimischen Unterkünften, gehe in Familienrestaurants essen und kaufe in kleinen Shops ein. Vermeide Business-Ketten.

5. Nutze öffentliche Verkehrsmittel

Es ist günstiger, hat einen größeren Abenteuerfaktor und besser für die Umwelt. Statt Taxis zu verwenden, finde heraus wie das Bussystem funktioniert, leih dir ein Fahrrad oder gehe zu Fuß. Nimm den Bus oder den Colectivo statt ein Auto zu mieten oder zu fliegen. Colectivos sind sowieso eine tolle Art in Lateinamerika zu reisen!

6. Passe dich an die lokale Kultur an

Leg dich nicht nackt oder oben ohne an Strand, wenn es die Einheimischen nicht tun. Geh auf lokalen Märkten einkaufen, gib 10-15% Trinkgeld und schau dir Feste und Veranstaltungen vor Ort an. Handle sinnvoll, aber nicht um jeden Cent.

 

Diese Tipps sind alle einfach einzuhalten und auch sehr logisch. Es schadet aber trotzdem nie, diese Dinge nochmals ins Bewusstsein zu rufen, wenn du mit dem Rucksack in der großen, weiten Welt unterwegs bist.

 

Versucht ihr selbst nachhaltig zu reisen? Habt ihr noch mehr Tipps?

 

Fotos Copyright: Mit Genehmigung von Alex Hammond

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Connie

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Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 3 Gedanken

  • Nina 28.05.2013 um 08:32 Uhr

    Hallo Conni.
    Finde ich einen guten Beitrag, nur etwas fehlt, das habe ich auch mit der Suchfunktion nirgends auf deiner Seite gefunden: alle wissen, dass das Fliegen die umweltschädlichste Art des Reisens ist. Trotzdem wird immer mehr um die Welt geflogen, die Flüge werden billiger, immer mehr Leute können sich 2 Wochen Malediven (oder was auch immer) leisten – wie gehts du als Weltnomadin damit um?
    LG,
    Nina

  • Gregor 15.05.2014 um 09:25 Uhr

    Ja, das mit dem fliegen würde mich auch interessieren. Kannst du das versuchen zu beantworten?

  • Timo von LingoScout 09.11.2016 um 10:14 Uhr

    Sehr treffender Artikel… Meiner Meinung nach, ist es der beste Weg eine Sprache in dem Land zu lernen, in dem sie gesprochen wird.
    Sprache ist der Schlüssel zur Kultur des Landes, in dem man sich aufhält und zu den Menschen, die dort leben.