Die 7 besten Länder für digitale Nomaden: Mit dem richtigen Visum weltweit länger bleiben & stressfreier reisen

Digitale Nomaden können überall arbeiten, wo sie möchten. Vorausgesetzt, sie werden ins Land gelassen und dürfen dort Geld verdienen. Mit dem richtigen Visum geht das – wir zeigen dir die besten Locations.

Moin, Moin! Ich bin Arne und komme aus einem Kuhdorf in Schleswig-Holstein. Gelebt habe ich schon in Hamburg, Spanien, Berlin, Malta und gerade ist meine Homebase in Zypern.

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Als digitaler Nomade kennst du es nur zu gut: den Stress mit dem Visum. In der Regel endet dein Touristen-Visum nach 30 bis 90 Tagen und eine Verlängerung ist meist kompliziert. In anderen Fällen ist sie gar unmöglich. Dann bleibt oft nur noch der Visa-Run. Also die Ausreise in eines der Nachbarländer – nur, um kurze Zeit später erneut einzureisen. Stress, auf den du gut verzichten kannst!

Doch es gibt auch Länder, die für digitale Nomaden Jobs wie geschaffen sind. Außerdem entstehen aktuell weltweit spezielle neue Visa für jegliche Art von Remote Work. Diese ermöglichen es dir, länger als die üblichen 90 Tage zu bleiben. Wir haben für dich die besten Locations und Visa abgecheckt.

Top 10 Working Visum Laender
Immer mehr Länder stellen Visa für digitale Nomaden aus

Top 7 Visa für digitale Nomaden weltweit

Für uns wird es außerhalb der Eurozone spannend. Denn als Deutsche und Schengen-Mitgliedstaat sind wir innerhalb dieses Raumes ein wenig verwöhnt, da wir in den meisten Ländern ohnehin ohne Visa leben und arbeiten können. 

In anderen Ecken der Welt gelten allerdings andere Regeln. Sofern nicht anders erwähnt, musst du für alle aufgelisteten Visa folgende Kriterien erfüllen:

  • Du musst ein ortsunabhängiges Business haben

oder

  • für Firmen oder Kunden tätig sein, die ihren Sitz nicht in dem Land haben, für das du das Visum beantragst.

Wenn das bei dir der Fall ist, kannst du dich in jedem unserer Top-Länder niederlassen. Unsere Auswahl basiert darauf, wo du als digitaler Nomade vorteilhafte Bedingungen für ein angenehmes Leben vorfindest. Damit meinen wir: 

  1. Lebenshaltungskosten wie Verpflegung, Miete oder Transport
  2. Wetter & Natur
  3. Soziales Leben & Sprache
  4. Infrastruktur zum Arbeiten
  5. Einreise- & Aufenthaltsbedingungen

Mexiko: Temporary Resident Visa

Mexiko bietet kein Visum speziell für digitale Nomaden. Das „Temporary Resident Visa“ ermöglicht dir jedoch einen Aufenthalt von bis zu einem Jahr, anschließend kannst du verlängern. Ein paar Voraussetzungen musst du allerdings erfüllen.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Mexico

  • Kosten: 4.413 Mexikanische Peso (~184 Euro)
  • Das Visum gilt bis zu einem Jahr und ist bis zu 3 Jahre verlängerbar
  •  Monatliches Einkommen von mehr als 1.620 US-Dollar (~1.350 Euro) pro Monat in den letzten 6 Monaten
  • Alternativ kannst du einen Nachweis über dein Bankguthaben im vergangenen Jahr erbringen. Dieses muss über 27.000 US-Dollar (~22.700 Euro) liegen
Mexiko City Working Visum
Mexiko City ein beliebtes Ziel für digitale Nomaden in Mexiko

Mexiko ist schon lange bei digitalen Nomaden beliebt. Das 180-Tage Touristen-Visum macht für viele das Land attraktiv. Auch die verhältnismäßig niedrigen Lebenshaltungskosten und die Traumstrände ziehen viele nach Mexiko.

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 40 Prozent geringer als in Deutschland
  • Ein Essen im Restaurant kostet weniger als 5 Euro
  • Ein Bier aus der Strandbar kostet durchschnittlich 1,20 Euro

Beliebte Städte unter Auswanderern und digitalen Nomaden sind unter anderem: 

  • Mexiko City
  • Tulum,
  • Playa del Carmen,
  • Puerto Escondido und
  • Oaxaca City.

Wer besonders hohen Wert auf Sicherheit legt, der ist jedoch nicht in allen Städten Mexikos gut aufgehoben.

Costa Rica: Visum für Freelancer

Vulkane, Dschungel, Surfen und die Tierwelt hautnah erleben. Costa Rica ist als Ziel gleichermaßen beliebt. Remote-Worker zieht es zum Beispiel an Orte wie Puerto Viejo und Santa Teresa.

Wer als Freelancer aktuell bis zu zwei Jahre in Costa Rica bleiben möchte, beantragt das „Renista Visum“. Das Ganze ist jedoch etwas kompliziert. Alle Dokumente müssen ins Spanische übersetzt werden und es wird empfohlen, sich bei einem Anwalt für Einwanderungsfragen Hilfe zu holen. Das Visum kostet 250 US-Dollar (~210 Euro).

Faultier Costa Rica
Costa Rica ist vor allem wegen seiner Natur bei Reisenden beliebt – und nicht zu vergessen: die Faultiere

Aktuell plant die Regierung jedoch ein Gesetz mit dem langen Namen: „Law to Attract International Workers and Remote Service Providers“. Hier könnte sich die Beantragung einfacher gestalten. Doch das Gesetz wurde noch nicht verabschiedet. Sobald es offiziell ist, erfährst du es sofort bei uns.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Costa Rica

  • Der Gesetzentwurf sieht vor, das du ein Estancia Visa für ein Jahr beantragen kannst – mit der Möglichkeit auf Verlängerung
  • Für das Visum müsstest du ein monatliches Einkommen von 3.000 US-Dollar (~2.500 Euro) nachweisen

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 10 Prozent unter denen von Deutschland
  • Transportmittel sind hier deutlich günstiger als bei uns, der Einkauf im Supermarkt kann um 40 Prozent teurer sein.
  • Eine Tasse Cappuccino kostet dich in Costa Rica im Durchschnitt 2,10 Euro

Georgien: Remotely from Georgia

Seit 2020 gibt es das „Remotely from Georgia“ Programm. Das Land und vor allem seine Hauptstadt Tbilissi wird unter digitalen Nomaden immer beliebter. Es ist zwar noch nicht mit Hotspots wie Lissabon oder Chiang Mai vergleichbar, aber die Community wächst.

Georgien punktet mit einer Besonderheit: Mit der deutschen Staatsbürgerschaft (und anderen) ist dir ein visumfreier Aufenthalt von einem Jahr möglich. Auch arbeiten ist dir erlaubt. Weitere Details findest du beim georgischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten.

Dadurch erscheint „Remotely from Georgia“ zunächst überflüssig. Aufgrund von Covid-19 und ständig wechselnden Regelungen ist eine touristische Einreise jedoch nicht immer möglich – wodurch das Programm durchaus seine Berechtigung hat.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Georgien

  • Einfache und kostenlose Beantragung online
  • Aufenthalt von bis zu 360 Tagen zum Leben und Arbeiten
  • Monatliches Einkommen von mehr als 2.000 US-Dollar (~1.700 Euro) monatlich in den letzten 12 Monaten
  • Nachweis einer georgischen oder Reisekrankenversicherung für die ersten 6 Monate des Aufenthalts
  • Aufnahmebedingung: Wer sich bewirbt, sollte vorhaben mindestens 180 Tage im Land zu bleiben
Georgien Tbilissi Working Visum
Tbilissi wird unter Nomaden immer beliebter


Georgien punktet mit sehr günstigen Lebenshaltungskosten, gutem Internetzugang und ausreichend Co-Working-Spaces. Die Chancen stehen gut, dass Georgien weiter an Beliebtheit gewinnt.

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 55 Prozent unter denen von Deutschland
  • Ein einfaches Mittagessen gibt es im Durchschnitt für 4,30 Euro
  • Einen Cappuccino für 1,30 Euro

Bermuda: Work from Bermuda Visa

Die Insel-Staaten in der Karibik sind weltweit bekannt für ihre Traumstrände. Seit 2020 ermöglicht dir das „Work from Bermuda Visa“ als digitaler Nomade ins Paradies einzureisen. In Gedanken hast du vermutlich gerade schon deine Koffer gepackt und siehst dich nach Feierabend Cocktails am Strand schlürfen.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Bermuda

  • Das Visum kostet 263 US-Dollar (~220 Euro)
  • Online-Beantragung
  • Gültig für ein Jahr
  • Kein Mindesteinkommen erforderlich
  • Nachweis einer Reisekrankenversicherung
Strand auf den Bermudas
Traumstrände für die du tief in die Tasche greifen musst

Doch bevor deine Vorfreude zu groß wird, müssen wir dir noch etwas mitteilen. Bermuda ist leider auch dafür bekannt, ganz schön kostspielig zu sein.

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 110 Prozent über denen von Deutschland
  • Mittagessen gibt es durchschnittlich für 34 Euro
  • Kaffeevariationen kosten um die 4,50 Euro

Bermuda ist zwar traumhaft, doch weil du hier sehr tief in die Tasche greifen musst, ist es nicht gerade ein Hotspot für digitale Nomaden.

Dubai: Virtual Working Program

Besonders attraktiv ist, dass du in Dubai keine Einkommensteuer zahlen musst. Allerdings ist das „Virtual Working Program“ nicht für alle digitale Nomaden geeignet.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Dubai: Für Business-Inhaber mit hohem Einkommen

  • Visa-Kosten: 287 US-Dollar (~240 Euro)
  • Gültig für ein Jahr
  • Nachweis eines monatlichen Durchschnittseinkommens von 5.000 US-Dollar (~4.200 Euro)
  • Nachweis einer für die in den Vereinigten Arabischen Emirate gültigen Krankenversicherung
  • Beschäftigungsnachweis des Arbeitgebers bzw. ein eigenes Unternehmen

Das Programm richtet sich leider nicht an klassische Freelancer. Denn es muss ein Beschäftigungsnachweis des Arbeitgebers vorgelegt werden, der mindestens noch ein Jahr gültig ist. Freelancer werden Probleme haben, einen solchen Nachweis zu erbringen. Alternativ können sich auch Personen mit eigenem Unternehmen bewerben. 

Dubai Stadt Working Visum
Dubai das Steuerparadies

Lebenshaltungskosten

  • Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten sind mit Deutschland vergleichbar
  • Transportmittel sind im Vergleich deutlich preiswerter
  • Alkohol ist in Dubai teuer. Der Durchschnittspreis für einen halben Liter Bier liegt bei etwa 12 Euro

Australien: Working-Holiday-Visum

Das „Working-Holiday-Visum“ ist kein klassisches Visum für digitale Nomaden. Doch es erlaubt dir als einziges Visum in dieser Liste auch im Land selbst – also bei lokalen Arbeitgebern – zu arbeiten. 

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Australien: Für junge Leute

  • Visa-Kosten: 485 Australische Dollar (~315 Euro)
  • Das Visum ist für ein Jahr gültig
  • Du kannst auch für Unternehmen arbeiten, die in Australien ansässig sind
  • Leider kannst du dich nur für das Visum bewerben, wenn du zwischen 18 und 30 Jahre alt bist

Das Visum bietet sich vor allem für all jene an, die als digitaler Nomade gerade noch in den Startlöchern stehen. Du kannst zum Beispiel die Chance nutzen, Arbeit vor Ort anzunehmen, während du nebenbei dein Online-Business aufbaust.

Coworking Australien
Co-Working in Australien boomt

Backpacking in Australien war für für viele Rucksackreisende immer schon ein absolutes Muss, aber auch Co-Working-Spaces boomen inzwischen. Viele Städte wie Sydney, Perth oder Byron Bay sind jedoch nicht gerade günstig. So ist es sogar ganz praktisch, im Notfall auch vor Ort einen Job annehmen zu können.

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 22 Prozent über denen von Deutschland
  • Besonders ein Restaurantbesuch ist deutlich teurer. Je nach Lokalität kostet ein Gericht zwischen 8 und 23 Euro

Antigua & Barbuda: Nomad Digital Residence (NDR)

Du willst jeden Tag im Jahr an einem anderen Strand verbringen? Kein Problem, denn praktischerweise hat der Inselstaat in der Karibik genau 365 davon.

Die wichtigsten Visa-Eckdaten im Überblick:

Antigua & Barbuda: Für Paare

  • Visa-Kosten: Einzelperson 1.500 US-Dollar (~1.260 Euro).
  • Günstigere Visa-Kosten für Paare: 2.000 US-Dollar (~1.680 Euro)
  • Ein erwartbares Jahreseinkommen von 50.000 US-Dollar (~42.074 Euro)
  • Mit der „NDR“ kannst du bis zu 2 Jahre im Land bleiben
  • Nachweis einer Krankenversicherung
  • Nachweis, dass du selbstständig bist oder außerhalb des Landes fest angestellt bist

Bisher ist der karibische Inselstaat als beliebtes Flitterwochen-Ziel bekannt. Als Hotspot für digitale Nomaden muss er sich erst noch beweisen. Ob dies dank der Nomad Digital Residence klappt, bleibt abzuwarten. Die Landessprache ist Englisch, das ist schon mal eine gute Voraussetzung.

Saint Johns Antigua und Barbuda
Saint John’s die Hauptstadt von Antigua und Barbuda

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 25 Prozent über denen von Deutschland
  • Ein Mittagessen gibt es ab ungefähr 7,90 Euro
  • Ein Cappuccino kostet rund 4,50 Euro

Upcoming: Länder, die Visa für digitale Nomaden planen

Bist du enttäuscht, weder Bali noch Thailand auf der Liste gefunden zu haben? Bekanntlich lassen diese zwei Destinationen das Herz der meisten digitalen Nomaden höher schlagen.

Doch wir können dich aufmuntern. Es ist zu erwarten, dass im Laufe des Jahres noch mehrere Länder Visa für digitale Nomaden launchen werden. Unter diesen sind auch Indonesien, Thailand und Buenos Aires. 

Buenos Aires: BA Digital Nomad Program

In Zukunft wird dir der Visa-Run nach Uruguay erspart bleiben, denn das neue Visum soll einen Aufenthalt von bis zu 12 Monaten ermöglichen. Details bzgl. der genauen Beantragung des Visums und der konkreten Voraussetzungen stehen aktuell noch aus. 

Die Regierung ist jedoch bereits mit einer entsprechenden Webseite live gegangen. Auf BA Global liest du alle wissenswerten Informationen für digitale Nomaden. Auch die Visa-Bedingungen wirst du dort bald nachlesen können.

Darüber hinaus befinden sich auf der Webseite Infos zu Unterkünften, Co-Working-Spaces und mehr. Du kannst außerdem gratis ein Willkommenspaket beantragen – mit Sim-Karte und Vergünstigungen für bestimmte Dienstleistungen. 

Besonders gerne treffen sich Nomaden und Auswanderer in einem der zahlreichen Cafés in den Stadtteilen Palermo oder Recoleta

Buenos Aires Cafe
Palermos Cafés sind ein beliebter Treffpunkt für digitale Nomaden

Lebenshaltungskosten

Grundsätzlich kämpft Argentinien schon seit Jahren mit einer sehr hohen Inflationsrate. Diese ist während der Pandemie zunächst zurückgegangen. Unter anderem war dies der Fall, weil die Regierung Preise für Wasser, Strom und Gas vorübergehend eingefroren hat. 

Grundsätzlich lebst du in Buenos Aires etwa 40 Prozent günstiger als in Deutschland. Auf konkrete Preisbeispiele verzichten wir hier jedoch, da die Preise aufgrund der Inflation volatil sind und sich sehr kurzfristig ändern können.

Thailand: Smart-Visa

In Thailand sollst du als digitaler Nomaden bald das „Smart Visa“ beantragen können. Die Aufenthaltserlaubnis wäre der Hammer: Es soll bis zu vier Jahre gültig sein.

Chiang Mai Thailand
Chiang Mai ist besonders beliebt bei digitalen Nomaden

Thailand ist schon seit langem eines der beliebtesten Ziele unter digitalen Nomaden. Besonders Chiang Mai, Bangkok und verschiedene Inseln stehen hoch im Kurs. Darunter Koh Lanta und Koh Samui.

Auf Koh Lanta befindet sich auch der Co-Working-Space KoHub, der unter Nomads für seine Community bekannt ist. Hier gibt es nicht nur einen Arbeitsplatz, es finden auch regelmäßig gemeinsame Events statt. 

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 40 Prozent niedriger als in Deutschland
  • Streetfood bekommst du bereits ab rund 1 Euro
  • Kaffeevariationen kosten im Durchschnitt 1,60 Euro

Indonesien: Visum mit bis zu 5 Jahren Gültigkeit

Für alle Bali-Liebhaber klingt der Plan der indonesischen Regierung – ein Visum für bis zu 5 Jahren anzubieten – nach einem Traum. 

Indonesien Guide Natur auf Bali
Indonesien: Visum mit bis zu 5 Jahren Gültigkeit

Doch sollten die aktuell geplanten Voraussetzungen bestehen bleiben, wird es für viele vermutlich auch nur ein Traum bleiben. Denn um ein solches Visum zu erhalten, müsstest du nach aktuellen Stand eine Summe von 142.300 US-Dollar (~120.000 Euro) als eine Art Kaution hinterlegen.

Wir informieren dich hier über die aktuellen Entwicklungen. Gleichzeitig drücken wir die Daumen, dass sich die Bedingungen noch zum Guten wenden.

In Indonesien ist Bali unumstritten der Hotspot. Yoga-Fans zieht es nach Ubud, Surfer nach Canggu. Dazu gibt es viele preiswerte Restaurants, die sich auf gesunde und vegane Küche spezialisiert haben.

Lebenshaltungskosten

  • Etwa 40 Prozent niedriger als in Deutschland
  • Streetfood bekommst du bereits ab 1,50 Euro

Die Vorteile der Remote-Work-Visa im Überblick

Besonders seit Beginn der Pandemie buhlen Länder weltweit verstärkt um die Gunst digitaler Nomaden. Die Touristen bleiben aus und ortsunabhängiges Arbeiten hat einen nie dagewesenen Aufschwung erfahren. Gleichzeitig erkennen mehr und mehr Länder den Nutzen von Remote-Workern für ihre eigene Wirtschaft.

Ob Costa Rica, Dubai oder Insel-Staaten in der Karibik – sie alle versuchen Freelancer und digitale Nomaden mit speziellen Visa zu locken. Denn diese ermöglichen dir die Einreise auch während der Pandemie. Ein großer Vorteil, da aktuell viele Länder die touristische Einreise verbieten.

Während der Recherche stößt du auf vielfältige Bezeichnungen: 

  • Visum für digitale Nomaden,
  • Remote-Work-Visa oder
  • Visa für Freelancer.

Gemeinsam haben sie jedoch alle eins: Jeder, der ein Visum erhält, darf deutlich länger im Land bleiben als mit einem gewöhnlichen Touristen-Visum. Häufig werden die Visa für eine Dauer von einem Jahr ausgestellt – mit der Möglichkeit auf Verlängerung.

Zusätzlich stellen die neuen Visa eine Anpassung an die Anforderungen der Zeit dar. Denn bisher wurden digitale Nomaden in den Visa-Bestimmungen der meisten Länder nicht berücksichtigt. Es blieb dir also nichts anderes übrig: Du musstest als Tourist einreisen.

Doch mit einem Touristen-Visum zu arbeiten, ist juristisch nicht vorgesehen. Mit den neuen Visa für digitale Nomaden werden nun offizielle und legale Wege für die Einreise geschaffen.

Fazit: Als digitaler Nomade weltweit zu Hause fühlen

Viele der Visa in unserer Liste sind weniger als ein Jahr alt. Wir rechnen damit, dass weitere Ländern folgen werden und halten dich darüber auf dem Laufenden. Vor allem die Entwicklung in den digitalen Nomaden Hochburgen Thailand und Bali bleibt spannend.

Während einige Visa tatsächlich vielversprechend sind, können andere weniger punkten. Diese haben es daher nicht in unsere Liste geschafft. Darunter zum Beispiel die Cayman Islands. Hier ist nicht nur das Visum selbst sehr teuer, zusätzlich ist auch ein Jahresverdienst von mindestens 100.000 US-Dollar (~85.000 Euro) erforderlich. 

Wir finden, dass die Remote-Work-Visa den Globus für digitale Nomaden zu einem großen Zuhause formen. Wer länger an einem Ort bleiben möchte, hat jetzt in vielen Ländern auch offiziell die Möglichkeit dazu. 

Wenn du lieber als Perpetual Traveler unterwegs bist und durch die Weltgeschichte reisen möchtest, kannst du das ebenfalls tun. Du musst nur etwas öfter Visa-Anträge ausfüllen – oder den legalen Weg umgehen und weiterhin das Touristen-Visum verwenden.

Welches Visum ist für dich am attraktivsten? Von welchem Land wünschst du dir, dass es bald ein Visum für digitale Nomaden gibt? Sag’ es uns in den Kommentaren!

*Die ermittelten Lebenshaltungskosten stammen von der Website https://www.wohin-und-wann.de (Stand: April 2021)

Dein Experte
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Arne Preuß

Moin, Moin! Ich bin Arne und komme aus einem Kuhdorf in Schleswig-Holstein. Gelebt habe ich schon in Hamburg, Spanien, Berlin, Malta und gerade ist meine Homebase in Zypern. Mehr über Arne Preuß

Moin, Moin! Ich bin Arne und komme aus einem Kuhdorf in Schleswig-Holstein. Gelebt habe ich schon in Hamburg, Spanien, Berlin, Malta und gerade ist meine Homebase in Zypern. Mehr über Arne Preuß

3 Kommentare

    Moin moin,

    hat schon mal jemand Erfahrungen damit gemacht irgendwo mit einem Touristenvisum eingereist zu sein und dann aber digital z.B. in Deutschland gearbeitet zu haben?

    Gruß
    Maxi

    Hallo Arne,

    wie macht man als digitaler Nomade die Steuererklärung in den jeweiligen Ländern, nachdem man für diese das jeweilige Visum hat? Ist es in jedem dieser Länder möglich, diese auf englisch auszufüllen?

    Arne

    Hi Karin,

    danke für deine Nachricht! … nun, es ist kompliziert. Normalerweise zahlt man Steuern in dem Land, in dem man registriert ist…als digitaler Nomade ist man nicht unbedingt irgendwo registriert. In diesem Fall zahlt man Steuern auf das weltweites Einkommen, wo sich dein Lebensmittelpunkt befindet (z.B. dort, wo deine Mietwohnung ist oder wo du mehr als 180 Tage im selben Land verbringst).

    Es ist leider nicht möglich, eine allgemeine Antwort auf diese Frage zu geben. Die beste Lösung in diesem Fall ist, einen Steuerberater vor Ort zu fragen.

    Schöne Grüße
    – Team Planetbackpack

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