Von Bullshit zu Junkie: Wie Yoga & Meditation mein Leben (und meine Reisen) verändert haben

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Wann hast du das letzte Mal für 10 Minuten nichts gemacht?
Wann hast du das letzte Mal deinen Körper richtig gespürt?
Wann hast du das letzte Mal an nichts gedacht?
Wann bist du das letzte Mal richtig bewusst durch alle Emotionen, die in dir leben, durchgegangen?
Wann hast du dich das letzte Mal so richtig bei dir selbst gefühlt?

 

Die längste Zeit meines Lebens dachte ich, dass Yoga und Meditation nur was für Hippies und Esoteriker sind, dass beides irgendwie Bullshit ist und ich sowas nicht in meinem Leben brauche.

Heute kann ich mir ein Leben ohne Yoga und Meditation nicht mehr vorstellen. Beides sind wichtige Teile von mir selbst geworden, haben mich auf einen Weg gebracht, der zu mir selbst führt. Der wichtigste überhaupt.

I’m a Yogi Eso-Hippie und mega stolz drauf!

 

Meine Story: Wie ich zum Yoga- und zum Meditations-Junkie wurde

So kam Yoga in mein Leben

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Von 2007 an hatte ich sehr schlimme Magenprobleme, bin von Arzt zu Arzt und Therapeut zu Therapeut – niemand konnte mir helfen. Das ganze ging soweit, dass ich einige Zeit kaum mehr viel essen konnte ohne große Schmerzen danach zu bekommen, bis auf ein paar sehr einseitige Mahlzeiten.

Zudem hatte ich als groß gewachsene Frau mit 178cm regelmäßig Rückenschmerzen und eine schlechte Haltung.

2008 habe ich zufällig eine Yoga-DVD (Power Yoga mit Ursula Karven) bei meiner Mutter im Wohnzimmer gefunden und sie gefragt, ob ich sie mir ausleihen könnte, zuzüglich der unbenutzten Yogamatte, die ich im Keller bei ihr gefunden hatte. Irgendwie war ich neugierig, was Yoga so ist.

Daraufhin habe ich angefangen mit der DVD ab und an Yoga zu machen und habe in der Zeit auch Online-Yoga entdeckt. Schon nach dem ersten Mal Yoga mit mir alleine in meiner Wohnung in Salzburg damals, habe ich gemerkt, wie es meinem Körper und besonders meinem Magen gut tat.

Die Stunden nach dem Yoga waren die schmerzfreisten nach langer Zeit und langsam konnte ich anfangen wieder mehr zu essen.

(Schlussendlich verflüchtigten sich meine Magenprobleme nach meinem Coming Out 2010 langsam von alleine, als ich endlich anfing meine wirkliche Identität und Sexualität zu leben. Mittlerweile habe ich überhaupt keine Beschwerden mehr!)

So richtig aber verankerte sich Yoga noch nicht in mein Leben, meist kam mein Enthusiasmus in Phasen, besonders wenn es mir körperlich nicht so gut ging.

Ins Yogastudio habe ich mich die ersten Jahre überhaupt nicht getraut, denn von den Yogis dort, über die ich nichts wusste, war ich allein schon beim Gedanken an sie völlig eingeschüchtert (mein Selbstbewusstsein war vor einigen Jahren noch nicht sehr ausgebildet…).

Das erste Mal richtig Yoga mit einer Lehrerin machte ich am Lago de Atitlan in Guatemala – aber ich fand das alles viel anstrengender als mein DVD- und Online-Yoga, so dass ich nicht sehr begeistert davon war.

2011 hat meine gute alte Freundin Diana Thielen dann angefangen in Berlin Yoga-Unterricht zu geben. Als loyale Freundin wollte ich sie in ihren Anfängen unterstützen, habe ihr als Freundin vertraut und bin so oft es ging in ihre Klassen gegangen. Meine erste richtige Erfahrung mit Yogastunden!

2012 und 2013 habe ich dann auch angefangen zum Anfänger-Unterricht bei Yoga für Dich in Berlin zu gehen.

Doch oft waren auch ein paar Monate zwischen meinen Yoga-Aktivitäten. So richtig konsequent und inbrünstig überzeugt war ich einfach nicht dabei: Das Om-Singen fand ich immer noch komisch, in Shavasana bin ich oft eingeschlafen und den Downward Dog fand ich irgendwie doof.

Und dann kam eine schmerzhafte Trennung im Februar diesen Jahres. Ich wusste nicht mehr richtig ein und aus in der Zeit, die Gedanken sind in meinem Kopf ständig Achterbahn gefahren und das ganze hat mich regelmäßig zur emotionalen Verzweiflung getrieben. Ich war erschöpft und brauchte etwas, das mich runterbringt, mir hilft im Kopf ruhig zu werden, damit ich zumindest ab und an eine Pause von meinem inneren Drama bekam.

Also fing ich wieder an ins Yoga zu gehen. So oft es ging, mehrmals die Woche, manchmal bis zu fünf Mal. Denn: Es half. Ich kam runter. Mein Kopf wurde ruhiger. Ich fühlte weniger Schmerz. Ich war für 90 Minuten abgelenkt.

Für einige Wochen habe ich unterschiedliche Yogastile, Lehrer und Studios ausprobiert um herauszufinden, was mir am besten gefällt und was für mich gut ist. Nicht jeder Lehrer ist für jeden was, nicht jeder Stil macht jedem Spaß.

Hängengeblieben bin ich schlussendlich bei Jivamukti Yoga und dem Peace Yoga-Studio in Kreuzberg.

Aber ich mache auch sehr gerne Vinyasa Flow und Yin Yoga.

Ich habe auch angefangen mir Bücher über Yoga zu kaufen, Yogablogs und -magazine zu lesen. Der Tag an dem ich mir im Februar meine erste richtige Yogamatte gekauft habe, werde ich auch nie vergessen.

Seit fast 10 Monaten ist Yoga nun tief in mir verankert:

Ich versuche mehrmals die Woche (2-4 Mal) in Yoga-Unterricht zu gehen – egal ob ich auf Reisen bin oder in Berlin. Zwischendrin schiebe ich hier und da kurze Sessions (15-30 Minuten) mit mir alleine ein, sei es in meiner Wohnung in Berlin oder in einem Hotelzimmer auf dieser Welt.

Ich liebe es Om und andere Sanskrit-Mantras zu singen. Shavasana nutze ich nun zum meditieren. Und im Downward Dog fühle ich mich pudelwohl zuhause und hänge liebendgern für lange Zeit in der Stellung.

Anfang des Jahres dachte ich noch: “Handstand gegen die Wand und Kopfstand schaffst du nie!” Ein paar Monate später sind sie zwei meiner liebsten Übungen (Asanas)! Krass, oder?

Yoga und ich haben lange gebraucht um diese Verbindung zueinander aufzubauen. Aber dafür ist sie nun so tief wie noch nie.

 

Mein Weg zur Meditation

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Auch mein Beziehung zur Meditation nahm ihren Anfang während einer persönlichen Krise nach der Trennung meiner ersten richtig großen Liebe im Mai 2012.

Rückblickend waren Trennungen für mich jedes Mal große Katalysatoren für unglaublich Entwicklungen in mir selbst (und mein Business!).

Ich fing an mich mit Meditation zu beschäftigen um meinen Kopf und seine tausende Affen ruhig zu stellen. Ich war es so leid ständig über die Trennung nachzudenken und zu analysieren und mir mit meinen eigenen Gedanken selbst weh zu tun.

Meine ersten Schritte damit waren ein Meditationsretreat mit meiner Mum für eine Woche.

Dann entdeckte ich einen Podcast und saß damit am Strand auf Koh Tao jeden morgen um zu meditieren und mehr darüber zu erfahren.

Eine Freundin von mir nahm mich jeden Sonntag Abend mit ins Buddhistische Zentrum Lotos Vihara in Berlin, wenn ich in der Stadt war.

Die ersten zwei Jahre nutzte ich Meditation aber meist nur, wenn es mir nicht gut ging. Ich war noch weit von einer täglichen Praxis weg, obgleich ich sie so gern wollte. Aber irgendwie war es mir nicht möglich eine tägliche Meditations-Routine in mein Leben zu integrieren. So sehr ich es auch versuchte, mehr als 2-3 Tage hintereinander bekam ich es einfach nicht hin.

Dann kam mein Coach Ashley Paquin in mein Leben und damit jemand, der mich dazu brachte eine tägliche Morgenroutine zu etablieren:

  • Heißes Wasser mit Zitrone
  • Morgenseiten schreiben
  • 15 Minuten Meditation

Und noch wichtiger: Sie zieht mich wöchentlich zur Rechenschaft. Auch wenn ich nicht immer erfolgreich bin mit meinem täglichen Vorhaben – hier und da gibt es ein oder zwei Tage die Woche, wo ich es nicht schaffe – Meditation ist nun fester Bestandteil von mir und meinem Leben.

Ich habe mich von 2 Minuten Meditation hin zu 20 Minuten gesteigert – jede Woche ein paar Minuten mehr am Tag. Derzeit ist 15 Minuten für mich die optimale Zeit. Manchmal mache ich auch länger, je nachdem wie ich mich fühle und was ich brauche.

Wie ich meditiere?

Ich setze mich auf ein Kissen am Boden, stelle meinen Timer und schließe meine Augen. Zuerst gehe ich in meinen Körper, erde mich während ich meine Beine und meinen Po auf dem Boden spüre, meine Hände auf meinen Knien. Dann atme ich einige Male tief ein und aus.

Was danach kommt, hängt meist davon ab, wie es mir an dem Tag geht. Manchmal sage ich mir einfach nur im Kopf „Lass los…“ oder versuche auf meinen Atem zu achten (zum Beispiel auf meiner Brust oder im Bauch). Manchmal gehe ich in ein liebevolles Zwiegespräch mit mir selbst und frage mich, wie es mir geht und was ich brauche – oft kommen die Antworten ganz von alleine. Manchmal sage ich mir ein Mantra vor. Manchmal beobachte ich einfach nur, welche Gedanken kommen und gehen.

Jedes Mal, wenn ich von zu vielen Gedanken abgelenkt werde, erde ich mich erst wieder in meinem Körper mit den Berührungspunkten (wie am Anfang) bevor ich mich wieder auf meinen Atem konzentriere.

Ich meditiere so, wie es sich gut anfühlt. Ich mache mir selbst keine wirklichen Regeln, sondern höre auf mein Inneres.

 

Wie Yoga und Meditation mein Leben verändert haben

1. Sie haben mich in tiefen Kontakt mit meinem Körper gebracht

Ich spüre ständig all meine Körperteile, weiß wie es meinem Körper und meinem Herz geht. So kann ich gezielt auf beide eingehen und versuchen ihnen immer das Beste zu geben.

Mit der Zeit wird der Körper durch Yoga und Meditation sensibler. Mittlerweile kann ich nicht mehr so ungesund essen wie vorher oder so viel Alkohol trinken – die Effekte spüre ich sehr schnell.

Wenn ich ein paar Tage kein Yoga mache oder zwei Tage hintereinander nicht meditiere, merke ich zudem, wie ich die Verbindung zu meinem Körper und meinem Herzen verliere. Ein Zeichen dafür, beiden wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen wieder näher zu kommen.

 

2. Sie holen mich aus dem Kopf und entstressen mich

Ich, Conni Biesalski, denke mit ungefähr 300km/h in meinem Kopf. Es geht ständig rund da drin. Viele gute Sachen tummeln sich dort, aber oft auch noch viel mehr negative Gedanken, besonders an schlechten Tagen.

Yoga und Meditation sind die einzigen zwei Techniken, die mir wirklich helfen, meine innere Autobahn und Affenzoo zu verlassen.

Mein Resistenzlimit für Stress ist von Grund auf als recht sensibler Mensch sehr niedrig. Schnell werden mir Dinge, mein Business und mein Leben zu viel und ich fühle mich dann schnell überfordert und ausgelaugt. Dank Yoga und Meditation kenne ich meine Grenzen nun besser, merke schneller wann meine Batterien leer laufen. Das hilft mir, mich besser vor Stress zu schützen und bewusster mit meinen Energien und Ressourcen umzugehen.

Zudem sind mehrere 90-minütige Yogastunden pro Woche für mich ein wichtiger Ausgleich von der Arbeit am Laptop. Während ich auf der Matte bin, ist nichts anderes wichtig – keine E-Mails, keine Deadlines, keine ToDo-Listen.

 

3. Sie sind Teil meines Lifestyles auf Reisen geworden

Egal wo ich mittlerweile hinreise, ich schaue vorher immer nach Yogastudios bzw. ob irgendwo Yogastunden angeboten werden.

Meist ist es unglaublich interessant, die Yogaszenen an anderen Orten und anderen Städten kennenzulernen, zudem treffe ich hier und da auf andere Reisende Yogis und genieße es, viele unterschiedliche Yogalehrer und -stile zu begegnen.

Meine Reiseyogamatte ist mein ständiger Begleiter, ohne sie reise ich nirgendwo hin.

Ein Grund, weshalb ich nicht mehr in Dorms schlafen möchte, ist, dass ich oft Yoga alleine mache und jeden Morgen Ruhe brauche um zu meditieren – das geht am besten in einem Privatzimmer nur für mich.

In einigen Wochen reise ich nach Mexiko für einen vierwöchigen Yoga- und Meditationsretreat. Auch zukünftig werde ich Kursen und Retreats in dieser Richtung hinterherreisen.

 

4. Ich lebe gesünder und bewusster

Je mehr sich Yoga und Meditation in mein Leben integriert haben, desto mehr wurde alles zu einem holistischen Lifestyle. Mein Körper ist mir wichtiger geworden und daher meine Ernährung: Obgleich ich schon mein Leben lang Vegetarierin bin, esse ich mittlerweile zu etwa 80% vegan – einfach weil sich mein Körper dadurch besser anfühlt.

Meine zwei Sünden sind immer noch Rauchen und Alkohol, aber auch hier weiß ich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis beides aus meinem Leben verschwinden – es passiert langsam fast automatisch Schritt für Schritt. Nur noch äußerst selten trinke ich sehr viel oder habe einen Kater am nächsten Tag.

Dafür trinke ich keine Softdrinks wie Cola mehr, nehme so wenig wie möglich Zucker, frittierte Speisen, Chips und anderes Fastfood zu mir. Mein Fokus ist auf frisches, nicht verarbeitetes Essen, weniger Kohlenhydrate in Form von Pasta und Brot hin zu viel Früchten und Gemüse.

 

5. Ich habe mehr Geduld – mit mir und anderen

Früher war ich ein unglaublich ungeduldiger Mensch, wurde schnell wütend und war in null komma nichts angenervt.

Dank Meditation und Yoga bin ich so viel ruhiger und friedlicher geworden, nichts bringt mich mehr so krass schnell aus der Ruhe wie damals, ich bin gelassener und entspannter.

Mein Leben und das meiner Mitmenschen ist damit um soviel lebenswerter geworden und es tut gut, die Dinge nicht mehr so ernst zu nehmen.

(Scheitern erlaubt ;))

 

6. Ich bin mehr im Jetzt

Je mehr ich angefangen habe mich mit Meditation auseinander zu setzen, desto mehr habe ich festgestellt, wie wenig ich im Jetzt bin – besonders als jemand, der ständig im Kopf Achterbahn fährt. Zu 99% reise ich damit nämlich in der Vergangenheit oder der Zukunft umher, aber so gut wie nie wirklich im jetzigen Moment, wie gerade:

Ich sitze auf einem Stuhl, der sich drehen lässt, in dem einzigen Restaurant am Flughafen in Yangon, Myanmar. Meine Finger berühren schnell die Tasten meines Macbook Airs. Vor mir hat der Kellner gerade meinen Limettensaft abgestellt. Mein Magen hat Hunger, da ich heute aus Reisegründen noch nichts gegessen habe (es ist 16:21 Uhr). Ich spüre ein wenig die Klimaanlage auf meiner Haut. Viele Stimmen, viele Menschen, viele Energien. Ich spüre meinen Rücken auf dem Stuhl. Mein Hals ist ein wenig verspannt. Ich fühle mich ruhig und fühle meine Freude, morgen meine Mutter und meinen Bruder in Thailand zu sehen. Ich spüre Dankbarkeit für all die Dinge, die ich in den letzten 9 Tagen in Myanmar im Außen und besonders in meinem Inneren erfahren durfte.

DAS ist mein Jetzt, der einzige Moment, der wirklich wichtig ist.

Alles andere ist unwichtig, sind Illusionen und Gedankenkonstrukte, die meinen Kopf mit Gewicht füllen. Im Jetzt fühle ich mich am wohlsten. Im Jetzt erfahre ich meine Reisen tief, so tief. Im Jetzt ist meine Seele zuhause.

 

7. Die große Erkenntnis: Ich bin nicht meine Gedanken!

Wir identifizieren uns so arg mit unseren eigenen Gedanken und nehmen sie so ernst, als wären sie die einzige Wahrheit. Ich kann da nur sagen: Bullshit.

Denn zu realisieren, dass ich NICHT meine Gedanken bin, und sie nur artifiziell sind, hat mir geholfen, mich und besonders viele Glaubenssätze und Negatives nicht als das Wahre anzunehmen. Ich selbst bin Herrscher meines Kopfes und somit meiner Realität.

Gedanken sind wie Wolken, die vorbeiziehen. Es liegt an mir sie zu formen und meine Erlebnisse damit zu labeln.

Die Erkenntnis, dass ich nicht meine Gedanken bin, bedeutet auch, dass ich nicht mein Blog bin, mein Business, meine Reisen, mein Aussehen, mein Bankkonto, meine Facebook-Likes… Das hilft mir, mich weniger über Äußerlichkeiten zu identifizieren. Ich bin nicht Planet Backpack, ich bin nicht meine kurzen Haare. Ich bin Conni.

 

8. Sie sind meine Werkzeuge, wenn ich durch Krisen gehe

Die letzten paar Jahre waren ganz schön anstrengend für mein Herz. Aber ich bin jetzt so gut ausgerüstet wie noch nie, durch harte Zeiten zu gehen.

Yoga und Meditation schützen mich nicht vor emotionalem Leiden und tiefen Lebensphasen, aber sie helfen mir besser mit ihnen umzugehen. Allein das ist für mich eine unglaubliche Erleichterung, denn so habe ich weniger Angst vor allem, was in meinem Leben passieren kann.

 

9. Bessere Körperhaltung – besseres Leben

Ich kann nicht abstreiten, dass ich es genieße einen schöner geformten Körper durch Yoga zu bekommen. Fakt ist aber auch, dass ich mich fitter und gesünder fühle wie nie zuvor in meinem Leben. Ich liebe meinen Körper endlich und genieße es, mich im Spiegel anzuschauen.

Das Beste daran ist aber, dass ich einen geraderen Rücken und aufgerichtetere Schultern bekommen habe – und damit fühle ich mich rundum wohler und selbstbewusster. Als groß-gewachsene Frau hatte ich mein Leben lang Probleme mit meinem Rücken, meiner Haltung und verkürzten Muskeln (schnelles Wachstum als Kind). Die beste Lösung dafür ist für mich Yoga.

 

10. Ich kann endlich mit mir alleine sein

Früher habe ich so gut wie alle Situationen vermieden, in welchen ich länger alleine sein musste. Ich bin zwar viel alleine gereist, aber konnte das Alleinsein an sich nur schwer genießen und habe ständig nach Anschluss gesucht.

Oft hatte ich große Angst in Momenten des Alleinseins, habe mich schlecht und unwichtig gefühlt.

Meditation hat mir geholfen, mich mit diesen Gefühlen auseinander zu setzen.

Mittlerweile genieße ich es alleine zu sein, ich fühle mich nicht mehr einsam, sondern erkenne, dass ich mir genug bin, und ich meine eigene Gesellschaft liebe. Ich suche nun aktiv Zeiten des Rückzugs.

Und wenn ich mich doch mal einsam fühle? Verbinde ich mich mit mir und diesem Gefühl in einer Meditation oder rolle meine Yogamatte aus.

 

11. Sie geben mir eine Routine im Leben

Als Digitale Nomadin ohne 9-5 Alltag und anderen vorgegeben Strukturen ist es nicht immer leicht komplett ohne Routine zu sein. Einige Zeit nach meinem Start in die Ortsunabhängigkeit habe ich mich gegen jegliche Routinen gesträubt, da ich meine neugewonnene Freiheit wie eine Anti-Revolution empfand.

Doch dann habe ich erkannt, dass ich besser produktiv arbeiten kann und meine Tage besser nutzen kann, wenn ich mir ein wenig freiwillige Routine einrichte.

Meine Tage nach dem Aufstehen mit meiner Morgenroutine zu starten ist der beste Einstieg für mich in alles, was danach passiert. Sie erdet mich und gibt mir Kraft. Als Routine mehrmals die Woche ins Yogastudio zu gehen bedeutet für mich Verantwortung für mich und meinen Körper zu übernehmen und gibt mir Auszeiten von meinem sonst sehr aktiven Leben.

 

12. Vergleichen und Konkurrenzdenken sind unbekannte Wörter geworden

Yoga hat mich demütig gemacht. Es gibt immer andere Yogis im Unterricht, die so viel besser sind als ich. Nicht immer komme ich in jeder Yogastunde jeder Übung hinterher oder mein Körper bekommt einfach nicht alle Stellungen hin – dann gehe ich in die Stellung des Kindes, ohne mich minderwertig zu fühlen oder mir einzureden, dass ich nicht gut genug bin.

Ich habe gelernt mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen. In der Yogastunde achte ich nur auf mich und ignoriere alle um mich herum.

Das hat sich auch auf mein Leben und alle andere Bereiche wie zum Beispiel Business übertragen. Das wichtigste ist, dass ich mich auf mich selbst fokussiere, egal was ich mache und an mir selbst arbeite – völlig unabhängig davon was andere tun, sei es nun Yogis, andere Blogger oder Unternehmer.

 

13. Ich kenne Conni nun so viel besser und tiefer wie noch nie

Wenn ich ein paar Jahre zurück denke, dann erkenne ich jetzt, wie wenig ich in Verbindung zu mir selbst war mein Leben lang.

Durch Yoga und Meditation habe ich die Möglichkeit bekommen, eine intensive Beziehung zu mir und allem was mich ausmacht aufzubauen – besonders auch zu meinen Schwächen und Schmerzpunkten.

Die wichtigste Beziehung ist die zu uns selbst. Wie lange habe ich das nicht kapiert! Jetzt weiß ich es und finde es spannend immer weiter auf eine tiefere Reise mit mir selbst zu gehen.

Die Frage “Wer bin ich?” kann ich dir immer besser beantworten, denn ich weiß nun so viel besser, was mir gut tut und was nicht, was ich brauche, was mich glücklich macht, woran ich noch zu arbeiten habe.

 

14. Ich verurteile weniger, bin freundlicher und denke positiver

Yoga und Meditation haben meine gesamte Grundstimmung verändert. Ich habe gelernt, Dankbarkeit zu fühlen – für die positiven, wie negativen Dinge.

Besonders auch die Auseinandersetzung mit dem Buddhismus hat meine innere Einstellung auf das Leben und die Menschen um mich herum beeinflusst.

Die Welt ist für mich nun ein so viel schönerer Ort, jeder Mensch ein so viel schöneres Wesen.

Danke.

“Be Kind. Everyone you meet is fighting a hard battle.”

 

15. Sie haben mich Selbstfürsorge gelehrt

Yoga und Meditation sind für mich zwei der höchsten Formen der Selbstliebe. Diese Zeiten sind nur mir gewidmet, ich tue das alles nur für mich.

Selbstliebe und Selbstfürsorge sind zwei Sachen, die ich derzeit erst so richtig lerne. Die meiste Zeit meines Lebens war ich mein größter Feind und Kritiker, mit einer Stimme im Kopf, die oft nicht sehr nett war, im Gegenteil, oft sehr böse. Ich habe mich und meinen Körper vernachlässigt, meine Gefühle ignoriert, mich selbst schlecht geredet, war oft gemein zu mir.

Es ist nicht lange her, dass ich diese sehr schmerzhafte Erkenntnis hatte. Doch sie hat mich auf den Weg der Selbstliebe geführt, die wir alle so sehr brauchen und uns doch nicht genug geben. Ich wusste selbst lange nicht, wie.

Jetzt weiß ich, dass Yoga und Meditation zwei von vielen Wegen sind, mir zu zeigen, dass ich mich selbst liebe und ich mir selbst wichtig bin. Das macht es noch viel einfacher sie zu meinen obersten Prioritäten im Leben zu machen.

 

Die meisten dieser Effekte erfahre ich ausserhalb meiner Meditations- und Yogapraxis, ich erlebe und sehe sie im täglichen Leben.

Und das Tolle an allem:

Ich lerne und lerne und lerne. Yoga und Meditation haben mich auf einen spirituellen Weg gebracht, der mir mehr Einsichten eröffnet hat, wie nichts anderes in meinen Leben zuvor.

Ich bin unendlich dankbar dafür, dass mir durch persönliche Krisen die Offenheit geschenkt wurde, Yoga und Meditation in mein Leben zu holen. Beide haben mich und mein Leben in ungeahnten Weisen verändert.

Ich bin nicht mehr die Conni, die ich vor drei Jahren war – ich fühle mich wie ein neuer Mensch und darf die Welt und mich mit neuen Augen erleben.

 

Ich lebe intensiver. Ich reise intensiver. Ich fühle intensiver. Ich BIN intensiver.

Und jeden Tag entwickle ich mich dadurch immer mehr in die Person, die ich schon immer bin. Das ist für mich der Sinn des Lebens.

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Hier noch ein paar weiterführende Links:

 

Tipps für Einsteiger

Ich bin kein Yoga- oder Meditationslehrer, aber ich habe in den letzten Jahren viel gelesen und vor allem unglaublich viel ausprobiert und im Zuge dessen viel gelernt.

Hier einige Erfahrungen und Schlüssellektionen meinerseits, die mir sehr geholfen haben:

 

Wie du am Besten mit Meditation anfängst

  • Jeder kann meditieren: Wir alle, auch ich, habe tausend Affen in ihren Köpfen herumspringen. Meditation ist für niemanden “einfach”, aber jeder kann es lernen und anwenden. JEDER. Die Ausrede “Ich kann nicht meditieren” lasse ich einfach nicht gelten.
  • Um das Einschlafen der Füße und Beine zu verhindern: Setz dich erhöht auf ein Kissen und lege die Beine voreinander (nicht im Schneider- oder Lotussitz)
  • Meditiere täglich wenn möglich zur selben Zeit: Es geht nicht um die Länge oder Intensität der Meditation, sondern um die Konsistenz. Jeden Tag drei Minuten sind besser als zwei Mal die Woche 15 Minuten.
  • Nutze angeleitete Meditationen: Siehe Links weiter unten.
  • Fang klein an: Starte mit einer Minute am Tag und achte auf deinen Atem und deinen Körper (Bodyscan)
  • Experimentiere mit verschiedenen Meditationstechniken: Finde heraus, welche Art der Meditation, die am meisten liegt.
  • Finde eine Meditationsgruppe: In jeder etwas größeren Stadt findest du über Google und Meetup.com Meditationsgruppen oder Buddhistische Zentren.
  • Lies Bücher über Meditation: Meditieren – Freundschaft schließen mit sich selbst10% HappierThe Miracle of MindfulnessIm Alltag Ruhe finden – Meditationen für ein gelassenes Leben und Meditation für Skeptiker: Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst
  • Keine Meditation ist eine schlechte Meditation: Auch ich strauchle mit Gedanken während ich meditiere, immer. Sie sind einfach da und ich habe aufgehört dagegen anzukämpfen. Aber ich bin mir ihnen bewusster. Das Ziel ist nicht die Gedanken abzuschalten, sondern immer und immer wieder zu dir, deinem Körper und deinem Atem (oder deinem Mantra etc) zurückzukommen.

 

So steigst du ins Yoga ein

  • Melde dich für einen Yogakurs für Anfänger in deiner Stadt an
  • Probier unterschiedliche Yogastudios, -lehrer und -stile aus
  • Gehe mindestens zwei Mal die Woche
  • Kauf dir eine eigene Yogamatte, z.B. von Jade oder Manduka (wichtig: rutschfest und gutes Material – ich würde direkt lieber ein paar Euro mehr investieren statt erst eine Billigmatte zu kaufen)
  • Vergleiche dich nicht mit anderen in der Klasse
  • Beim Yoga geht es nicht darum, wie flexibel du bist! Das kommt mit der Zeit von alleine. Auch wenn du etwas fülliger bist, ist Yoga eine tolle Sache!! Lass dich auf gar keinen Fall von den dünnen, superdehnbaren Yogis abschrecken! Yoga ist für jeden!

 

Tipps für Yoga und Meditation auf Reisen

Auf Reisen ist es nicht immer einfach eine Routine weiterzuführen. Aber ich will nicht mehr, dass mein nomadischer Lifestyle eine Ausrede dafür ist, es nicht täglich zu versuchen.

Hier ein paar Tipps, die mir helfen, Yoga und Meditation in meinen Reise-Lifestyle zu integrieren:

 

1. Yoga für Traveller

 

2. Meditation für Traveller

  • Klare Routine: Mach Meditation zu deiner Routine, egal wo du bist, keine Ausreden.
  • Nimm dir ein Privatzimmer statt Mehrbettzimmer: Damit du dich einfach zurückziehen kannst, statt erst nach einem ruhigen Ort irgendwo suchen zu müssen.
  • Wenn du an schönen Plätzen in der Natur bist (Strand, Berge etc.): Nimm dir ein paar Minuten, schließ die Augen und meditiere.
  • Meditiere im Bus, Flugzeug oder Zug.
  • Wenn sich manchmal durch wenige Minuten für eine Meditation ausgehen, dann mach das statt dich zu stressen eine lange Meditation machen zu „müssen“.

 

Webseiten, Apps und Bücher

Yoga Blogs

 

Webseiten rund um Meditation

Meditations-Apps

 

Auf viele der in diesem Post besprochenen Aspekte gehe ich in weiteren Blogpost tiefer ein. In Zukunft plane ich mich in Beiträgen vertieft mit Yoga, Meditation und Spiritualität auseinanderzusetzen – sie sind mein Leben, besonders auch auf Reisen.

 

Wie hat Yoga und Meditation dein Leben verändert?

Hast du noch weitere Fragen?

Rein damit in die Kommentare!

 

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Connie

Namaste!

Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 88 Gedanken

  • Linda 24.11.2014 um 07:35 Uhr

    Hallo Conni,
    ein sehr schöner Artikel.
    Ich weiß nicht, was genau es ist, aber deine Zeilen rühren mich total. Ich habe einen Kloß im Hals und fühle mich gleichzeitig glücklich :)

    Ich habe bisher weder meditiert noch Yoga gemacht.
    Nach deinem Beitrag habe ich aber gerade beschlossen, morgens zu meditieren.
    Ich fange mit 2 Minuten an. Gleich hole ich mir ein Kissen und lege los.

    Mal sehen, wo der Weg mich hinführt :)

    Liebe Grüße
    Linda

    • Conni Biesalski 24.11.2014 um 08:13 Uhr

      Wow, deine Worte und deine Entscheidung, einfach mal loszulegen, freuen mich total :))

      Alles Liebe und genieße die Minuten mit dir!!

      <3

  • Marco 24.11.2014 um 08:19 Uhr

    Hallo Conni,
    ein wundervoller Artikel der ehrlich und aufrichtig rüber kommt. Liest sich wahrscheinlich für viele wie Teile der eigenen Biografie.

    Ich habe nach einem „Totalausfall“ und 3 Monaten Klinik die ersten Berühungspunkte gehabt und seit 2 Jahren ist es nun Bestandteil meines Lebens 2.0 – und ich möchte es nicht mehr missen!

    Ich wünsche Dir noch viele entspannte und erlebnisreiche Reisen, Momente und Erlebnisse

    Marco

    • Conni Biesalski 24.11.2014 um 08:27 Uhr

      Lieber Marco,

      Danke dir für deine Worte!

      „Leben 2.0″ – yeah!!

      Auch dir alles Liebe
      Deine Conni

  • Elvira Löber 24.11.2014 um 09:32 Uhr

    Hallo Conni,

    danke für diesen Artikel. Ich bekomme sofort Lust, gleich loszulegen und mein tägliches Morgenprogramm ( Qui gong) zu erweitern.
    Mit Meditation mein Rumpelstilzchen zu beruhigen, klingt sehr verführerisch.

    Liebe Grüsse und eine schöne meditative Zeit
    Elvira

  • Stefka 24.11.2014 um 10:26 Uhr

    Morgenseiten!!! Da sieht man mal wieder, wie nützlich sie sind :-))) Morgenseiten schreiben & 15 MInuten meditieren –das wäre genau meine Morgen-Routine, um in den für mich meist hektischen Tag zu starten. Ich arbeite dran, aber es klappt noch nicht immer.

    Danke für den ausführlichen Artikel, den muss ich mir später noch mal genauer zu Gemüte führen. Und genieß Thailand.

    Liebe Grüße,
    Stefka

  • Marion 24.11.2014 um 10:56 Uhr

    Hallo Conni,
    wenn ich so deine ersten Erfahrungen mit Yoga lese, dann denk ich doch gerade an mich. Ich habe vor Jahren mal einen Kurs gemacht, aber das war mir alles zu esotherisch mit Altar und und. Vielleicht sollte ich Yoga nochmal eine Chance geben, manchmal braucht es einfach die richtige Zeit :).
    Ich verfolge deinen Blog total gerne und ich bin schon seit Monaten am überlegen ob ich es nicht doch auch wagen soll, mal alleine auf Reisen zu gehen, aber irgendwie fehlt mir noch das letzte bisschen Mut dazu, wobei ich es mir schon viel mehr vorstellen kann, als vor einem Jahr :).
    Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit in Thailand.
    Liebe Grüße
    Marion

  • Nadine 24.11.2014 um 10:57 Uhr

    Hi Conni!

    Gelesen und verliebt!

    Einer meiner absoluten Lieblingsartikel von dir!
    Ich freue mich schon riesig darauf, dass du dem Thema in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenkst und bin gespannt auf alles was noch kommt.

    Ich habe schon einige Male mit Yoga und Meditation angefangen und das Ganze dann doch immer wieder aus den Augen verloren.

    Irgendwie macht dein Artikel mir Hoffnung, dass es doch noch klappt – dir scheint es ja genauso gegangen zu sein.

    Also – let’s get started.

    Yoga-Matte habe ich leider keine dabei, ich bin aktuell gerade in Chiang Rai. Aber ich schnappe mir jetzt einfach das nächste Handtuch und fange gleich an.

    Danke Conni! …

    Liebste Grüße,
    Nadine

  • Jeanette 24.11.2014 um 11:23 Uhr

    Schööön zu lesen!
    Yoga verändert…wie wahr, wie wahr!

  • Karen 24.11.2014 um 11:38 Uhr

    Hallo Conni,

    ein sehr schöner Eintrag das ist! :-)

    Und ich bin sehr überrascht, dachte ich
    doch Du wärest eine ziemlich kleine (also
    körperhöhenmäßig mein ich) Frau …

    Bin auf in 10 Jahren bei Dir gespannt!

    liebe Grüsse
    alles Gute

    Karen

  • Ilka 24.11.2014 um 11:41 Uhr

    Yoga ist die Antwort. Die Frage ist irrelevant :-).

    Yoga is the answer. The question is irrelevant.

  • Luisa 24.11.2014 um 11:46 Uhr

    Hey Conni,

    ich kann alles, was du schreibts, total nachfühlen. Yoga und Meditation stehen ganz weit oben auf meiner Bucket-List! Spätestens, wenn ich nächstes Jahr auf Bali bin, möchte ich es in Angriff nehmen. Lieber aber schon vorher.

    Auch ich habe in den letzten drei Jahren sehr viel gelernt, vor allem über mich selbst. Ich bin ruhiger und selbstbewusster geworden. Ich urteile und vor allem verurteile weniger. Ich rege mich viel seltener auf und bin so viel geduldiger geworden.

    Meine Lehrmeister waren meine Kinder und mein Studium. Als mir wirklich bewusst wurde, dass wir unsere Welt nur konstruieren und dass auch alles ganz anders und trotzdem gut sein kann, wurde mein Leben um so vieles leichter und schöner.

    Ich habe die äußeren Zwänge abgelegt und höre viel mehr auf mich und meinen Körper.

    Wenn wir Liebe und Geduld für uns selbst aufbringen können, dann können wir das auch an unsere Umwelt weitergeben.

    Es ist schön von Menschen umgeben zu sein, die ebenso denken. Und auch wenn du es nicht weißt, du hast einen nicht unwesentlichen Teil zu meinem jetzigen Leben beigetragen.

    Danke dafür :)

  • Gina 24.11.2014 um 12:08 Uhr

    Ein großartiger Artikel, bei dem ich mich in vielem tatsächlich wiederfinde! Tatsächlich bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass sich dringend etwas ändern muss, als mein Magen auch permanent und ohne medizinische Ursache („Se ham halt Stress“, sagte der Arzt damals und schickt mich wieder weg) zu rebellieren begann – derzeit ist mein Yoga auch noch etwas unregelmäßig und findet hauptsächlich auf der heimischen Matte oder ab und an im Unikurs statt. Ich hoffe aber, bald den Mut zu finden, das zu ändern!

    Überhaupt – dein E-Book & deine Arbeit haben viel dazu beigetragen, dass sich mein Leben in den letzten Wochen stark zum Guten hin verändert hat (und wohl auch, dass ich dir diese Zeilen aus Stockholm schreibe!)

    Ein fettes Dankeschön dafür & ganz viel positive Vibes aus Schwedens Hauptstadt <3

  • Rieke 24.11.2014 um 12:14 Uhr

    Für alle Mediationseinsteiger, die eine Anleitung zum runterkommen brauchen: http://www.calm.com
    Besonders toll in stressigen Unizeiten.

  • Elen 24.11.2014 um 12:44 Uhr

    Sehr interessanter Post Conni, vielen lieben Dank für deine Erfahrungen und wertvollen Tipps & Links!

    Bin durch einen Burnout zu Yoga zurückgekommen und mache gerade eine Yogaausbildung. Gedanken komplett loszulassen geht´s manchmal nicht so einfach, da ich so viel an verschiedenen Änderungen für meinen Projekten und Alltag gerade denke, hoffe es noch zu schaffen.

    Peace, Licht, Wärme und viel Sonne,
    Elen

  • Nadine Ehrenreich 24.11.2014 um 12:46 Uhr

    hallo conni, ich lese regelmäßig deine blogposts mit großem interesse und begeisterung und dieser ist besonders toll und inspirierend. vielen dank dafür! besonders weil du so einen persönlichen einblick in deine auseinandersetzung mit dir und deinem ganz eigenen lebensentwurf gewährst, ist er so ansprechend und berührend. ich befinde mich zur zeit auch in einer „umbruchsituation“ (die affen sind nur mit der zukunft und ihrer sorge darum beschäftigt) und habe es immerhin schon geschafft, das heisse wasser mit zitrone (bei mir noch mit ingwer) morgens als goodmorningdearsoulritual zu übernehmen. dynamisches yoga ist für mich auch etwas wunderbares und ich schaffe es schon fast regelmäßig mir damit gut zu tun, nur das mit der meditation…ohje, bei mir schleichen sich da doch tatsächlich panikattacken ein, zu viel selbstkonzentration lässt mich schwindeln….da kommen bei mir fluchtgedanken und schweißhände auf…..naja…dennoch, vielen, vielen dank für diesen tollen artikel…..hey, und ich als ehemaliger starkraucher (bühnenkünstler rauchen fast alle wie verrückt), kann dir gerne support und tips geben beim abschied vom blauen dunst…(tatsächlich hätte ich das ohne yoga wohl auch nicht geschafft.)

    lieben gruß, nadine

  • Laura 24.11.2014 um 12:51 Uhr

    Hallo Conni,

    danke für diesen Anstoß, danke fürs wach sein, für das mich wach machen.
    Danke das Yoga und Meditation nun endlich erkannt werden, als das was es ist. Rückbesinnung auf sich und die eigenen Resourcen. Die nichtegoistische Selbstliebe,das Spüren was ist.
    Irgendwann, wenn wir uns mal auf dieser Welt über den Weg laufen, lass uns mal ne Session machen…ich muss jetzt weg – auf die Matte, die lange genug in ihrer Hülle da hing.
    Danke & Namaste!

  • Mischa 24.11.2014 um 13:25 Uhr

    Hi Conni,

    ein großartiger Beitrag, vielen Dank.
    Spiegelt ganz viel meiner eigenen Erfahrungen wider, die ich in den vergangenen eineinhalb Jahren gemacht habe. Ein Leben ohne Yoga und Meditation ist inzwischen unvorstellbar. Die beiden Dinge waren es, die mich nach meinem Zusammenbruch und Klinikaufenthalt auf Kurs gehalten haben. Die dafür gesorgt haben, dass ich nicht in die alten, doofen Gewohnheiten wieder abrutsche.
    Mit dem Satz: „Yoga und Meditation sind die einzigen zwei Techniken, die mir wirklich helfen, meine innere Autobahn und Affenzoo zu verlassen“, drückst du genau das perfekt aus.

    Eigentlich wollte ich zu dem Thema auch mal bloggen. Aber ich habe das Gefühl, alles ist schon gesagt :)

    Liebe Grüße

    Mischa

  • Sabine 24.11.2014 um 13:32 Uhr

    Hola Conni,
    oh weia, da hast Du mich aber erwischt! Da war Sie wieder, die Kopfnuss!
    Mein „Leben reloaded“ oder „2.0“ beginnt auch gerade JETZT!
    Irre, Dein Text kam genau richtig ,um mich wieder dabei zwischendrin mal wieder an MICH zu erinnern. Danke! (Mach weiter so!)

    Sabine

  • Steven 24.11.2014 um 14:00 Uhr

    Hi Conni, danke für diesen tollen Einblick in dein Leben. Ich weiß nicht wie genau du das gemacht hast, aber ich habe eben die Magic Ten des Jivamukti Yoga ausgeübt. Es war mein erstes Mal und war mit Hilfe der Videoanleitung ganz angenehm. DANKE!

  • Ann-Kathrin 24.11.2014 um 14:16 Uhr

    Liebe Conni!
    Vielen, vielen Dank für diesen schönen Post. Ich bin nur durch einen Zufall über ihn und deinen Blog gestolpert und bin froh ihn gelesen zu haben.
    Deine Worte haben mich sehr gerührt und selber zum Nachdenken gebracht. Ich bin im Moment in einer ähnlichen Situation wie du damals. Habe die ganze Zeit Magenprobleme, dazu Stress und kaum Zeit um abzuschalten. Das macht sich natürlich bemerkbar. Du hast mir mit deinen Zeilen noch mal Punkte zum Nachdenken gegeben und mich dazu gebracht, es noch einmal mit Yoga zu versuchen. Außerdem habe ich beschlossen es mal mit Meditation zu versuchen. Auch wenn es mir glaube ich am Anfang sehr schwer fallen wird!!
    Ich danke dir sehr für deine Zeilen!
    Liebe Grüße
    Ann-Kathrin

  • Kayo 24.11.2014 um 14:49 Uhr

    Hi Conni,

    Toll, wie offen du deinen Weg beschreibst. Die meisten, die so wie du am Anfang wenig mit solch „esoterischen Praktiken“ anfangen können, halten so schön durch wie du. Leider werden sie dann aber auch niemals in den Genuß kommen, die Horde wilder Affen im Kopf loszusein und RUHE zu finden.
    Mach weiter so !

  • Tanja 24.11.2014 um 15:23 Uhr

    Bisher hatte ich nie das Gefühl, dass mir mit Yoga etwas fehlen könnte. Total glücklich durchs Leben stolpernd bin ich auf deinen Artikel gestoßen. Und jetzt sitze ich doch zweifelnd da und überlege mich doch mal meinen Yoga-Freundinnen anzuschließen.

  • Kim 24.11.2014 um 16:17 Uhr

    Hallo Conni,

    ich hatte dir vor einigen Monaten schonmal eine private E-Mail geschrieben, wie sehr du mich inspirierst und wie sehr ich es liebe deine Artikel zu lesen. Du hast mir geantwortet, was mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht hat, aber auch sehr gefreut hat!
    Ganz besonders deine letzten Artikeln haben auch mich wie viele andere sehr berührt.
    Ich gehöre hier wahrscheinlich mit meinen 18 Jahren zu der jüngeren Generation, aber gerade deswegen möchte ich dich nochmal wissen lassen, dass du mit deinen Artikeln einen ungemein grossen Einfluss auf mein Leben hast.
    Du hilfst mir Sachen in Worte zu fassen, die ich selber noch nicht ganz durchblickt habe.
    Und dafür Danke ich dir von ganzem Herzen :)

    Ganz liebe Grüße aus New York!
    Kim

  • Ivana 24.11.2014 um 18:33 Uhr

    Hi Conni,

    mal wieder ein super Artikel von Dir. Ich meditiere regelmäßig, aber mit Yoga ist es eine On-Off-Beziehung, vielleicht ähnlich wie bei Dir am Anfang. Jetzt habe ich wieder einen Schubs bekommen, die Yoga-Matte auszumotten und wieder loszulegen ;-)

    Liebe Grüße,
    Ivana

  • Alexandra 24.11.2014 um 18:56 Uhr

    Hi Conni,

    wow, das ist mal ein toller, persönlicher Bericht über die vielen guten Wirkungen, die eine regelmäßige Asana- und Meditationspraxis bringt.

    Ich geb Dir absolut Recht: Vor allem das *tägliche* Meditieren macht den Unterschied im Leben!

    Ein super Ort fürs Meditieren auf sehr langen Reisen sind übrigens Gebetsräume in Flughäfen (beim Stopover). Die gibts im Ausland fast überall und man hat (zumindest in denen für Frauen, die ich bisher zum Meditieren frequentiert habe) echt seine Ruhe.

    Liebe Grüße und weiterhin alles Gute für Deine Yogapraxis :)

    Alexandra

  • Anne 24.11.2014 um 21:48 Uhr

    Hallo Conni,

    ganz lieben Dank für diesen tollen Artikel. Ich bin total gerührt. Ich kann einfach nur Wow! und Danke! sagen. Werde morgen gleich mal anfangen, ist schon lange überfällig. Konnte mich nur bisher nicht aufraffen… jetzt ist’s Zeit.
    Liebe Grüße, Anne

  • Sylvia 25.11.2014 um 00:15 Uhr

    Ich möchte Dir Evan Rock’s Youtube Kanal empfehlen. Er lebt auf Hawaii, ist Rohköstler und sehr spirituell unterwegs. Ich freue mich schon auf Deine weiteren Artikel zu den angekündigten Themen. Vielen Dank für die empfohlenen Tools und Apps!

  • Dani 25.11.2014 um 06:07 Uhr

    Wow Conni,

    dieser Post hat mich gerade total aufgerüttelt. Ich finde es beeindruckend wie tief du aus deiner Seele schreibst. Danke dafür. Ich werde morgen früh sofort meditieren üben. Um herauszufinden warum mich meinen Traum zu leben nicht total glücklich macht.
    Vielleicht hilft es ja. Yoga am Strand tut mir auch immer gut.
    Danke. Alles liebe aus Mission Beach, Dani

  • Janine 25.11.2014 um 20:10 Uhr

    Liebe Conni,

    ich habe gerade meine Geschichte gelesen! Mir ging es ebenso. Bin ein totaler Magenmensch, sprich seit Kindheit an lief ich zum Arzt wegen Magenschmerzen und auch Neurodermitis. Vor 11 Jahren fing ich mit Yoga an, beschäftigte mich mit Ayurveda, machte sogar eine Ausbildung darin. Äußere Umstände brachten mich dann eine zeitlang vom Yoga-Weg ab und seit Juni ernähre ich mich hauptsächlich vegan und praktiziere ich auch wieder Yoga. Und ich kann dir sagen….es fühlt sich so gut an und ich will mehr davon :). Sich wieder zu spüren, atmen zu können und auch beschwerdefrei zu sein… man gewinnt an so viel Lebensqualität zurück.

    Danke dir für deinen ganz tollen Beitrag, deine zahlreichen Tipps! Ich werde Yoga und Meditation noch mehr in mein Leben integrieren :).

    Ganz liebe Grüße,
    Janine

  • Mandy 25.11.2014 um 21:21 Uhr

    Liebe Conni,
    vielen Dank für Deinen tollen Artikel, Deine ehrlichen Worte und all die Ressourcen.
    Yoga habe ich schon immer „irgendwie“ gemacht. Allerdings bin ich immer nur in die Kurse mit eingestiegen und habe so beispielsweise nie das richtige Atmen gelernt. Seit einigen Wochen besuche ich den Anfängerkurs von Vinyasa Flow hier in Berlin und bin unglaublich verliebt. Jeden Morgen breite ich meine Matte aus und übe Morgengruß A und B, mache Liegestützen und entdecke mit Headspace so nach und nach auch Meditation.
    Wie Du schon beschrieben hast, habe auch ich das alles immer als Schund abgetan. Aber lasse mich gerade eines besseren belehren und freue mich auf die neue Reise, die ich gerade zu mir selbst mache.
    Viele Grüße
    Mandy

  • Ronja 25.11.2014 um 21:34 Uhr

    Liebe Conni,
    du hast so recht! Und du kannst garnicht glauben wie sehr du mir aus der Seele sprichst.
    Im Sommer habe ich über Vipassana erfahren & war nach dem ersten „informieren“ unglaublich neugierig diesen 10-tages-hardcore-kurs auszuprobieren.
    nach und nach sind aber immer mehr gedanken gekommen wie „kann ich das schaffen? bin ich strak genug? was, wenn ich mich garnicht so intensiv kennenlernen will?…“
    Ich habe wirklich lange überlegt – und NIE vorher meditiert – aber dann bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen und bin zu dem Kurs nach Triebel gefahren.
    Und was ich diese 10 Tage gefühlt und gelebt habe, beschreiben deine Worte wirklich wunderbar!

    Ich wünsche dir alles liebe! Ronja

  • Julez 25.11.2014 um 23:07 Uhr

    Hi Conni,

    Toller Artikel! Sehr schön geschrieben und motivierend es auch mal auszuprobieren ;-) Danke!

    Lieben Gruß,
    Julez

  • Sara 26.11.2014 um 09:14 Uhr

    Liebe Conni,
    danke für den Erfahrungsbericht! Ich habe mich in vielem wiedererkannt. Ich habe auch erst in diesem Frühjahr die Meditation bei einem SO-Asien-Trip für mich entdeckt und meditiere seitdem jeden Morgen.
    Ich glaube, dass diese Regelmäßigkeit sehr wichtig ist, viel wichtiger als die Dauer der Meditation. Das mit dem heißen Wasser mit Zitrone werde ich auf alle Fälle auch probieren, das klingt echt gut!

  • Svenja 26.11.2014 um 11:00 Uhr

    Liebe Conni,
    wundervoller Beitrag. Ich finde mich in so vielen Punkten wieder. Yoga hat mir die Kraft gegeben Entscheidungen zu treffen und meinem Leben eine neue Richtung zu geben. Yoga ist für mich wie eine Reise auf der ich mir immer besser kennenlerne.

    Es ist schön immer wieder zu hören, dass es anderen Menschen genau so geht.

    Alles, alles Liebe für dich :-)

  • Verena BeVie 27.11.2014 um 08:34 Uhr

    Danke dir, Conni, für deine ehrlichen, Herz berührenden Worte. Ich habe beim Lesen mit dir gefühlt und geweint. Ich fühle und freue mich mit dir das dich Yoga und Meditation auf diesen Weg gebracht haben. Auf den Weg zu dir selber, der dann Wege in alle Richtungen öffnet. Zwei Stunden bevor ich diesen Eintrag gelesen habe, habe ich mein Yoga Teacher Training in Rishikesh, Indien gebucht. Ich bin gerade in Ayutthaya und fahre morgen für 10 Tage in „meinen Tempel“ Wat Prayong zum Meditieren. Also auch eine kleine Auszeit von Planet Backpack ☺️

    Alles Liebe & Namaste, Deine Verena

    PS: habe gerade meine YOGO! Matte bestellt, in Indigo Blau. Hab schon im Bus nach Yangon neugierig auf deine geschielt

  • Ben 27.11.2014 um 15:47 Uhr

    Auch der Körper ist nur ein Gedanke.
    Das sagte zumindest Ramana Maharshi.
    Ich hab den Beitrag hier gern gelesen.

  • Ju 27.11.2014 um 18:06 Uhr

    Was für ein wunderschöner Artikel!

  • Philipp 28.11.2014 um 01:40 Uhr

    Hallo Conni,

    ich finde meine Morgenroutine vor allem recht hilfreich, um entspannt in den Tag zu starten. Dass man es ab und an nicht schafft ist nur allzu menschlich und steht eigentlich ja auch in gar keinem Widerspruch zu dem Ergebnis, alles nicht mehr so ernst zu sehen. ;)

    Herzlicher Gruß,
    Philipp

  • Robin Pratap 29.11.2014 um 23:54 Uhr

    Wow, vielen Dank für’s sharen!

    Ich bin nur nur bis zu Hälfte gekommen. Muss den Stuff jetzt erstmal sacken lassen und mich in meinen Headspace begeben :) Morgen geht’s weiter mit Teil 2.

    Noch ein persönlicher Tipp, ist die Prana-Meditation der zwei Herzen von Choa Kok Sui:
    http://amzn.to/1vzkRcS

    Peace, Robin

    PS: Danke für die Erwähnung von ASANAYOGA.DE!

  • Madhavi / Kaerlighed 30.11.2014 um 08:44 Uhr

    Hallo Conny, gerade erst gelesen, ich hänge ein bisschen hinterher :-) Vielen Dank für die Nennung, habe mich gefreut! Toller, ehrlicher Artikel.

    Danke, Madhavi

  • Susanne 30.11.2014 um 18:52 Uhr

    Ein sehr schöner Text, bei dem ich ständig jajaja sagte innerlich, denn sehr ähnlich bin ich zu Yoga gekommen (vor 1 1/2 Jahren mit ebenfalls den DVDs von Ursula Karven) und zur Meditation schon vor vielen Jahren, durch ein Buch von Suzuki Roshi. Ich würde Deinen Blog gerne auf meinem Blog als Link angeben. Ich würde mich freuen, wenn das für Dich o.k. wäre! Herzliche Grüße aus Berlin, Susanne

  • Kai 02.12.2014 um 17:48 Uhr

    Hey Conni,

    vorab, das wird vmtl. ein recht langer Post.
    Ich hoffe, Du findest die Zeit, ihn zu lesen.
    Ich habe erst überlegt, Dir eine Mail zu schreiben, aber ich möcht‘ dein eh schon volles Postfach nicht noch zusätzlich überladen! :)
    Und SO haben auch Deine anderen Leser was davon…

    Dein Beitrag hier kommt wie gerufen und spricht mir aus der Seele.

    Es gibt so viele Dinge in meinem Leben, die verkehrt laufen; ich hoffe sehr, ich bekomme diese durch Yoga und Medidation in den Griff.
    Zumindest hat mir dein Artikel nochmal einen Schubs in die richtige Richtung gegeben.

    Zu aller erst ist es mal total ungewohnt, als ebenfalls durchaus erfolgreicher Blogbetreiber keinen Kommentar aus reiner Backlinkgierde zu schreiben, sondern wirklich mit ernstem Hintergrund!

    Diese Affen, von denen Du sprichst, kenne ich seeehr sehr gut.
    Sie bewerfen mich rund um die Uhr mit ihren Bananen und fressen mich nach und nach auf.

    Es fällt mir unglaublich schwer, alleine zu sein, mich mit mit selbst zu beschäftigen und nichts zu tun.
    Ich werde dabei total nervös, genervt und unzufrieden.
    Mache mir tausend unnötige Gedanken über Gott und die Welt und verpasse dabei das HIER und JETZT.
    Ich lebe nahezu ausschliesslich in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

    An längst vergangenen Dingen klammere ich mich fest wie einer der oben erwähnten Affen ;)
    Das ist echt frustierend.

    Ich muss dazu sagen, dass ich ziemlich starke chronische Rückenprobleme und auch Magenprobleme habe, die mich Tag für Tag zermürben.

    Nur wenn ich wirklich 100% in einer Aufgabe (privat oder beruflich) gefangen und im Flow bin, schaff ich es auch mal abzuschalten.

    Dasselbe gilt für Sport, der viel Konzentration erfordert. Cardio gehört nicht dazu, aber z.B. Boxen :)

    Ganz selten gelingt mir das auch beim Sex, auf den ich aber aufgrund der o.g. Beschwerden immer weniger Lust habe.

    Nur wenn ich betrunken oder high bin, komme ich einigermaßen mit meiner Situation klar.

    Das perverse an der Situation ist: Mir geht es im Prinzip gut. Ich habe nen festen Job, den ich mag, eine schöne große Wohnung, ein Auto, ein durchaus ansehbaren Körper und eine hübsche Freundin.

    Und dennoch hab ich an allem was auszusetzen, bin unzufrieden und genervt und sehe überall (auf der Straße, im Fitnessstudio, im Supermarkt) Mädchen, die mir gefallen und stelle mir vor, wie es wohl mit denen so wär… -.-

    Ich hoffe, Du kannst mir noch folgen :)

    Vor einigen Monaten hatte ich mich mal an Ursula Karvens Yoga del Mar probiert und bin aber aufgrund des Schwierigkeitsgrades gescheitert…

    Vor nicht allzulanger Zeit habe ich dann AnnaTrökes Yoga für den Rücken entdeckt…
    Wirklich gebracht hat es mir bisher aber noch nichts.

    Vielleicht mache ich es zu unregelmäßig oder falsch.

    Abends im Bett meditiere ich ab und an ein paar Minuten mit Jack Kornfields „Meditation für Anfänger“, schlafe aber regelmäßig dabei ein..

    Was aber garnicht schlecht ist, da mich mein Kopfkino oft stundenlang wachhält; das treibt mich irgendwann auch noch in den Wahnsinn!

    Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber Du bist ja nicht meine Therapeutin. Also nicht, dass ich überhaupt eine hätte… ;)

    Was meinst Du? Sollte ich Yoga und Meditaion nochmal regelmäßig praktizieren? Könnte es mir aus meinem Dilemma bzw. aus meinen First World Problems helfen?
    Muss ich für Yoga unbedingt in einen Kurs?
    Mich schreckt das Klientel als Mann nämlich eher ab! ;)

    Ich danke Dir schonmal, Conny! :)

    Liebe Grüße

    Kai

  • Kai 02.12.2014 um 19:45 Uhr

    .. eine Sache habe ich noch vergessen: Für wie wichtig erachtest du die Ernährung, um o.g. Punkte in den Griff zu kriegen?

    Ich habe mich die letzten Jahre im Prinzip nur von FastFood, Alkohol und Schmerzpillen ernährt.
    Mich würde also nicht wundern wenn ich chronisch übersäuert wäre und vielleicht sogar Pilze in mir trage.

    Aber einem normalen Schulmediziner brauchst Du damit nicht kommen.

    Wie stehst Denn du zum Thema Übersäuerung und Darmpilz (Candida)?

  • Kayo 02.12.2014 um 23:49 Uhr

    @ Kai
    Ich weiß jetzt nicht, ob ich das hier so direkt empfehlen darf (wenn nicht, lösch es weg, Connie), aber guck mal auf meiner Seite, da gehts ganz speziell um Rückenschmerzen.
    Konkret geht es um Übungen, die du ganz allein machen kannst. Da du als Mann ja nicht gern in einen Yoga-Kurs möchtest, ist es vielleicht genau das Richtige für dich.

    Alles Gute !

  • Sabine 04.12.2014 um 22:31 Uhr

    Hey Conni,
    danke für den sehr intimen Einblick in deine Yoga und Meditationspraxis!
    Ein sehr privater Blogpost, danke dafür.

    Besonders der Teil 6 „Ich bin mehr im Jetzt“ mit dem detaillierten „Ist Zustand“ find ich klasse!

    Ich verliere diesen Zustand immer mal wieder aus dem Fokus aber Yoga und Meditation helfen mir, mich immer besser auf das wesentliche, nämlich den Moment, das JETZT zu konzentrieren und bewusst zu erleben.

    Seltsam, dass wir Menschen erst durch eine gewissen Krise oder einer starke Veränderung gehen müsse, bevor wir uns spirituelleren Wegen/Methoden zuwenden.

    Bei mir was es ganz ähnlich, eine Trennung nach 6 Jahren Beziehung und meine damit zusammenhängende unbändige Rastlosigkeit brachte mich zum Yoga und zur Meditation um mein Monkey Mind zu besänftigen :)

    Und ich will nicht mehr ohne sein!

    Ich bekomme die Meditation leider noch nicht so regelmäßig in den Alltag eingebaut aber deine Meditation-Tools könnten dabei helfen!

  • Meli 11.12.2014 um 14:41 Uhr

    Super Artikel der mich daran erinnert, auch wieder mehr Yoga und Meditation zu machen. Ich habe erst angefangen, einmal in der Woche zum Yogakurs zu gehen und es tut wirklich gut !

    Liebe Grüße Meli

  • Harald 17.12.2014 um 22:23 Uhr

    Hallo Conni, toller Artikel. Ich hab vor kurzen Meditation für mich endteckt und gemerkt wie gut es mir tut.Für Yoga fehlt mir Zeit. Aber wenn ich im Januar auf unbestimmte Zeit auf Reisen geh, habe ich Zeit um hier und da einen Yogakurs zu besuchen. Vielleicht in Indien oder Thailand?

  • Christiane 19.12.2014 um 11:42 Uhr

    Hi Conni,
    Dein Bericht über deinen Weg geht echt zu Herzen <3.
    Irgendwie kommen wir alle ja doch am besten in die Pötte, wenn etwas richtig weh tut. Wie sagt man noch – Leiden ist ein schnelles Pferd.

    Ich habe mit Meditation angefangen, als ich kapiert habe, dass ich sterben werde. Gerade war in meinem Nachtdienst ein toter Motorradfahrer eingeliefert worden, mein Jahrgang, 26 Jahre alt.
    Der totale Schock. Tja, und die Absprungrampe.

    Du beschreibst auch so wunderbar unheilig die Essenz der Wirklichkeit, die man allmählich wirklich begreift.. Ja, wir sind nicht unsere Gedanken, unsere Gefühle übrigens auch nicht und auch sonst nichts. Denn es gibt ja nirgends etwas, was von Dauer ist. Wie können wir es dann sein?

    Ist das nicht eine unglaubliche Erleichterung?

  • Daniel 08.02.2015 um 16:52 Uhr

    Finde deine persönliche Auflistung toll was dir Meditation „gebracht“ hat :)

    Gerade deine Erkenntnis #7 hat auch mein Leben wirklich positiv verändert. Zu lernen, dass ich nicht auf jeden Gedanken- oder Gefühlszug springen muss, sondern sie einfach mal „verpassen“ kann hat mir viel emotionale Freiheit gegeben.

    Diese Erkenntnis hat mir auch viel Akzeptanz gegenüber dem IST-Zustand gegeben. Ich habe gelernt einfach mal Dinge zu akzeptieren und nicht zu versuchen mit der Brechstange alles nach meinen Erwartungen und Vorstellungen zu formen. Seitdem ich mehr Akzeptanz übe habe ich gemerkt, dass es eigentlich wenig gibt was „gut“ oder „schlecht“ ist. Die meisten Dinge „sind“ einfach nur. Erst wenn ich eine persönliche Wertung reinbringe wird etwas an sich neutrales „gut“ oder „schlecht“.

  • andrea 09.02.2015 um 17:31 Uhr

    Hallo Connie,

    habe eben gerade deinen Block entdeckt als ich auf der Suche nach Yoga und Sensibilitaet war.
    Lebe selbst seit 15 Jahren im Ausland und habe Yoga seit 3Jahren fuer mich durch Durchfall entdeckt wie dein Bericht heute :-) .
    Erkenne dabei viele Parallelen und kann vieles nachempfinden.
    Habe nun noch eine Frage an alle Yogis, vielleicht kann mir einer weiterhelfen?
    Am Anfang meines Yogatrainings kamen mir ca alle 60 Stunden die Traenen waehrend der Stunde, die Abstaende werden nun immer kuerzer und habe auch so festgestellt das ich bei vieles viel sensibler geworden bin, innen wie aussen.
    Meine Yoga lehrerin meinte das sei ok und gut , da wuerden Blockaden abgebaut.
    Wollte nun von euch Yogis wissen, ob sonst noch jemand solche Erfahrungen gemacht hat?
    Wuerde mich freuen mich mit jemanden der aehnliche Erfahrungen gemacht hat mal auszutauschen!
    Wuensche euch allen einen schoenen Abend und nochmals vielen lieben Dank fuer diesen soooo schoenen Bericht!

  • Glücksdetektiv 13.03.2015 um 14:56 Uhr

    Liebe Conni,

    ein großartiger Beitrag und wieder mal sehr persönlich und ehrlich.
    Mit Yoga kenne ich mich (noch) nicht aus, aber mit Meditation habe ich vor einiger Zeit auch angefangen, nachdem ich so viel gutes darüber gelesen hatte.

    Vieles von dem, was du beschreibst, was Meditation mit dir macht, ist inzwischen sogar wissenschaftlich bewiesen. Ich habe es in diesem Beitrag zusammengefasst: http://www.gluecksdetektiv.de/5-unschlagbare-gruende-noch-heute-mit-dem-meditieren-zu-beginnen/

    In diesem Sinne…
    Namaste, Katharina

  • Anne 15.03.2015 um 12:07 Uhr

    Danke für den interessanten Beitrag. Ich wollte in letzter Zeit immer mal endlich mit Yoga anfangen, an Meditation hatte ich nie gedacht. Ich dachte auch, ich könne das nicht, weil es mir einfach zu eso wäre! Ein „Om“ würde ich wahrscheinlich auch nicht rausbringen können ;) Ich habe aber soeben mal die App Headspace ausprobiert und beinahe eine Erleuchtung erfahren. 10 Minuten einfach mal NICHTS machen, außer sitzen, atmen und die Vögel hören. Erst als ich „aufwachte“ und mich streckte, merkte ich, WIE extrem entspannt ich nach diesen 10 Minuten war! Ersatzdroge Meditationsapp – abgefahren.
    Danke Conni!

  • Richi 22.04.2015 um 21:00 Uhr

    Super Beitrag! Die Zeilen kamen definitiv von deinem wahren Ich. :)

    Danke dafür

  • Sabrina 23.04.2015 um 10:00 Uhr

    Hallo,

    das ist ein sehr schöner Bericht. Ich weiß noch, wie meine Yoga Begeisterung bei mir angefangen hat. Damals bin ich im Urlaub in Matrei quasi über einen meditierenden Mann gestolpert. Ich konnte damit nicht viel anfangen, dachte auch, dass das alles nur esoterischer Unfug ist, aber dann sind wir irgendwann ins Gespräch gekommen und er war so relaxt und glücklich, dass mich das neugierig gemacht hat. War ich doch selbst so überspannt, dass ich nicht mal in den Ferien wirklich runterfahren konnte. Und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen. :)

  • Vivi 05.06.2015 um 12:49 Uhr

    Dein Beitrag hat mich sehr berührt, in einigen deiner Gedanken finde ich mich wieder. Ich praktiziere Kundalini Yoga regelmäßig seit fast 5 Jahren in einer Gruppe. Leider schaffe ich es nicht bei mir zu Hause, zuviel Trouble morgens mit den Kids…dabei würde es mir der Sonnengruß so gut tun ;-)). In meinem Leben hat sich das letzte Jahr viel verändert und Yoga hat mir auf meinem Weg sehr geholfen, das meditieren kam allerdings immer so kurz, dabei tut das wirklich sehr gut. Das Gedankenkarussell dreht sich unweigerlich, ein abstellen unmöglich…

    Vielen Dank für deinen Artikel. LG Vivi

  • Mara 17.06.2015 um 08:19 Uhr

    Liebe Conni,
    danke für diesen ausführlichen Yoga-Artikel! 
    Ich kam auch schon öfter an meine Grenzen. Meditation ist die beste Art und Weise, um „runter zu kommen“. Das schöne ist: man kann fast überall meditieren: Im Garten, im Wohnzimmer, im Park, auf Bergeshöhen, am Strand… Sich neu polen, ganz bei sich selbst sein und alle Sinne schärfen – das ist so belebend und gibt viel Kraft! Das Buch „heitere Weisheit“ hat mich damals sehr inspiriert :-)
    Dir noch alles Gute weiterhin!
    Viele Grüße, 
    Mara

  • Madhavi 22.06.2015 um 21:50 Uhr

    Oh, Conni! Danke für die Nennung, ich habe mich sehr gefreut und erst jetzt gesehen. Toller Artikel, ich werde ihn teilen! xxx Madhavi

  • Michael 24.07.2015 um 12:36 Uhr

    Fetter Beitrag. Habe vor ein paar Tagen mit dem Meditieren begonnen. Zwar hab ich’s noch nicht ganz drauf, but i can feel the positive energy already. Im August laufe ich den Jakobsweg. Das heißt dann, Meditieren in der freien Natur. Outside! Freu‘ mich jetzt schon. Weiter so und viele Grüße! Michael

  • Sarah 27.08.2015 um 18:05 Uhr

    Liebe Conni!
    Es ist total schön, zu lesen, wie du zu Yoga + Meditation gefunden hast! Ich hoffe, dass dieser Blogpost viele Menschen dazu inspiriert, sich sich selbst mit Yoga anzunähern. Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung deiner persönlichen Erfahrung!

    Liebe Grüße,
    Sarah

    P.S.: Ich bin übrigens fleißig am lernen beim BlogCamp :-).

  • Tanja 30.01.2016 um 12:14 Uhr

    Was möchte ich Dir mitteilen? – Du bist toll und ich lese Deinen Blog sehr gern. Weiterhin alles Gute

  • Anke Janek 08.04.2016 um 13:06 Uhr

    Hi Conni….Du schreibst sehr schön und läßt tief in Deine Seele blicken. Mich würde interessieren, wie „erfahren“ Du bist (Alter)….Ein wenig erinnerst Du mich an meine Tochter….Ich selbst bin 64er Baujahr und habe wirklich alle Lebensaufgaben schon erfolgreich durchlebt und habe tolle Freunde….Ich denke, dass Du mich sehr bereichern könntest, da Du weltoffen lebst und Dich dort überall aufhälst…Insofern würde ich an Deine Energie andocken, die mir fehlt….Dafür könnte ich Dir evtl. etwas von meiner Bodenständigkeits-Energie zurückgeben…..Deine Augen sind blau, meine grün-braun ;-) Sende Dir viel positive Energie und hoffe für Dich, dass Du Dir im Hier und Jetzt alle weiblichen Schwingungen einfangen kannst, damit Du Dich mit den männlichen Schwingungen dann zum kompletten Ganzen in der neuen Generation widerspiegeln kannst, bevor wir alle wieder davon meditieren ;-) Glg Anke from Germany

  • olaf 16.06.2016 um 20:01 Uhr

    Deine Beschreibung vom Umgang mit Meditation und

    Yoga
    ist wirklich toll und verständlich beschrieben.Ich habe ein Buch über Tao.Es heist 356 Tao und ich besitze das schon über 20 Jahre.Es ist meine Einstimmung für den Tag.
    Für jeden Tag eine Seite unter einem anderen Motto.
    Heute war die Überschrift ,,Meditation“. Und was passiert ich nach hause kahm und meinen PC öffnete ich lande auf Deiner Seite über Yoga und Meditation :-).und ich fand deine Beschreibung richtig fesselnd.