Schritt für Schritt zum Tauchlehrer: So kannst du im Paradies arbeiten

tauchlehrer

Du liebst tauchen? Und du hast Bock im Paradies zu arbeiten?

Viele Leute, die nach Südostasien oder Mittelamerika aufbrechen, bleiben hängen – unter Wasser.

So erging es mir auch Ende 2009, als ich mit One-Way-Tickets und ohne Rückkehrpläne um die halbe Welt gereist bin. In Indonesien, auf einer kleinen Insel vor Lombok, bin ich dann für meinen Divemaster Kurs gestrandet und erst circa sechs Monate später wieder weiter. Bis zum Tauchlehrer wollte ich eigentlich gar nicht gehen, und doch hat es sich ergeben und ich bin froh dass es so gekommen ist!

Von meinem ersten Tauchgang in Thailand 2004 war ich hin und weg. Auf meiner Reise durch Mittelamerika hab ich 2008 auf Utila in Honduras entschieden, dass ich irgendwann meinen Divemaster Kurs mache. Ich hatte das schönste Büro als Tauchlehrer in Indonesien und auf dem Great Barrier Reef in Australien.

 

Soll ich meine Ausbildung mit PADI oder SSI oder XY machen?

Insgesamt sind es nur fünf Kurse bis zum Tauchlehrer. Ich selbst habe meine Ausbildung mit PADI gemacht, weshalb ich hier auch das PADI System vorstelle.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Zertifizierungsorganisationen – ein paar der größten sind SSI, NAUI und BSAC – keins davon ist besser oder schlechter als PADI meiner Meinung nach.

Da PADI weltweit am meisten in Tauchschulen vertreten ist, hat man damit auch die besten Chancen auf einen Job. Oftmals ist der Wechsel / Umschulung von PADI auf eine andere Organisation aber auch relativ unstressig, meist aber mit extra Kosten verbunden. Wer von einer anderen auf PADI umschult zahlt drauf. Daher empfiehlt es sich die PADI-Tauchlehrerausbildung zu machen.

Die Preise beziehen sich auf Kurse in Südostasien und Mittelamerika – sehr beliebte Tauchgegenden um seine Ausbildungen zu machen, da die Preise zum Tauchen und Leben dort im Vergleich zu westlichen Ländern (Australien, USA etc.) sehr günstig sind, außerdem bieten die Regionen sensationelle Tauchspots.

 

From Zero to Hero: Von Null auf Hundert

Open Water Diver (OWD)

Der Einstiegslevelkurs für Tauchanfänger. Das ganze dauert im Schnitt zwischen drei und vier Tage. Du lernst einiges an Theorie durch ein Trainingsbuch und Videos, und es werden viele Übungen im Pool oder seichten Wasser geübt. Der Kurs beinhaltet vier Tauchgänge im offenen Wasser, zwei davon auf 12 Meter und die letzten zwei auf 18 Meter. Im Schnitt sind die Tauchgänge jeweils zwischen 40 und 55 Minuten. Bei jedem Tauchgang müssen Übungen, die vorher im Pool trainiert wurden, absolviert werden. Zum Schluss musst du noch eine schriftliche Abschlussprüfung bestehen und dann geht’s ab an die nächste Bar zum Feiern!

Preis: 250 und 400 Euro

Advanced Open Water Diver (AOWD)

Den Kurs kann man direkt im Anschluss zum OWD machen, wird oft auch empfohlen, da darin die Tauchkenntnisse und Fähigkeiten vertieft und verbessert werden. Insgesamt werden fünf Tauchgänge an meist zwei oder maximal drei Tagen gemacht, ohne Poolsessions wie im OWD. Zwei davon sind obligatorisch, Tieftauchen bis auf 30 Meter und Navigationstauchen. Die anderen drei können aus einer langen Liste ausgewählt werden: Nachttauchen, Tarierung, Wracktauchen, Suchen und Bergen, Fischbestimmung, Nitroxtauchen oder Unterwasser-Fotografie.

Theorie hält sich im AOWD in Grenzen, man bekommt wieder ein Buch und muss die relevanten Kapitel lesen und mit dem Tauchlehrer besprechen. Das war’s dann auch schon, keine Abschlussprüfung.

Preis: 200 − 300 Euro

Rescue Diver (RD)

Beim dem Rescue Diver Kurs geht es nicht mehr um dich beim Tauchen, sondern um andere. Ziele des Kurses sind, Tauchunfälle zu vermeiden bzw. deren Auswirkungen zu verringern. Die Themen Tauchmedizin, Tauchausrüstung, Notfallmanagement, Rettungsmanagement, Rettungstechniken und Erste Hilfe werden mit Szenarien behandelt. Der PADI-Kurs beinhaltet 5 Theorielektionen und mindestens 12 Freiwasser-Tauchgänge. In der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung werden verschiedene Szenarien durchgespielt.

Vor dem Kurs muss auch ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden.

Preis: 300 − 400 Euro

Divemaster (DM)

Der Divemaster-Kurs ist das erste professionelle Level. Danach kannst du Tauchgänge führen, Tauchlehrer assistieren.

Normalerweise dauert der Kurs circa vier Wochen, aber empfohlen sind sechs bis acht Wochen. Warum? Mehr Erfahrung. Du lernst so viel im Divemaster-Kurs wie noch nie. Du bist während der Zeit Teil des Tauchschulteams, assistierst Tauchlehrern und ihren Kursen und bist live beim unterrichten dabei. Auch wenn du Kunde bist, bedeutet das aber auch viel Arbeit: Du wirst jeden Tag viel Zeit in der Tauchschule verbringen, Ausrüstung und Tanks schleppen und zusammenbauen, Theorie pauken, Prüfungen ablegen und noch viel mehr.

Du lernst wie man Schülern Übungen im Pool vorführt und danach testet, wie man Gruppen unter Wasser führt und im Grunde den genauen praktischen Ablauf von Tauchkursen.

Oftmals bieten Tauchschulen Divemaster-Schülern unbegrenzte Anzahl an Tauchgängen zur Verfügung währen des Kurses.

Preis: 600 − 700 Euro
PADI Gebühren zur Zertifizierung für ein Jahr: 75 Euro
Bücher und Lernmaterialien: 180 Euro

Insgesamt: circa 900 Euro für 4 Wochen

Open Water Scuba Instructor (OWSI)

So, hier wirds Ernst. Der ganze Kurs dauert im Grund nur circa 14 Tage, meist inklusive ein paar Tage Wiederholungsübungen aus dem Divemaster-Kurs. Nach viel Theorie und Poolsessions, hast du dann zwei Tage Instructor Examen. Dabei musst du mehrere schriftliche Prüfungen ablegen, sowie im Pool Übungen vorführen und zwei Präsentationen im offenen Wasser. Alles recht stressig und aufregend, aber wenn alles vorbei ist, wird groß gefeiert.
Danach kannst du vom Einführungstauchgang bis zum Divemaster alle Kurse unterrichten.

Preis: 900 − 1100 Euro
PADI Gebühren für ein Jahr: circa 300 Euro
Examensgebühr: circa 450 Euro
Lernmaterialien: circa 400 Euro

Insgesamt: um die 2000 − 2500 Euro

Danach kann man dann weitere Ausbildungen machen: Specialty Instructor, Master Scuba Dive Trainer, IDC Staff Instructor, Master Instructor, Course Instructor.

 

Ausrüstung

Wer als Tauchlehrer oder auch Divemaster arbeiten möchte, wird seine eigene Ausrüstung brauchen. Das wird oft vom Arbeitgeber erwartet, da die Tauchschulen nicht alle Tauchlehrer ausrüsten können.

Es gibt bei der Ausrüstung große Unterschiede, weshalb es sich lohnt erstmal gebraucht zu kaufen und Ausrüstung von Freunden auszuprobieren um zu sehen was für dich das richtige ist.

Gebraucht: Circa 1000 Euro
Neu: 1500 − 2000 Euro und aufwärts

 

Tauchversicherung

Auch muss man als professioneller Divemaster oder Tauchlehrer bei der Tauchschule vorlegen, dass man eine Tauchversicherung hat. Es gibt dabei verschiedene Anbieter, so ist DAN eine der grüßten und auch von PADI empfohlen.

Preis: je nach Plan 100 − 220 Euro pro Jahr

 

Was kostet die ganze Ausbildung?

Alles in allem kommt da so einiges an Kosten zusammen. Aber die kommen auch wieder rein, speziell wenn mann eine gute Hochsaison gearbeitet hat.

Wer von Null anfängt, also als kompletter Beginner, der ist mit ungefähr 4000 Euro dabei, dazu kommt noch etwa 1200 Euro für Versicherung und Ausrüstung. Macht dann um die 5200 Euro.

 

Wichtig:

Zwischen Open Water Diver Kurs und Instructor müssen 6 Monate sein. D.h. Man kann den Instructorkurs frühestens nach sechs Monaten nachdem du deinen OWD absolviert hast.

Offiziell braucht man 60 Tauchgänge um den Divemaster abschließen zu können und 100 Tauchgänge bevor man das Instructorexamen macht.

Mein Tipp wäre aber so viele Tauchgänge wie möglich zu haben bevor du als Tauchlehrer anfängst. 100 ist wirklich das absolute Minimum und in der professionellen Tauchwelt nicht gerade viel. Damit kann man bei seinen ersten Tauchschülern nicht gerade punkten. Also: Tauchen, tauchen, tauchen.

Als Tauchlehrer zu arbeiten ist super anstrengend, gerade am Anfang wenn man noch keine richtige Routine hat. Die ersten Kurse werden alles aus dir rausholen, mental wie physisch – du hast schließlich eine große Verantwortung. Jedes Jahr gibt es Todesfälle wegen unnötigen Fehlern, doch wenn du dich an die Standards, die du während deiner Ausbilung lernst, hältst, kann nur sehr schwer was passieren. Im Grund scheißt sich jeder angehende frisch-zertifizierte Tauchlehrer beim ersten OWD Kurs in die Hose. Normal. Nach ein paar Kursen kommt die Routine und dann geht auch die Angst flöten.

 

Wo soll ich meine Ausbildung machen?

Es gibt ein paar Orte auf der Welt, die sehr beliebt sind für Divemaster und Instructor-Kurse. Zum einen weil es eine größere Tauchcommunity gibt, gute Tauchspots, und relativ günstige Preise.

Es bieten sich die folgenden Inseln an:

  • Utila, Honduras
  • Gili Trawangan, Indonesien
  • Koh Tao, Thailand
  • Philippinen

Ich selbst war auch Gili Trawangan in Indonesien und kann die Insel und die Tauchschulen dort nur sehr empfehlen.

Ich persönlich würde speziell für den Divemaster-Kurs keine zu große Tauchschule wählen, wie z.B. Ban’s Diving auf Koh Tao oder Trawangan Dive auf Gili. Dort sind DMT-Gruppen (DMT = Divemaster Trainee) von 10+ keine Seltenheit. Die Tauchschule sollte aber beschäftigt genug sein, damit auch du während deiner Zeit dort genügend Gelegenheit hast viel zu lernen. Es macht also keinen Sinn ein kleine Tauchschule währen der Nebensaison zu wählen, da wird wohl nicht viel los sein.

 

Wie finde ich einen Job?

Dinge, die mal grundsätzlich deine Chancen auf einen Job, speziell direkt nach der Ausbildung erhöhen:

  • Sprachen:
    Je mehr Sprachen du fließend sprichst, desto besser. Mit Deutsch und Englisch geht schon einiges. Französisch und Spanisch sind auch sehr gefragt.
  • Specialities:
    Je mehr Specialities zu aufweisen kannst, desto besser. So erwarten viele Tauchschulen z.B. Nitrox. Viele wollen auch mindestens fünf.
Tauch- und Lehrerfahrung

Wie in jedem anderen Job auch, je mehr Erfahrung du vorweisen kannst, desto größer deine Chancen.

Im Divecenter bleiben und Erfahrung sammeln
Viele Diveshops übernehmen graduierte Divemaster oder Tauchlehrer. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du kennst das Tauchcenter und die Leute, und vor allem kenn du die Tauchspots.

Jobboard auf padipro.com

Auf dem Jobforum auf der PADI-Webseite für Dive Professionals gibt es täglich viele neue Jobangebote weltweit. Immer mal wieder reinschauen lohnt sich, und vor allem schnell bewerben. Oftmals werden auch Tauchlehrer ab sofort gesucht, d.h. Flexibilität ist dabei ein Plus, wenn du z.B. Sofort in Flieger steigen kannst oder sogar schon vor Ort bist.

Timing & Freelance-Arbeit

Ein bis zwei Monate vor der Hochsaison aufkreuzen und Lebensläufe austeilen. Schreib einen komplett neuen Lebenslauf der auf Tauchen ausgerichtet ist.

Mit Tauchfreunden und anderen Tauchlehrern in Kontakt bleiben

In deiner Zeit als Divemaster wirst du viele andere DMTs und Tauchlehrer kennenlernen. Manche bleiben, manche gehen woanders hin zum arbeiten. In Kontakt bleiben lohnt sich, denn Empfehlungen werden von Tauchschulen immer gern genommen, wenn eine Stelle frei wird.

 

Was ist mit Visa und Arbeitsgenehmigungen?

In aller Offenheit: Die meisten Tauchlehrer und DMT, speziell saisonal oder freelance angestellt, arbeiten ohne Arbeitsgenehmigung. Logischerweise kann das risikoreich sein, vor allem in speziellen Gegenden (auf Phuket z.B. wirst du nur mit Arbeitserlaubnis angestellt). Meistens (besonders auf kleinen Inseln) wissen die Tauchschulen aber immer relativ genau wann die Einwanderungsbehörde kommt um Visa zu überprüfen.
Man bekommt meist nur dann ein Visum über die Tauchschule wenn diese dich für mindestens ein Jahr fix anstellt. Die meisten Tauchcenter sind aber von Freelance-Tauchlehrern abhängig besonders in der Hochsaison.

 

Meine Zeit als Tauchlehrer war sensationell und es ist für mich immer noch der geilste Job auf der Welt. Ich werde bestimmt wieder als Tauchlehrer arbeiten irgendwann, wenn vielleicht auch nicht in Vollzeit, dann als Freelancer mal ein paar Kurse hier und da.

Der Tauchlehrer-Lifestyle macht richtig Spaß – du arbeitest draußen, lernst viele Leute kennen und hast die Möglichkeit an den schönsten Orten der Welt Geld zu verdienen. Geil, oder?

 

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Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 44 Gedanken

  • Manuela 20.12.2012 um 16:29 Uhr

    Hi Conni,

    danke, fand ich sehr interessant zu lesen :-)

    Den RD wollen mein Freund ich auch noch machen, aber eigentlich mehr für uns selbst, nicht weil wir momentan planen in die professionelle Welt des Tauchens einzusteigen ;-)

    Und ja, wenn ich einen Guide bekomme der im Schnelldurchlauf alles durch ist bin ich erst ziemlich kritisch. Aber ich wurde auch schon positiv überrascht.

    Hach und gerade sitze ich noch hier und in 3 Tagen bin ich bereits wieder Unterwasser. Yeah!

    LG
    Manuela

  • Sebastian 21.12.2012 um 12:34 Uhr

    Grundsätzlich ein guter Artikel, der eigentlich alles wichtige enthält.

    ABER:
    Leider suggeriert der Beitrag ein wenig, das man nur ein paar Kurse aneinander reihen müsste und schon ist man Tauchlehrer.

    Ganz einfach.
    Leider bleibt da die Qualität der Tauchlehrerausbildung oftmals auf der Strecke. Wer nur in Kursen und mit einem Guide getaucht ist hat niemals die Erfahrung um hinterher selbstständig Anfänger zu führen oder auszubilden.

    Das wäre, wie wenn ein Pilot nach 100 Stunden im Flugsimulator andere Piloten in einem echten Flugzeug ausbilden dürfte.

    Ich hatte in meinem PADI IDC Leute dabei, die konnten noch nicht einmal ihre eigene Ausrüstung zusammenbauen, weil das immer der Guide gemacht hat. Die wurden aber hinterher Tauchlehrer.

    In 2500 Tauchgängen als Tauchlehrer habe ich unzählige Male andere Taucher, die von ihren unerfahrenen Guides „vergessen“ wurden, gerettet.

    Leider war das genau die Sorte Tauchlehrer, die im Schnelldurchlauf die Kurse absolviert hat, um dann im Paradies nebenbei ein bisschen Geld zu verdienen. Dabei stand aber die Party am Abend und der eigene Spass unter Wasser mehr im Vordergrund als die Sicherheit der Gäste.

    Selbst, wenn man sich an alle Standards der Verbände hält, von denen einige auch totaler Blödsinn sind, so gibt es immer noch unzählige Situationen, in denen echte Tauch-Erfahrung zählt.

    Daher kann ich nur an alle appellieren, die irgendwann Tauchlehrer werden wollen mehr zu tauchen.
    Taucht so viel es geht, überall, auch zu Hause im See. Taucht selbstständig, schliesst euch einem Tauchverein an, trainiert im Schwimmbad.

    Sorry, aber ich habe einfach zu viele (auch tödliche) Tauchunfälle miterlebt, die zu verhindern gewesen wären, wenn der Tauchlehrer mehr Erfahrung gehabt hätte…

    • Conni Biesalski 21.12.2012 um 13:22 Uhr

      Ich möchte gar nichts suggerieren, sondern den Weg aufzeigen wie man Tauchlehrer wird – und der läuft so nunmal ab wie wir beide wissen.

      Du hast vielleicht einen Teil des Artikels übersehen, in dem ich sage:

      „Offiziell braucht man 60 Tauchgänge um den Divemaster abschließen zu können und 100 Tauchgänge bevor man das Instructorexamen macht.
      Mein Tipp wäre aber so viele Tauchgänge wie möglich zu haben bevor du als Tauchlehrer anfängst. 100 ist wirklich das absolute Minimum und in der professionellen Tauchwelt nicht gerade viel. Damit kann man bei seinen ersten Tauchschülern nicht gerade punkten. Also: Tauchen, tauchen, tauchen.“

      Das soll kein Artikel sein in dem ich die Leute erziehe, sondern ein Guide.

      Cheers trotzdem für dein Feedback!

      • Georg 04.09.2013 um 14:02 Uhr

        Ist deine Seite überhaupt noch aktiv? oder kann man dich auch anders erreichen um Infos auszutauschen (siehe Facebook etc.)?

      • Nadine 15.03.2014 um 21:16 Uhr

        In der deutschen Welt ist man vor allem darauf aus, dass bloß jeder mindestens 1000 Tauchgänge hat. Und Aquariumtauchen in kristallklarem Wasser zählt nicht dazu.
        Mittlerweile bringt man auch am Besten Sidemount-Ausrüstung oder Doppelgerät mit und besucht am besten noch Boottauchspecialities in Deutschland ;-)

    • Conni Biesalski 21.12.2012 um 13:23 Uhr

      PS. Recht hast du natürlich, unerfahrene Voll-Idioten gibts leider zu viele…

      • Sebastian 21.12.2012 um 13:43 Uhr

        Conni, nicht falsch verstehen! Dies ist gar keine Kritik an Dir oder dem Artikel.
        Ganz im Gegenteil.
        Ich weiss natürlich, dass der Weg zum Tauchlehrer für viele so abläuft.

        Das Problem liegt viel mehr darin, dass es Leute gibt, die den Artikel lesen und als Bestätigung sehen, wie einfach es doch ist Tauchlehrer zu werden. Und das ist es leider ja auch.

        Jeder der ein bisschen Kleingeld und Zeit übrig hat und nicht ganz blöd ist, kann sich seinen TL-Titel „erkaufen“. Denn die wenigsten fallen durch, und das liegt sicher nicht daran, dass sie alle so tolle Taucher sind. Tauchlehrerausbildung ist Big Business…

        Natürlich willst Du hier niemanden erziehen. Das will ich auch nicht. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

        Vielleicht bin ich zu kritisch. Aber dies ist ein Thema das mir am Herzen liegt, weil ich einige negative Erfahrungen gemacht habe.

        Diese wollte ich mit meinem Kommentar ausdrücken, nicht mehr und nicht weniger.

        • Conni Biesalski 21.12.2012 um 14:51 Uhr

          No worries ;)

          Ich finds ja auch gut dass du’s anspricht, ich hab auch einige schlimme Sachen miterlebt.. Wäre vielleicht Stoff für nen separaten kritischen Artikel in der Zukunft? (im Ernst – Gastbeitrag? ;))

          Wünsch dir schöne Weihnachten, mein Lieber!

          • Sebastian 21.12.2012 um 16:30 Uhr

            Das wäre mal eine Idee für nächstes Jahr, falls die Welt heute dann doch nicht mehr untergeht;-)

            Wünsche Dir ebenfalls schöne Weihnachten!!

  • Robert 27.12.2012 um 19:31 Uhr

    Tauchlehrerin ;)

  • Frank 26.01.2013 um 08:56 Uhr

    Ein sehr guter und aufschlussreicher Artikel und nett beschrieben. Ein oft von mir kritisiertes Programm ist die „Ausbildung gegen Mitarbeit“. In der Regel handelt es sich dabei um die Vorstufe zum Tauchlehrer, dem „Divemaster“ oder equivalent. Der neu revidierte PADI Divemaster Kurs macht allerdings meiner Meinung nach, die Ausbildung gegen Mitarbeit obsolet, da man den Kurs in knapp 10 Tagen abgeschlossen hat. Daher sind Kurspreis und Dauer in diesem Artikel, nicht fuer alle Destinationen richtig. Für frisch zertifizierte Tauchlehrer, die einen Job suchen, empfehle ich zudem den Ratgeber „Erfolgreich als Tauchlehrer“.

    • Conni Biesalski 26.01.2013 um 17:57 Uhr

      Danke dir für die Infos! Eh klar, dass ich nicht alle Preise der Welt integrieren konnte, aber für Südostasien und Mittelamerika schaut es in etwa so aus..

      Cheers auch für den Buchtipp!

      • Frank 30.01.2013 um 11:40 Uhr

        Mir ging es ja nicht zwingend um den Preis, sondern vielmehr um die Dauer des DM-Kurses als solches. Es sind bei weitem keine 4 Wochen mehr um den Kurs zu bewaeltigen. Und was ich sonst noch sagen wollte: Merci und Danke!

  • Mimi 13.02.2013 um 18:32 Uhr

    Super Artikel!

    Ich werde voraussichtlich im Laufe dieses Jahres ein OWD/AOWD machen.

    Nächstes Jahr plane ich einen kleinen Abstecher in wärmere Gewässer. Um nicht allzuviel Zeit für den Tauchkurs aufopfern zu müssen (auch wenn er dort sicher tausendmal geiler ist) werde ich ihn in den Gewässern vor Ort absolvieren.

    Schlammige Tümpel yay! „Egal“ habe ich mir gedacht. Damit ich dort dann einfach gleich starten kann.

    Blöderweise sind bei mir noch ein paar Fragen offen zu denen ich keine konkreten Antworten im Internet gefunden habe. Vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen.

    Mein erster Gedanke betrifft die Tauchausrüstung. Die werden für die Kurse bereitgestellt. Außer die ABC-Ausrüstung eben. Wenn ich jetzt jedoch zum Beispiel mit dem Rucksack durch Thailand o.ä. reisen möchte wäre die Ausrüstung (wenn man nicht gerade ausbildet) purer Ballast.

    Ist es empfehlenswert die ABC Ausrüstung vor Ort im Land zu kaufen? Wie steht es um die Qualität und den Preis? Oder am besten die Sachen in den Rucksack von Deutschland aus schleppen?

    Und kann ich wirklich bei jeder Tauchschule die Ausrüstung mieten/ausleihen und wie sieht es mit den Preisen aus? Ich habe gelesen dass man für spezielle Tauchspots ‚nen extra Betrag zahlen muss. Oder belassen es die meisten nur bei Ausrüstung/Sauerstoff? Welche Kosten können da zusätzlich entstehen?

    Wie du siehst bin ich noch total ahnungslos wenn es um’s tauchen geht.

    Ou, und natürlich entschuldige ich mich für diese schreckliche Flut aus Fragen.

    Weiterhin eine schöne Zeit im schönen Mexiko!

    • Conni Biesalski 14.02.2013 um 00:35 Uhr

      Du brauchst im Grunde gar nichts mitnehmen, wenn überhaupt reicht Tauchermaske und Schnorchel. Alles andere wird bereitgestellt in den Dive Shops, auch Flossen etc.
      Wenn dus unbedingt kaufen willst, dann kannst du das auch vor Ort in den Diveshops machen, viele haben auch einen kleinen Shop und verkaufen Ausrüstung. Aber brauchst du als Anfänger wirklich nicht!
      Normalerweise sind Preise für Ausrüstung im Preis inbegriffen. Schau dir doch einfach mal verschiedene Tauchschulen online an!

      Viel Spaß und viel Erfolg!
      Con

  • Karsten 27.07.2013 um 22:58 Uhr

    Hi!

    Danke für den Artikel – und auch für die kritischen Kommentare der anderen Leute hier. Es kommt doch erstmal ziemlich rosa-Brille-mäßig rüber… Aber das wird ja dann in den Kommentaren relativiert.

    Meine Frage: Ich bin jetzt 42 und habe mich vor ein paar Monaten auf Utila auch für diesen Job und wohl auch erstmal für Thailand entschieden. Wie siehst du das … bin ich schon (fast) zu alt?

    Grüße,
    Karsten

  • Paul 03.09.2013 um 02:58 Uhr

    Hallo conni,

    und vorweg schon mal vielen Dank an dich und die anderen, dass ihr Zeit und Mühe aufgebracht habt dieses Thema zu besprechen.
    Ich bin padi owd mit lediglich gerade mal 20 tauchgängen und für mich steht fest, dass es nicht nur ein hobby bleiben soll. So bin ich gerade auf der Suche nach einem Ort bzw einer schule, wo ich den divemaster machen kann. Natürlich in tropischem Gebiet, is klar ne :P
    advanced dives und den rescue natürlich mit inbegriffen.
    Ich würde gerne wissen, ob es irgendwo auch konkrete Stellenausschreibungen gibt, die eine Ausbildung und anschließend einen Arbeitsvertrag in Aussicht stellen? Gibt es sowas überhaupt und hat jemand evtl schon mal erfahrung damit gemacht? Denn irgendwo hinfliegen, wieder zurück nach Dt, sich bewerben und dann einen erneuten Flug buchen ist teuer.
    Und bevor weitere Ausführungen zu dieser „express karriere“ stattfinden, ich sehe mich selbst durchaus im stande auch mit nur 60-100 tauchgängen verantwortung zu tragen denn ich habe gemerkt, dass ich mit meinen ersten „gehversuchen“ schon sicherer und bedachter war als so manch andere erfahrene taucher. Wenn man das Gewässer kennt, auf alles Acht gibt und sich auch in unerwarteten Situationen im Griff hat braucht man keine 2000+ tauchgänge denke ich. Hat vor allem auch viel mit der individullen Persönlichkeit zu tun oder?!

    Vielen Dank schon mal im Voraus:)

    LG,
    Paul

    • Bam 02.01.2014 um 19:17 Uhr

      Hey Paul. ich habe auch dieses Jahr den OWD in den Malediven gemacht. Mein Tauchlehrer ist schon seit 20 Jahren im Tauchgeschäft. Meinte auch ich habe Talent zum Tauchen ( was immer das heissen mag) Aber wie die 2 Profis oben schon schrieben denke ich das es ein riesen Unterschied ist ob du mit einem Guid oder alleine unterwegs bist. Ich selber hab jetzt Trocken Anzug und Bergseetauchen und Nitrox noch gemacht.Nach abschluss von dem hab ich mich das erste mal mit meim Nachbar 1568 Tauchgänge zum ersten mal ohne Gruppe also nur 2 in den See gewagt und beide kannten den nicht.

      Ich persönlich denke das ich mit 100 Tauchgänge noch nicht die Erfahrung habe wircklich mit jemandem der z.B Bewusstlose ist wegen einer Stickstoff vergiftung einen Not-Aufstieg zu machen.

      Ich selber möchte auch gerne den Instructor machen und mit meiner Frau Auswandern.

      Lieber ein Jahr warten und noch Tauchgänge sammeln und evtl. was ich nicht hoffe. In eine Notsituation kommen und diese meistern kann ohne das ich ein Menschenleben von meinen Tauchschülern riskiere.

      Danke auf jeden fall Conni für deinen Überblick.

      LG
      Bam

  • Sandra 15.02.2014 um 11:19 Uhr

    hallo conni,
    vielen dank für diesen kompakten und aufschlussreichen artikel. daher sehr interessant zu lesen…
    wir haben letztes jahr unseren rescue diver gemacht. ebenfalls auf einer schönen insel vor lombok :-)
    jetzt stehen wir vor der frage wie es weiter geht mit unserer tauchausbildung. wir haben beide ca 100 tauchgänge. eigentlich war geplant den nächsten urlaub mit der divemaster ausbildung und ein bisschen rum reisen zu verknüpfen… leider fällt der urlaub nun kürzer aus als geplant. aber immerhin haben wir acht wochen.
    wie schätzt du das ein? wie viel zeit sollten wir uns nehmen? können wir den theoretischen teil zu hause schon etwas vorarbeiten?

    • Conni Biesalski 17.02.2014 um 17:24 Uhr

      Ich würde in jedem Fall 4 Wochen für den Divemaster einplanen. Also habt ihr ja genügend Zeit!

  • Rämu 06.07.2014 um 21:43 Uhr

    Danke.
    Toll gemacht.
    Weiter so.

  • Frank 21.08.2014 um 17:17 Uhr

    Hallo Conni,

    bin gerade dabei Deine Seite hier förmlich zu verschlingen, denn a) stehe ich vor einer großen Reise und b) verbindet uns die Passion zum Tauchen.

    Ich möchte meine Reise mit einer Ausbildung zum Dive Master verbinden. Die einschlägigen Gebiete Utila, Gili Trawangan und Koh Tao hast Du in Deinem Artikel bereits benannt. Da Du alle kennst würde mich sehr interessieren, warum Du Dich schlussendlich für Gili entschieden hast? Derzeit favorisiere ich Koh Tao, bin mir aber je unsicherer desto weiter ich mich einlese.

    Ich wäre Dir – und auch anderen Lesern – sehr dankbar für Hinweise die mir meine Entscheidung vereinfachen könnten. Liebe Grüße, Frank

  • Lule 12.11.2014 um 01:39 Uhr

    Heho :)
    Kannst du Mir eine tauchschule in utila empfehlen, die nicht nur touristenabfertigung ist?

    Danke schonmal !!

  • Sandra 07.01.2015 um 06:37 Uhr

    Hallo Conni,
    welche Tauchbasen kannst du in Australien empfehlen, hab mir bereits einige angeschaut und zumeist ist es eine totale Massenabfertigung. So möchte ich nicht gerade arbeite, 30 Intros am Tag zu machen kann auch echt nicht gesund sein….
    Vielleicht kennst du sogar eine SSI Basis die Instruktoren sponsort und normale Arbeitsverhältnisse hat.
    Bin über jeden Tipp dankbar.
    Liebe Grüße aus Cairns

  • Daniel 28.05.2015 um 15:11 Uhr

    Wie finanziert man das denn am besten wenn alles was am Konto ist für ein Flugticket reichen würde?

    Ich war zwar bis jetzt nur Schnorcheln, aber alles ist besser als Blätter in einem Büro während des deutschen Winters zu kopieren. :D

    Wunschziel wäre Australien. Englisch-skills sind reichlich da.