Outdoor in Südamerika: 3 geile Abenteuer, die dich umhauen werden

outdoor-suedamerika

steve*Gastbeitrag von Steve auf Back-Packer.org*

Steve reist seit vielen Jahren durch die Welt mit Fokus auf Südamerika und Europa – auf seinem BackPacker Reiseblog teilt er seine Erfahrungen in Guides, sehenswerten Videos und gibt wertvolle Tipps rund ums Backpacking.

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Woran denkst du bei Südamerika?
Strände, Samba und Caipirinha?
Mich hat die Natur in Lateinamerika schlicht umgehauen und nachhaltig geprägt.

Nach meiner Backpackingtour in der Region denke ich daher vor allem an die vielen coolen Outdoor-Abenteuer zurück.

Hier möchte ich dir heute drei Outdoor-Highlights in drei Ländern vorstellen, die du auf jeden Fall auf dem Zettel haben solltest, wenn du einen Backpackingtrip in diese Region planst.

Die Reise führt uns von den peruanischen Anden über das hochgelegene La Paz in Bolivien bis hinunter nach Patagonien im Süden Chiles. Damit deine Reise so richtig gut wird empfehle ich dir im Vorfeld Spanisch zu lernen.

Bereit? Dann pack deinen Rucksack und los geht’s!

1. Peru: Wanderung nach Choquequirao nahe Cusco

choquequirao peru

choquequirao peru 2

Dieses Abenteuer ist ein richtiger Geheimtipp, erfordert jedoch Kondition!

Die 4-tägige Wanderung führt dich hinauf zu einer Inka-Stätte die erst nach Machu Picchu entdeckt wurde und zudem wesentlich größer ist als der berühmte Nachbar.

Da Choquequirao nur über diesen mehrtägigen Trek erreichbar ist, ist die Zahl der Touristen vor Ort verschwindend gering – gleiches gilt für die Kosten. Du benötigst lediglich die passende Ausrüstung, ein wenig Kleingeld für Bus/Camping/Eintritt und du solltest fit sein da es von einem der tiefsten Canyons der Welt auf 3085m hinauf geht!

Die Anstrengungen sind es allemal wert: umgeben von den schneebedeckten Gipfeln der Salkantay-Gebirgskette liegt diese recht gut erhaltene Ruinenstadt, in der Du dich frei bewegen kannst.

Wer es richtig Hardcore mag kann von hier auf alten Inka-Pfaden weiter bis zum Machu Picchu wandern (9-10 Tage!).

2. Bolivien: Mountainbiking auf der gefährlichsten Straße der Welt nahe La Paz

Death Road Bolivien La Paz

Death Road Bolivien

Im Vergleich zum vorherigen Abenteuer musst du hierfür, unter uns gesagt, kein besonderer Outdoorfreak sein. Mittlerweile gehört diese Tour zu den absoluten MUST-DOs unter Backpackern in Bolivien. Schwindelfreiheit ist von Vorteil.

Das ganze ist eine geführte Tour welche du direkt in La Paz buchst, dabei handelt es sich um reines Downhill-Mountainbiking auf der Yungas Road – eine sehr enge Bergstraße die sich an steilen Abhängen entlang ins Tal schlängelt. Den Spitznamen erhielt die Straße durch die Vielzahl an tödlichen Unfällen die sich bis 2006 hier regelmäßig ereigneten.

Heute ist es nicht mehr ganz so gefährlich, da der Verkehr auf eine neu gebaute, breitere Fernstraße ausweicht. Geblieben sind die Radtouren bei denen du direkt neben der Schlucht hinunterfährst – unter Anleitung von Guides und in einem angemessenen Tempo.

Die Landschaft ist grandios, auch wenn man sich am Anfang eher schlecht darauf konzentrieren kann!

Übrigens: Dennoch gab es auch in den letzten Jahren tödliche Unfälle von unachtsamen Radfahrern die sich selbst überschätzten oder beim Fotografieren in die Tiefe stürzten – also: komm ausgeruht auf die Tour und geh vorsichtig an die Sache ran!

 

3. Chile: Wanderung in Torres del Paine

Torres del Paine Chile

Torres del Paine Chile Grey# Torres del Paine Chile Gletscher

Eine Tour in diesem Nationalpark ist die absolute Königsdisziplin was Wanderungen in Patagonien angeht – nicht aufgrund der Schwierigkeit sondern aufgrund der vielfältigen Landschaft.

Ich zähle dieses Erlebnis zu meinen Top 3 aller Reisen, die ich bis heute unternommen habe, gehört also jeden Fall in die Reiseplanung für Chile.

Torres del Paine gilt als eines der Wahrzeichen Chiles und vereint Gletscherlandschaften, Gebirgsmassive, Wälder, Lagunen, Seen und Graslandschaften auf kleinem Raum. Bei der populären „W“ Route kannst du die Highlights in nur 4-5 Tagen sehen und…glaube mir: du wirst begeistert sein!

Ich selbst bin die große Rundwanderung angegangen und kann nur jeden empfehlen so viel Zeit wie möglich in diesem Park zu verbringen.

 

Für mehr Infos zu diesen und weiteren Südamerika-Abenteuern schau auf Steves’ Blog vorbei, dort findest du u.a. Steve’s neues eBook „Chile auf eigene Faust“ inkl. Wanderführer für Torres del Paine – hol’ es dir hier und folge ihm auch auf Facebook!

ebook chile

 

Hast du Fragen an Steve? Oder noch weitere Outdoor-Tipps für Südamerika? Rein damit in die Kommentare!

 

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Conni

21 Kommentare

    Hey Steve,
    du hast es doch tatsächlich geschafft, mich zu überzeugen, obwohl ich “Outdoor” eigentlich gar nicht viel abgewinnen kann und eher ein Stadtmensch bin. Unglaublich schöne Bilder, vor allem Punkt 2 kommt auf meine Bucket List :)
    Liebe Grüße, Caro

    Hey Steve,

    danke für deine Tipps. Besonders das du Choquequirao anstelle vom Inka Trail vorgestellt hast. Sonst hat mir in Bolivien noch der Besuch im Madidi Nationalpark über Rurrenabarque sehr gut gefallen und Eisklettern in El Chalten, Patagonien Argentien ist auch ein Muss!!

    Wooow tolle Bilder <3. Ich wünschte ich könnte auch dorthin fliegen. Bin ein mega Fan von Südamerika aber kann mir das leider nicht leisten, da ich noch eine Studentin bin :(. Gruß aus St Christina

    Hey,
    sehr coole Touren!
    Alleine bei den Bilder der Bergstraße in Bolivien kann einem schon das Herz in die Hose rutschen…

    Hi Eva,

    wenn Ihr in Südamerika unterwegs seid (wie wir gerade), trefft Ihr schnell Leute, die ähnliche Ziele wie Ihr ansteuern. Ihr findet wahrscheinlich wenige (oder keine) die exakt die selbe Route durch Südamerika vor Augen haben, aber sicherlich welche mit denen Ihr die einzelnen Sehenswürdigkeiten oder Etappen gemeinsam erleben könnt. Eine gewisse Flexibilität beiderseits vorausgesetzt…
    Wenn Ihr also zu zweit startet und noch Mitreisende sucht (oder Euch einfach bei jemandem einhängen wollt, der schon etwas geplant hat) dann würde ich Euch empfehlen, an einem von Backpackern frequentierten Ort (z.B. Hostels in den Hauptstädten oder in Trekking-Gebieten) zu starten und dort typische (z.B. von Lonely Planet/ Tripadvisor) empfohlene Aktivitäten zu machen (und Euch ein bisschen Zeit zu nehmen). Das klingt zwar erstmal sehr “mainstream-touristisch”, aber man knüpft dabei schnell Bekanntschaften. In Südamerika sind sehr viele internationale (am häufigsten trafen wir Israelis, Deutsche, Australier, Engländer und Franzosen) Backpacker unterwegs mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Vorstellungen (von voll durchgeplant und informiert bis keine Ahnung mal sehen was kommt). Ich bin also überzeugt, dass Ihr auch in Südamerika interessante Gefährten finden werdet, falls Ihr alleine startet.

    Gute Reise!
    Andreas & Anne

    Hey Leute ich hätte eine frage! Eine Freundin und ich würden Ende September gerne nach südamerika backpacken und das aber nur in einer gruppe!!! habt ihr da tipps?? Bzw hat jemand lust mit uns diese reise zu machen ? bitte melden danke!!

    Vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Wir sind gerade noch auf unserer Reise durch Südamerika und sind sowohl die Yungas-Straße (aka Death Road) “runtergerollt” als auch in den Torres del Paine gewandert. Durch den Artikel wurden viele schöne Erinnerungen wach!

    Ergänzen möchte ich eine Alternative zum Wandern in den Torres del Paine –
    den Nationalpark Los Glaciares (erreichbar aus El Chalten, Argentinien).

    Die Sehenswürdigkeiten sind vergleichbar – steile Granittürme mit glasklaren Bergseen im Vordergrund (die man zum Sonnenaufgang besucht), Gletscher (auf denen man Touren buchen kann) und beeindruckende Panoramas über Patagonien. Aber! Für den Nationalpark Los Glaciares zahlt man weder Eintritt (zum Wandern) noch für die Zeltplätze (es gibt auch einige kostenlose in Paine) und man braucht auch nicht teuer an- / abreisen (wie in Paine aus Puerto Natales) sondern kann direkt aus El Chaltén starten.
    Unser Eindruck war auch, dass die Torres del Paine sehr gehypet werden und häufig ziemlich überlaufen sind (speziell im Sommer: Touristen aus der ganzen Welt und Locals (Chilenische Semesterferien)) und deswegen auch sehr streng darauf geachtet wird, dass man nicht vom Weg abweicht.
    Fast alle Backpacker aus Torres del Paine, die wir kennengelernt haben, bestätigten den Eindruck ein bisschen ausgebeutet zu werden.

    Wer noch unentschlossen ist, dem würde ich den Nationalpark Los Glaciares sehr ans Herz legen. Wer sich schon auf die Torres fixiert hat, könnte sich überlegen vorher oder nachher in El Chaltén für ein paar Tage wandern zu gehen. Egal ob man auf mehrere Eintagestouren geht oder mit dem Zelt loszieht man kann locker drei bis fünf Tag im Park verbringen und jeden Tag etwas neues erleben. Via El Calafate kommt man relativ einfach von und nach Puerto Natales – dem einzigen Zugangspunkt zum Torres del Paine Nationalpark.

    Hier unser Bericht zu unser Mehrtagestour im Nationalpark Los Glaciares (auf Englisch):
    http://a2research.tumblr.com/post/109152238497/losglaciares

    Wer ganz abseits von jeglicher Zivilisation und soweit südlich wie möglich wandern möchte – dem empfehle ich die Insel Navarino / Puerto Williams. Dort kann man (wenn man es sich zutraut und es das Budget erlaubt) allein durch die Natur wandern auf Wegen die man sich häufig selber bahnen muss. Hier hat noch häufig das Gefühl seinen Fuss als erster auf eine Stelle am Boden zu setzen.

    Hier unser Bericht zu unseren Erlebnissen auf Isla Navarino (auf Englisch):
    http://a2research.tumblr.com/post/109586404542/december-28-january-2-hiking-on-isla-navarino

    Besten Gruß aus Santiago,
    Andreas

    …also ich war letzten November 3 Wochen in Kolumbien. Alleine. Meine Tour war Bogota, Medellin, Santa Marta und Cartagena. Zwischendurch habe ich noch den trip nach ciudad perdida gemacht. Ein ‘must do’. Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil. Ich will wieder hin :)

    Hi Claudia, ich War letzten

    Ich bin auch eine Naturbegeisterte, die leider noch nicht weiter als Südtirol gekommen bin. Hoffentlich ganz bald. Liebste Grüße aus Grödnertal

    Amerika finde ich ja schon spannend und irgendwie sitze ich auch jedes mal begeistert vor dem Fernseher wenn ich mir mal wieder eine Doku dazu ansehe, nur getraut habe ich mich noch nicht… Leider! Bis jetzt verschlägts mich immer wieder in die hotels ratschings :)
    Grüße Claudia

    Vielen Dank Steve für den coolen Artikel. Ich fliege im Januar nach Chile und Patagonien steht ganz oben auf der Liste, dank deinen Bildern habe ich nun noch mehr Lust auf Chile bekommen.

    Hattest du denn irgendwo auch gefährliche Situationen in einem Land? Ich bin mir noch ein bisschen unsicher wegen Kolumbien und Mexiko.

    Ich war ein Jahr in Mexiko und kann dir sagen: Meide Guerrero und Morelia (Staaten der Westküste) und dann ist alles in Ordnung, das betrifft dann die Orte Acapulco und Ixtapa – aber die interessanten Strände und Orte sind eh an der Rivera Maya und in Oaxaca (Manzunte zB)

    Quatsch. Michoacan und Morelia sind überwiegend vollkommen sicher. Acapulco, Taxco, Morelia, Patzcuaro sind auch super schöne Städte, die man auf keinen Fall verpassen sollte (vor allem weil man sie wegen der Propaganda mit keinen Touris teilen muss). Es stimmt, dass der Drogenkrieg in beiden Staaten mehr wütet als in den Nachbarstaaten – das betrifft aber eher ländlichere Gegenden. Auch Acapulco hat man nichts mehr zu befürchten – aber den Titel als Stadt mit der zweithöchsten Mordrate weltweit wird man leider nicht mehr schnell los…
    Zu meiden ist eher die Grenzgegend zur USA – da kann es in der Tat sehr gefährlich werden.

    Hey Björn – generell ist Südamerika natürlich gefährlicher als Deutschland ;)

    Wie überall gibt es auch hier gefährlichere Ecken und weniger gefährliche Gegenden. Insbesondere Patagonien würde ich als sehr sicher einstufen – in großen Städten ist es hingegen meist unsicherer.

    Du musst hierbei immer von Ort zu Ort entscheiden und dich entsprechend vorher ein wenig reinlesen und umhören. In Mexiko und Kolumbien war ich selbst jedoch nicht.

    Oft hilft gesunder Menschenverstand und die entsprechende Vorbereitung das es gar nicht erst zu brenzligen Situationen kommt.

    Vielen Dank für diesen schönen Artikel. Wir werden im März 2015 auch endlich nach Südamerika kommen und auch im Torres Del Paine wandern. Die Vorfreude steigt dank dieses Artikels ins unermessliche an ;o)

    Wow bin echt beeindruckt, da ich 2015 nach Südamerika möchte und sehr gerne in der Natur unterwegs bin – von der ersten Tour habe ich noch gar nichts gehört. Kannst du etwas zu den Kosten für die einzelnen Trips sagen?

    Hey Patrick,

    von allen vorgestellten Touren ist die erste sicherlich die günstigste – lediglich Bus, Campsites und Eintritt müssen hier bezahlt werden. Einen Guide benötigt man nicht unbedingt.
    Auf http://wikitravel.org/en/Choquequirao findest du mehr zu den Kosten.

    Die Death Road macht man immer mit einer Agentur, hier empfehle ich Gravity – die sind zwar die teuersten, bieten jedoch das beste Equipment und den umfänglichsten Service. Kostentechnisch lag das bei 80-90€ (Full Day, Transfers, Verpflegung, DVD, Shirt, Halstuch)

    Die Kosten für Torres del Paine setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, mehr dazu findest du im ausführlichen Torres-Guide auf meinem Blog.

    Viel Spaß in Südamerika!

    Super danke.

    Den Choquequirao kann man aber nur mit Zelt Schlafsack etc machen – da ich nur einen kleinen Backpack habe und nicht plane, die Ausrüstung über die ganze Reise mitzunehmen (inkl. Platzprobleme) – hast du irgendwo gesehen, ob man Zelte und das benötigte Equipment leihen kann?

    Die death Road kommt auf meine To-do List (die ich eigentlich gar nicht habe, da ich eigentlich recht planlos losreisen möchte und dann schau wo es mich hinzieht).

    Hallo!
    Südamerika ist wahrlich ein Outdoorparadies. In meinem Blog habe ich so ähnliche Highlights zusammengefasst.
    Neben der Death Road in Bolivien habe ich da noch Raften und den Santa Cruz Trek in Peru empfohlen bzw. vorgestellt:
    http://weltblicke.at/2014/05/29/outdoorfun-in-suedamerika/

    Grüße aus Wien!

Ich freue mich über deinen Kommentar

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