Mein Leben im On/Off-Modus: Arbeiten, um zu reisen – Geht? Geht!

off-on-leben

*Gastbeitrag von Susan Rößner*

 

Ich sitze gerade an einem See in den Rocky Mountains, trinke Kaffee und schreibe diesen Post.

Bis vor einem dreiviertel Jahr noch habe ich in einem Büro gesessen. Seeblick hatte ich zwar auch, und Kaffee gab es ebenfalls. Nur mußte ich halt dort sitzen bleiben, bis die Arbeit erledigt war.

Ich habe diesen Job sehr gemocht, und trotzdem habe ich gekündigt. Bei dem vorherigen Job war es genauso. Ich reise gern. Ich reise so gern, dass ich schon zum zweiten Mal zum Chef gegangen bin und sagte: „Ich gehe noch mal weg.“

Es fällt mir jedesmal erstaunlich leicht. Wie mir die großen Entscheidungen meistens leicht fallen. Ich habe ein Problem damit, im Restaurant mein Abendbrot zu wählen. Aber ich habe kein Problem damit, mir ein Reiseziel auszusuchen und meine Sachen zu packen.

Nehmen wir unsere Träume wichtig

Vielleicht habe ich die Arbeit nicht gerade erfunden, mag sich der eine oder andere denken. Doch dem ist nicht so. Ich weiß sie nur ins richtige Verhältnis zu setzen. Ich gehe gern auf Arbeit. In meinen Jobs liefere ich Höchstleistungen ab. Ich fühle mich für meine Projekte verantwortlich. Ich mache mir Sorgen, ob sie auch nach meinem Weggang noch weiterlaufen.

Aber das soll nicht mein Leben bestimmen. Ich weiß, dass ich ersetzbar bin. Die Arbeitswelt dreht sich weiter, ohne dass ich darin vorkomme. Nehmen wir uns selber nicht so wichtig – nehmen wir unsere Träume wichtig.

Vor meiner aktuellen Reise – ich bin für ein Jahr in den USA und in Kanada unterwegs – hat jemand zu mir gesagt: „Du kannst nicht immer vor dem Leben weglaufen.“ Aber Reisen ist mein Leben. Jeder lebt anders.

Arbeit ist nicht das ganze Leben

Manche leben für die Arbeit. Ich arbeite, um zu leben. Um zu reisen. Kein Job der Welt ist es Wert, auf Reisen zu verzichten. Ich möchte mich nicht in zehn, zwanzig, dreißig Jahren umdrehen und mich fragen, wo all die Jahre hin sind. Ich möchte nicht, dass mir dann nur der Job einfällt, den ich damals hatte. Auf meinen Reisen mache ich so viele schöne Erfahrungen, sehe so viele neue Dinge und begegne so vielen interessanten Menschen. Dies gibt mir unheimlich viel Kraft für den Alltag zu Hause. Reiseerlebnisse bleiben, aber erinnerst Du Dich noch an Dein fünfzigstes Projekt?

Manchmal denke ich, beim Reisen fängt mein Leben überhaupt erst an. Aus dem Büro komme ich müde und erschöpft nach Hause. Ich habe meine ganze Energie auf Arbeit gelassen. Ich möchte nach Feierabend noch so viel tun, allein die Kraft fehlt. Wenn ich dagegen reise, kommen mir so viele Ideen, fühle ich mich lebendig. Reisen heißt Zeit haben zu denken, kreativ zu sein, zu genießen. Funktionieren kann ich wieder zu Hause.

Wie ich mir das Reisen leisten kann? Indem ich Geld anspare, zu Hause wenig ausgebe und auf einfache Art reise. Es stimmt, viele können sich eine Weltreise nicht leisten. Als einfacher Angestellter mit Kindern bleibt am Monatsende nicht viel übrig. Doch seien wir mal ehrlich: Vor allem wer studiert hat und schon eine Weile im Berufsleben steht, verdient in Deutschland eigentlich eine ganze Menge Geld. Wir hauen halt nur alles gern zum Fenster raus. Ich kenne Leute, die gehen mit zweitausend Euro nach Hause und immer ist das Geld alle. Und die haben keine Kinder. Ich kenne auch Leute mit dreitausend Euro im Monat und demselben Problem.

Verzicht? Gewinn!

Eine Weltreise zu machen oder sich eine Auszeit zu nehmen bedeutet vielleicht, auf etwas zu verzichten. Aber dadurch kann man sich auch etwas leisten. Etwas, das nicht vergeht: Erlebnisse und Erinnerungen und die schönsten Bilder im Kopf.

Verzicht ist sowieso relativ. In Deutschland lebe ich gut. Ich kann Bio-Lebensmittel kaufen, essen gehen, eine Zeitung abonnieren, habe Geld für ein, zwei, drei kurze und einen langen Urlaub im Jahr.

Aber ich hatte noch nie eine Wohnung mit mehr als anderthalb Zimmern. Meine Kleidungsstücke kosten vielleicht manchmal was, aber ich trage sie bis zu zehn Jahre lang. Mein Auto ist 13 Jahre alt. Ich trinke auch mal gern, doch zum Glück bin ich schon nach zwei Bier voll.

Wir müssen vor nichts Angst haben

Ich habe zuletzt reichlich 2000 Euro netto im Monat verdient. Um die 800 davon konnte ich eigentlich immer zurücklegen. Meine erste, zehnmonatige Reise nach Australien, Neuseeland und in die USA hat mich 11000 Euro gekostet. Wie viel gibst Du eigentlich zu Hause so aus?

Es lohnt immer, seine Standards zu überprüfen. Und Prioritäten zu setzen. Vielleicht investieren wir zu viel in Quatsch, Kurzlebigkeiten, Launen. Vielleicht haben wir ein ums andere Mal zu viel Angst vor dem Statusverlust und denken, dass wir nur mit dem schicken Auto und dem neusten Telefon jemand sind. Sind wir nicht. Ohne all das sind wir eher mehr wir selbst. Und auf Dauer möchtest Du ohnehin nicht als Konsumtier leben. Ist nicht nur teuer, sondern auch unverantwortlich. Sozial und ökologisch.

Wir müssen vor nichts Angst haben. Wir leben in einem der besten Sozialsysteme der Welt. Wenn ich zurückkomme, erhalte ich Arbeitslosengeld. Und zwar mehr, als meine Eltern je im Monat verdient haben. Sozialschmarotzer? Nö. Ich ruhe mich nicht darauf aus, sondern suche mir eine neue Arbeit. Aber ich muss keine Angst haben, zu verhungern. Und notfalls setze ich mich in einen Discounter an die Kasse. Ich muss nicht meiner Qualifikation entsprechend arbeiten. Ich brauch nur was zu essen und ein Dach über dem Kopf.

Not all those who wander are lost

Das letzte Mal habe ich ein dreiviertel Jahr nach einem neuen Job gesucht. Ich gelte als hochqualifiziert, aber die Arbeit wird mir nicht gerade hinterhergeschmissen. Diese Lücken muss man aushalten können. Aber die Reisen sind auch das wert.

Manche Personaler gucken schon komisch bei so einem Lebenslauf. Mir wurden Leute vorgezogen, die – Zitat – „ununterbrochen im Job sind“, also nicht wie ich einen Karieslebenslauf haben. So what. Ich hatte dafür zehn Monate (Bildungs-)Urlaub. Habe Berge bestiegen, glühende Vulkane gesehen und Baumkänguruhs gestreichelt.

Wenn Du jetzt den Kopf schüttelst, dann hast Du vielleicht schon was über Dich gelernt. Nicht jeder muss lange Reisen machen. Schon gar nicht, um glücklich zu sein. Manchen gefällt es da, wo sie herkommen, manche sind glücklich mit dem, was sie tun. Und das ist wunderbar. Aber ankommen kann man auch im Unterwegssein. Not all those who wander are lost.

Wenn Du also gern reisen möchtest und es lediglich an den Kröten oder an den vielen Wenn-und-Abers scheitert, dann krieg Deinen Popo hoch.

Am besten Du machst gleich mal einen Plan. Und übst dann den Satz „Ich kündige“.

 

Hast du auch ein On/Off Leben? Wäre es was für dich?

 

susanSusan Rößner ist gerne unterwegs, aktuell in Kanada. Am meisten streßt sie die Frage, wann sie eigentlich die ganzen anderen schönen Ecken noch angucken soll. Als nächstes würde sie gerne nach Japan fahren, und dann in die Südsee, und dann… hach ja. Nur soziale Medien nutzt sie nicht – sie schreibt Postkarten.

Wenn du ihr schreiben möchtest, dann kannst du das gerne an diese E-Mail-Adresse zu tun: misses_mad@hotmail.com

 

 

 

Photo Credit: Joriel „Joz“ Jimenez via Compfight cc

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Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 25 Gedanken

  • Sammy 19.06.2013 um 12:39 Uhr

    Hallo Susan,
    der Blogpost ist sehr schön geschrieben. Ich frage mich immer nur wie man diesen Lebensstil mit Frau und Kind gemeinsam führen könnte?

    Einen schönen Gruß aus Dresden

    Sammy

  • inka 19.06.2013 um 13:59 Uhr

    Das ist ein wirklich toller Post mit tollen Worten geschrieben. Zu meinem Vorredner und so allgemein: Ja, das stimmt, das gilt in der Regel nur für Kinderlose. Auch wenn manche es mit Kindern schaffen, ist das doch zigmal schwieriger und muss fünfmal genauer überlegt sein. Da spreche ich aus der Erfahrung mit einer Patchworkfamilie.
    Für Kinderlose aber stimmts auf jeden Fall, und was ich ganz besonders mag ist das Fazit: Jeder nach seiner Facon. Toll!

  • Carina 19.06.2013 um 15:23 Uhr

    Hi Susan,

    Du glaubst gar nicht in wie vielen Ecken Deines Artikels ich mich wiederentdeckt habe! Sehr schöner Artikel! Besonders den Begriff „Karieslebenslauf“ werde ich merken. Den habe ich nämlich nun auch bald! :-D

    Allerdings habe ich als Kinderkrankenschwester das Glück, nach egal wie vielen Lücken immer wieder einen Job zu finden. Sogar unterwegs.

    @Sammy Ich fürchte es ist nicht die Frage nach dem „Wie mache ich das?“ sondern eher „Wieviel bin ich bereit dafür aufzugeben?“

    Ich habe erst vor Kurzem über eine Familie mit zwei kleinen (!) Kindern gelesen die mit dem Auto die ganze Welt bereisen. Da spielt sich allerdings auch das ganze Reiseleben im Kombi ab und die Reisegeschwindigkeit wird den Kindern angepasst, Mittagsschläfchen inklusive.
    Geht also alles…

    Liebe Grüße,
    Carina

  • SOIBLOSSOM 19.06.2013 um 15:41 Uhr

    vielen dank für den schönen post!
    die autorin spricht mir sehr aus der seele. viele menschen haben in deutschland eine wahl, wie sie ihr leben leben. (nicht alle, ich weiss) reisen ist auch meine wahl, aber man kann halt nicht alles haben, karriere und ständig unterwegs sein geht halt nicht. jedem menschen sind andere dinge wichtig. was mich manchmal nervt, sind so sätze wie: du hast es gut, das würd ich auch gern machen, aber….oft sind das menschen mit familie, das versteh ich auch, aber beides geht halt nicht….
    ich wünsch susan weiter tolle reisen, vielleicht trifft man sich mal irgendwo, irgendwann :-)

  • Susan 19.06.2013 um 20:38 Uhr

    Hallo an alle, und danke für Eure Kommentare zu meinem Post! Hm, die Sache mit Familie stelle ich mir auch nicht so einfach vor. Das kostet wahrscheinlich viel Zeit und Nerven in der Vorbereitung. Ich habe aber z.B. im vergangenen Jahr im Süddeutsche Magazin einen Artikel über eine Familie aus Thüringen gelesen, die mit zwei kleinen Kindern per Fahrrad durch Südamerika gondelt (Den Artikel gibts auch online). Meine Hochachtung davor… Wir selbst haben vor einigen Monaten im Joshua Tree National Park eine dreiköpfige Familie mit Expeditionsmobil getroffen – ebenfalls aus Thüringen übrigens – die ein Jahr lang in Nord- und Südamerika reisen. Das Kind besuchte die 8. Klasse, wurde für die Reise aus der Schule genommen und die Eltern haben unterwegs homeschooling mit ihr gemacht. Oder besser Wohnmobilschooling. Die Lehrbücher haben sie gekauft und mitgenommen. Lapidarer Kommentar der Mutter: „In Mathe bin ich jetzt wieder fit!“ Die Familie hatte zudem offenbar mehrere Jahre in die Vorbereitung der Reise gesteckt: Das Mobil haben sie aus Europa nach USA verschifft (es hatte noch die deutschen Kennzeichen), und während diverser Sommerurlaube haben sie ihr nomadisches Leben dann ausprobiert, bevor sie auf große Fahrt gingen. Naja, einfacher ist es sicher, wenn die Kinder noch nicht in der Schule sind. Aber so ein halbes Jahr Europa mit dem Wohnmobil könnte da ja vielleicht machbar sein… In diesem Sinne: Alles Gute für Eure Reisen! Susan

  • Sandra 25.06.2013 um 09:53 Uhr

    Wow, ein sehr schöner Artikel! Ich bewundere dich für deine Offenheit und die absolute Entschiedenheit, mit der du es durchziehst. Ich finde es super und verstehe die Leute nicht, die einen in solchen Fällen dann fast schon mitleidig anschauen und einem was von „du rennst ja nur davon“ erzählen. Es kotzt mich an, dass man sich dafür rechtfertigen muss, wenn man ein anderes Leben gewählt hat und es eben nicht den „klassischen“ Vorstellungen entspricht! Deshalb gebe ich dir da absolut recht: Not all those who wander are lost!

    Hut ab und weiter so!

  • Nadine 08.08.2013 um 22:52 Uhr

    Hallo zusammen

    Ich bin vor kurzem auf diese Website gestossen und finde die Einträge einfach super!
    Dieser hier spricht mir besonders aus der Seele!
    Werde zwar erst gerade 21 und bin noch nicht so viel umher gereist wie ich es gerne hätte aber ich stimme dir bei diesem Beitrag voll zu! Die ganze Welt dreht sich nur um Geld, Status und Macht und das macht mich langsam wahnsinnig. Und ganz ehrlich dies ist echt ansteckend. Ich bin nicht eine Person die nicht gerne arbeitet, denn ich verdiene gerne mein eigenes Geld aber am Liebsten wäre mir, wenn ich irgendwo in einem Land leben würde, indem Geld und Macht nicht das wichtigste auf dieser Erde ist.
    Nun ich möchte nächstes Jahr auch einen Trip starten und hoffe, nein ich weiss, dass ich viel schönes und interessantes erleben werde.
    Habe auf jeden fall schon hilfreiche Artikel hier gefunden.

    Freue mich auf weitere spannende Einträge =)

    • Susan 12.08.2013 um 05:37 Uhr

      Hallo Nadine,

      schön, dass Du Dir so viele Gedanken machst … weiter so und eine gute Reise nächstes Jahr! Susan

  • Shavethewhales 09.12.2013 um 11:35 Uhr

    Wie wahr! Ich kann die Leute nicht ausstehen, die mir sagen, ich flüchte vor der Realität, wenn ich reise. Woanders gibt es auch eine Realität, was ist falsch daran, auch die kennenzulernen? Jeden Tag ins Büro gehen ist nicht die einzige Wahrheit.

  • Lisa 22.04.2014 um 10:55 Uhr

    Danke für den schönen Artikel. ich habe mich direkt wiedergefunden. Ich komme gerade von einer Reise und habe gerade Schwierigkeiten wieder in den Arbeitsalltag zu kommen. Im Grunde würde ich am liebsten direkt wieder los :)
    Viel Spaß auf deiner Reise!
    Liebe Grüße,
    lisa

  • Michelle 23.04.2014 um 15:20 Uhr

    Habe soeben deinen Beitrag gelesen, und du schreibst mir aus dem Herzen! Ich reise selber unglaublich gerne und verfasse dann immer Reiseberichte um diese schöne Zeit nicht zu vergessen. Und auch wenn ich kürzlich erst auf Reisen war, zieht es mich kurz nach der Ankunft zu Hause wieder fort in die weite Welt :)
    Liebe Grüsse, Michelle

  • lisa 06.05.2014 um 15:08 Uhr

    AUS DER SEELE GESPROCHEN!!!!
    Wer hat uns denn gesagt, dass wir immer arbeiten müssen?!?! Grade in Deutschland dieses Schule – Abschluss – Ausbildung/Uni – Arbeit am besten in ein und dem selben Job – Rente System und wehe dem man macht was anderes.
    bin nachm Abi für ein Jahr in die USA und jetzt nachm Studium bin ich seit nem Jahr schon weg. Die Reaktion der meisten, als ich die Reise ankündigte war „Und wann willst du mal was richtiges machen?“
    Tja was richtiges ist Definitionssache….

  • Patotra (Ellen) 07.05.2014 um 09:30 Uhr

    DU HAST SO RECHT! Danke für den tollen Post!
    Das muss ich jetzt einfach mal loswerden. Da ich mit 3 Kids reise ist das Reisen und Ansparen zwar noch etwas schwieriger – trotzdem geht es. Nicht für lange Zeit, da wir an die Ferienzeiten der Kinder gebunden sind und auch auf ein regelmässiges Einkommen angewiesen sind – aber es geht. Meinen Kids rate ich jetzt schon, nach der Schule zu jobben und dann die Welt zu erkunden. Studium oder Ausbildung ist danach immer noch möglich (ausser dem Leben läuft einem nichts davon). Die Beste Bildung erfährt ein Mensch auf Reisen, hat ein weiser Mann einmal gesagt! Gibt es eine schönere und bessere Möglichkeit zu lernen?
    Ich kenne keine!
    Weltoffene, kommunikative, kreative Menschen braucht das Land! Sesselpupser gibt es schon genügen ;-)

    • Sue 06.01.2015 um 20:11 Uhr

      Hallo Ellen, ich finde es immer erschreckend, wenn Menschen ihre Reisepläne an die Schulferien der Kinder anpassen und dann aber schon Dinge sagen wie: „Die beste Bildung erfährt ein Mensch auf Reisen.“
      Wie kurz ist dann der Sprung zur Schulfreiheit für immer. Das Leben ist Lernen, erst recht auf Reisen. Meldet die Kinder aus D ab und seid frei, wann immer Ihr wollt!!!! Freilernern ist überall aus der Welt möglich, nirgendwo gibt es den Schulbesuchszwang wie in Deutschland. Also raus in die Welt, keine Rücksicht auf Schule. Schule macht krank, tötet die Neugier und Individualität. Leben ist jetzt, Eure Kinder haben tolle Eltern, die ihnen die Welt zeigen. Das kann keine Schule. Alles was ein Kind braucht, lernt es im Leben. So war es schon immer. Viel Glück und Freude unterwegs!!!!

  • Tita 31.05.2014 um 13:43 Uhr

    Hallo Susan,
    sehr interessant was Du schreibst. Ich kann Dir nur beipflichten. Entweder die Familie oder der Job bindet Dich. Aber irgendwann kommt mit Sicherheit die Frage, soll dies alles gewesen sein? Wo sind die Träume und je mehr Jahre ins Land gehen, je öfter fragt man sich, kann ich meine Träume auch noch dann leben wenn die 40, 50 oder gar 60 überschritten sind?
    Ich habe bereits die 50 überschritten und arbeite daran, wie ich als Reisende auf Tour meine Reisekasse aufbessern kann. Als Krankenschwester vertraue ich darauf immer und überall einen Job zu bekommen.

    Ich bin nur noch auf der Suche nach der für mich besten Möglichkeit…. Radreise, auf Schusters Rappen oder mit einem Fahrzeug.

    Allen anderen wünsche ich viel Gück und Spaß bei der eigenen Verwirklichung ihrer Träume.

    • Susan 31.05.2014 um 13:48 Uhr

      Liebe Tita,
      je oller je doller! Find ich klasse, dass Du Dich auf den Weg machen willst. Reisen ist (hoffentlich) keine Frage des Alters.
      Alles Gute, Susan

  • Rainer 09.07.2014 um 23:15 Uhr

    Hallo Susan,
    danke für deinen Artikel. Er beschreibt meine Situation.
    Ich übe gerade den Satz: „Ich kündige.“
    Die meisten Sachen sind verkauft – die Wohnung ist gekündigt – der Sommer wird im Gartenhaus verbracht und am 4. Nov. soll´s losgehen.
    2 1/2 Jahre Weltreise.
    Mit 44 habe ich schon einige lange Reisen hinter mir, aber in der Form… das fordert mich.
    Da kommt ganz schön Bammel auf!
    Ich hänge grade noch an dem Satz…
    Liebe Grüße
    Rainer

  • Susan 10.07.2014 um 17:00 Uhr

    Hallo Rainer,

    zweieinhalb Jahre, wow! Da bin ich direkt neidisch. Auch aufs Gartenhaus. Viel Spaß und eine gute Reise, Susan

  • Michael 21.03.2015 um 13:32 Uhr

    Toller Artikel Conni!
    Ganz ehrlich, solche Menschen wie dich kann man nur supporten.
    Inspiration pur. ;-)

    • Genevieve 16.12.2016 um 21:10 Uhr

      Since AT&T will be capping monthly bandwidth usage on May 1st for its Uverse as well as DSL curetmoss, I will be unable to utilize this service. Thanks for taking us a step back in technology AT&T!

    • http://www./ 23.12.2016 um 20:38 Uhr

      He’s. jeg er en pige pÃ¥ 17, hvis stofskifte er i udu efter brug af p piller.. Nu tager jeg pÃ¥ af ingen ting.. Jeg vil høre hvad jeg skal spiser til morgen, frokost og aftensmad.. Og mÃ¥ man spise nogle snacks?? Hvad mÃ¥ man ikke spise? Mvh julie

    • kredit trotz sozialhilfe wien 07.02.2017 um 17:05 Uhr

      Până acum nu am văzut că au furat banii de la stat pentru Catedrală. Am înţeles că vor să strângă de la fanii lor ca să plătească creditul bancar.Nu văd nici o problemă, dacă va primi bani de la stat să acopere creditul atunci o să fie timp de indignare morală.Oamenii vor biserici oamenii vor primi biserici. Aşa funcţionează mecanismul cererii şi ofertei.

  • pattilabelle 05.06.2015 um 03:03 Uhr

    Hallo Conni, deine Sichtweisen, dass Reisen frei machen kann ich voll bestätigen. Aber es muss nicht immer so extrem sein wie bei Dir :). Zum Beispiel kann man auch als ganz normaler Angestellter die Brückentage gut kombinieren und somit Städtetrips innerhalb von Europa machen und z.B. 1,5 Wochen auf einem anderen Kontinent und dann noch einmal 1 Woche auf einer Insel verbringen bzw. im nächsten Jahr dann alle Tage für ca. einen 3-Wochen USA Rundkurs verwenden oder Australien mit Neuseeland kombinieren. Ich bin zum Beispiel froh, dass ich, bevor ich in ein anderes Land für längere Zeit reisen würde (Krankenversicherung, Arbeit), diese Länder bereits im Urlaub gesehen habe, um dann zu sehen, welches Land mir gefällt und welches nicht (Landschaft, Kultur, Verdienst, Absicherung, Sicherheit etc.). Erschrocken war ich nur darüber, dass ich im ersten Urlaub in Kalifornien einer Gruppe von Grauköpfen zugehört habe, die darüber gesprochen haben, wie toll es ist, endlich nach dem Arbeitsleben die Chance zu haben, ihr Traumland zu besichtigen. Da frage ich mich einfach, „wieso zum Teufel so lange gewartet?“. Ich bemesse dem Geld immer nur einen Zeitwert zu – man investiert x Stunden um mit diesem Wert eine y Zeit gut zu verbringen, den z (die Unabhängigkeit) wird kein Arbeitnehmer je erreichen können (> 1,5 Millionen Euro nötig für ca. nur 1300 Netto pro Monat bis zum Alter von 85 Jahren). Als Arbeitnehmer kann man nach einem Jahrzehnt Vollzeit-Anstellung und totalem Verzicht plus niedrigste Lebenshaltungkosten maximal 35-50000 Euro zusammensparen. Und will man noch mehr sparen, dann greift der Fiskus durch die Freigrenze ein. Alles, damit man ja nie unabhängig wird. Somit eignet es sich als Normalsterblicher in gewissem Maße zu sparen, darüberhinaus aber nicht. Wir leben wirklich in einem sehr sicheren Land und das sollte man auch nutzen (ein wenig sparen, aber alles darüber für Lebenserfahrungen ausgeben = Fertigkeiten erlernen/Bildung + Reisen + Sport + Menschen kennenlernen). Man kann also als normaler Angestellter schon innerhalb von 5 Jahren 2-3 Kontinente sehen und dazwischen halb Europa. Das sättigt schon sehr gut den Drang. Und dann sieht man, dass das viele Reisen mit den Flugzeugen und dem damit verbundenen Stress aus dem Koffer zu leben, nicht unbedingt angenehm sind. Es ist aber toll, wenn man den Chef oder die Mitarbeiter im Gang mit Abteilungsleitern oder anderen Mitarbeitern hört, wie wahnsinnig toll sie die China-Reise fanden, die man selbst schon längst auch nur mit einem Bruchteil ihres Gehaltes vor Jahren schon erlebt hat. Es geht und ja, es kostet verdammt viel Geld. Den Rest spare ich ähnlich wie Du auch nur mit 1,5 Zimmerwohnung Standard Weiß, kleinstes 12-jähriges Gebraucht-Wirtschaftlichkeits-Auto (macht durch Baustellen, Staus und Blitzer sowie Drängler und fehlende Parkplätze eh keinen Spaß mehr, Auto zu fahren und kaputt geht immer etwas), kaum Ausgehen, kein teures Essen, keine teuren Hobbies dazwischen, kein Luxus wie Wein oder Bier oder Rauchen oder Elektronik Gadgets etc.