Mehr Leben, weniger Laptop: Wie du als Digitaler Nomade da arbeitest, wo andere Urlaub machen

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*Gastbeitrag von Sebastian @ TravelWorkLive.de*

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Sebastian ist Digitaler Nomade mit verschiedenen Onlinebusinesses (Blog, Onlinekurs, iOS App etc…) und reist viel um die Welt. AufTravelWorkLive gibt er Tipps, wie du dein Business von unterwegs führen kannst und dabei nicht nur besser verdienst, sondern auch mehr erlebst!

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Der Job als Digitaler Nomade ist wohl wahrhaftig einer der besten der Welt.

Doch wenn jemand sagt, er sei Digitaler Nomade, fängt das Kopfkino an, den Strand herzuzaubern, lässt die Palmen wedeln und bunte Cocktails mixen. Natürlich alles unter freiem, blauem Himmel und mit strahlender Sonne.

Das mag sich alles traumhaft anhören, aber der Alltag der Digitalen Nomaden sieht um einiges anders aus.

Wenn du dir bei Instagram den Hashtag #digitalnomad anschaust, wird dieses Klischee zwar noch mit tollen realen Bildern bestärkt, aber der Grund, warum dies so ist, ist eigentlich auch ganz einfach:

Wir fotografieren uns nur selten beim Arbeiten, sondern posten nur schöne Bilder, wenn wir mal kurz vom Laptop weg sind. Denn wer will auch permanent nur Schreibtisch- und Kaffeetassenbilder sehen? Genau, niemand wirklich.

Um die Zeit zu haben, etwas Schönes zu erleben und genau dort zu arbeiten, wo andere vielleicht Urlaub machen, müssen wir uns als Digitale Nomaden sehr gut organisieren.

Du hast mit Sicherheit schon viel über Zeitmanagement und das Organisieren gehört, und vielleicht auch gelesen. Du hast gelernt, dass wenn du die richtigen Gadgets hast, das mit der Organisation um einiges einfacher ist. Stimmt alles, aber ich sage ganz leise “Bullshit!”

Denn um organisiert zu sein, musst du erst einmal verstehen, was Zeit eigentlich bedeutet.

Zeit ist, um es ganz einfach auszudrücken, “der Moment, in dem Dinge geschehen.” Macht Sinn, oder?

Denn letztendlich gibt es zwei Arten von Zeit: Uhrzeit und Echtzeit! 

In der Uhrzeit wissen wir, dass eine Minute 60 Sekunden hat und ein Tag 24 Stunden, und das ein Jahr aus 365 Tagen besteht. Richtig? Wenn jemand 25 wird, dann ist er 25 Jahre alt – nicht mehr und nicht weniger!

Echtzeit wiederum ist anders. Echtzeit ist relativ. Die Zeit fliegt oder steht still je nachdem, was du tust. Zwei Stunden beim Steuerberater kommen einem vor wie 10 Jahre und wenn unser Neffe 10 wird, fühlt es sich an wie ein paar Tage, oder?

Der Grund, warum viele dieser ganzen Organisationsgadgets nicht wirklich funktionieren, ist, weil sie sich auf die Uhrzeit konzentrieren. Wie z.B. ein Kalender. Wie also können wir uns als Digitale Nomaden besser organisieren und dort arbeiten wo andere Urlaub machen?

 

5 Wege, wie du dich als Digitaler Nomade organisierst: 

1. Plane deinen Tag

Du nutzt einen Kalender, um die wichtigsten Termine einzutragen, die dich ca. 30 Minuten vor Start automatisch erinnern? Bis dahin arbeitest du quasi in den Tag hinein, ohne an diesen Termin großartig zu denken, richtig? Falsch!

Nehme dir jeden Tag ca. 20 bis 30 Minuten Zeit, um deinen gesamten Tag durchzuplanen und höre nicht auf, bevor du nicht ganz genau weißt, was und wie viel du an diesem Tag organisiert und erledigt haben möchtest. Setze Dir also konkrete Ziele!

2. Plane Pausen und Unterbrechungen mit ein

Wenn du dabei bist, deinen Tag zu planen, solltest du auch ganz klare Pausen mit einplanen. Pausen an denen du sehr gerne am Strand liegen und einen Cocktail schlürfen darfst.

Erstens ist es wichtig, sich Pausen zu setzen, um das, was du erarbeitet hast, zu reflektieren. Zweitens, solltest du dir nicht zu viel Druck machen und auch mal zu anderen Gedanken kommen. Das fördert die Kreativität!

3. Schalte ab!

Gehe mal nicht ans Telefon, auch wenn es klingelt und öffne eine E-Mail nicht sofort, nur weil sie gerade reingekommen ist. Das kann meist alles warten und unterbricht so nicht andauernd deine Konzentration.

Gebe anderen Menschen nicht direkt deine Aufmerksamkeit, außer es ist absolut notwendig und wichtig. Versuche dich zudem von allen Social Media Channels auszuklinken, denn hier gibt es die größte und meistens auch unnötigste Ablenkung. Durch diese Tricks wirst du viel effizienter und schneller arbeiten und hast letztendlich mehr Zeit zur Verfügung!

Tipp: Ein ziemlich cooles Tool hierfür ist übrigens SelfControl mit dem du gewissen Webseiten wie Facebook, Twitter, Gmail etc. für eine gewisse Zeit blockieren kannst!

4. Nimm dir Zeit

Nehme dir Zeit für dich, aber auch für deine Kontakte bzw. Termine. Plane Zeit ein, um ein gutes Buch zu lesen oder um einfach mal nachzudenken und länger zu reflektieren. Dadurch kannst du dir deine Arbeit genauer anschauen und vielleicht Dinge verbessern oder dir fallen Sachen auf, die du beim Arbeiten nicht gemerkt hast. Zudem bekommst du so immer wieder neue Ideen!

Außerdem solltest du dir vor jeder Unterhaltung 5 bis 10 Minuten nehmen, um dir zu überlegen, was für ein Outcome du dir von der Unterhaltung versprichst, damit du vorbereitet in das Gespräch startest. Wie oft nehmen wir ein Telefonat an und sind total unvorbereitet und willigen irgendwelchen Dingen ein ohne uns wirklich Zeit dafür zu nehmen und es zu durchdenken?

5. Sage Nein oder Jein

Um besser und organisierter zu arbeiten, solltest du öfters Nein sagen, um mehr Zeit für dich zu haben. Wenn du allem Ja sagst, wirst du irgendwann gar keine Zeit mehr haben. Weder um am Strand zu liegen und Cocktails zu trinken, noch um zu reflektieren, kreativ zu sein und neue Ideen zu entwickeln.

Überlege also, wie dich deine Entscheidungen näher an dein Ziel bringen und ob es das wirklich Wert ist. Wenn du nicht direkt Nein sagen willst, solltest du vielleicht erst einmal Jein sagen, um etwas Zeit rauszuholen um darüber nachdenken zu können!

 

Fazit: 

Wenn du diese Punkte beachtest, sollte es für dich leichter sein, genug Zeit zu finden dort abzuhängen, wo andere Urlaub machen.

Denn das Schönste als Digitaler Nomade ist, dass wir zwar dort arbeiten müssen, wo andere Urlaub machen, aber die Zeit der anderen irgendwann abläuft und sie wieder nach Hause in ihren 9-to-5 müssen, während wir einfach dort bleiben können.

Und wenn du dich besser organisierst, hast du noch viel mehr davon!

 

Und jetzt du: Wie organisierst du dich unterwegs, damit du produktiver arbeiten kannst? Was sind deine Erfahrungen als Digitaler Nomaden on the Road?

 

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Connie

Namaste!

Ich bin Conni. Spiritueller Freiheits-Junkie. Surf-Yogi. Vegan.

Als Digitale Zen Nomadin mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2012 auf der ganzen Welt. Ich zeige dir, wie du deine eigene Ortsunabhängigkeit erreichst – und das mit einem ganzheitlichen Lifestyle, der dich jeden Tag glücklich macht.

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Ich freue mich auf deinen netten und hilfreichen Kommentar!

Eure 8 Gedanken

  • Philipp 10.11.2014 um 14:40 Uhr

    Ich bewege mich häufig auf einem schmalen Grat zwischen analogen und digitalen Helfern. Beim Kalender bin ich beispielsweise analog. Den letzten habe ich mir dann auch bewusst kleiner zugelegt, damit ich buchstäblich gar keinen Platz habe, um mehr Dinge einzutragen, als ich vertragen kann.

  • Matt 11.11.2014 um 10:41 Uhr

    Wo kann ich hier unterschreiben? „Plane den Tag“ ist hier der wichtigste Punkt für mich inklusiver To-Do Liste.

  • Felix Dziekan 13.11.2014 um 06:42 Uhr

    Maaaaaaan ich bin so neidisch das das bei euch so gut klappt. Ich hätte mich vor meiner Reise besser auf das Leben als Digitaler Nomade vorbereiten sollen, allerdings wusste ich da noch gar nicht das ich das werden will :)

    SelfControll ist übrigens ein ganz nettes Tool allerdings lassen die Nutzeroberfläche und die Features zumindest unter Linux zu wünschen übrig. Kennst du noch ein anderes Tool das ähnliches bietet?

    Gruß

    Felix

  • Anja 14.11.2014 um 11:48 Uhr

    Zur Faszination ‚Leben und Arbeiten im Ausland“ haben wir gerade ein interessantes Interview mit Alexander gefuehrt, der zwar kein digitaler Nomade ist, aber derzeit als Spa Manager in Bhutan arbeitet… dabei ist wahrscheinlich eine gute Internetverbindung noch eine seiner kleinsten Herausforderungen!

    http://talkwellness.at/faszination-leben-und-arbeiten-in-bhutan/

    liebe gruesse und happy travelling!
    Anja

  • Julia 18.01.2015 um 22:35 Uhr

    So richtig nomadisch bin ich zwar nicht, aber ich gebe mir Mühe, mein gezwungenes Nomadenleben Digital nutzbar zu machen. Mein Nomadenleben beschränkt sich auf 3 Stunden Pendeln am Tag und die Zeit nutze ich am effektivsten zum Lesen und schreiben. Denn da ich durch den Wald fahre, ist da nix mit surfen. So komme ich, wenn ich mich gut konzentrieren kann, auch mal dazu, dass ich am Ende des Tages einen Artikel fertig geschrieben oder ein halbes eBook gelesen habe.

    Wenn ich mal nicht am Blog schreibe, brüte ich über meinem ersten Buch oder einer eventuellen Dissertation.
    Da poste ich aber auch keine Bilder von meinen Kindle und den Brötchen vom Bäcker in meiner Hand. Das ist auch nicht das, was man so unter einem digitalen Nomaden versteht, aber man kann sich ja immerhin einreden, dass man zumindest viel unterwegs ist und einen Job ausübt, den viele bewundern. Auch wenn er gar nicht so glamourös ist, wenn man ihn dann wirklich ausübt.
    Wie das immer so ist mit dem Rasen auf der anderen Seite des Zauns…
    Irgendwann, so mein Wunsch, bin ich auch gänzlich „frei“ ;)

    LG
    Julia

  • Amelie 22.03.2015 um 20:59 Uhr

    Punkt 4 ist für mich der wichtigste Punkt. Die Zeit muss man sich einfach nehmen. Gruß aus Vals Jochtal