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Backpacking für Anfänger Teil 1: Was ist Backpacking?

Conni Biesalski 31/08/2012
Backpacking für Anfänger Teil 1: Was ist Backpacking?

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Das hier ist der erste Teil der 5-teiligen Serie für Backpacking-Anfänger. Teil 2 – 5 kommen bald – daher unbedingt den Newsletter abonnieren oder über Facebook am Ball bleiben.

Jeder spricht davon. Viele sind verwirrt.

Der ein oder andere Leser hier auf Planet Backpack mag wohl schon drei Mal mit dem Rucksack um die Welt gereist sein, viele von euch stehen aber noch komplett am Anfang ihrer Backpacking-Karriere.

Daher wollte ich das ganze Thema mal von hinten aufrollen. Oder von unten. Auf jeden Fall mal von Anfang an.
Das musste ich auch in meiner Magisterarbeit damals, die ich zum Thema “Backpacking @ Latin America: The Role of Communication, Mobility, and ICT’s” schrieb und mich dafür sogar extra nach Mittelamerika auf Forschungsreise begab. Die Arbeit kannst du dir hier ansehen und runterladen.

Was ist Backpacking denn eigentlich?

So einige Charakteristika haben die meisten Backpacker, die ich auf Reisen getroffen habe, gemeinsam und die spiegeln sich auch in den vielen Definitionen die es so in der Literatur gibt wider.

Mal abgesehen, dass viele (doch bei weitem nicht alle) Backpacker mit einem Rucksack durch die Welt reisen, trifft zumeist auch folgendes auf sie zu:

  • gehen auf längere Trips als der normale Tourist/Reisende
  • limitiertes Budget, das für einen längeren Zeitraum ausreichen soll
  • bevorzugen günstige Unterkünfte / Art der Verkehrsmittel
  • lernen gern Locals und andere Reisende kennen
  • individuell organisierte Reise und relativ flexibel unterwegs
  • teilen gerne aktiv ihre Erfahrungen und Abenteuer mit anderen Reisenden
  • reisen nicht-linear, d.h. Sie haben keine Base von der aus sie ihre Trips starten
  • reisen oft auch alleine
  • mit oft nur einem Gepäckstück

Und wer ist der oder die Backpacker/in?

Was Demographie angeht, gibt es auch so einige Studien, hier ein Auszug:

  • zumeist aus westlichen Regionen (Nordamerika, Westeuropa, Australien & Neuseeland)
  • 60% männlich / 40 % weiblich
  • die Mehrheit ist zwischen 18 und 33 Jahre alt
  • das Bildungslevel ist zumeist höher als der Durchschnitt im Heimatland
  • die meisten haben eine Art Ausbildung abgeschlossen und auch ein bis zwei Jahre vor der Reise gearbeitet

Mehr dazu wiederum in meiner Arbeit hier.

Backpacking als eine Art Einstellung zum Reisen

Definitionen und Charakteristika hin oder her – Backpacking ist in meinen Augen auch eine Reisephilosophie, ein Reiselifestyle.

Für mich bedeutet Backpacking:

  • einzigartige Erfahrungen zu sammeln
  • minimalistisch zu leben und Dinge einfach halten
  • mich treiben zu lassen
  • meine Komfortzone zu verlassen
  • mentale und sprituelle Erfahrungen
  • lokal zu konsumieren und die lokale Bevölkerung zu unterstützen
  • zu verstehen und nicht zu beurteilen und zu romantisieren.

Was bedeutet Backpacking für dich?

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11 Kommentare

  1. Mimi 09/02/2013 at 09:04

    “…die meisten haben eine Art Ausbildung abgeschlossen und auch ein bis zwei Jahre vor der Reise gearbeitet”

    Ich glaube, genau diesen Satz habe ich gebraucht.

    Ich bin 20 Jahre alt und werde im Mai/Juni dieses Jahres mit meiner Ausbildung fertig sein.

    Mich wirft oftmals schon alleine der Gedanke zurück, dass es viele Leute gibt die mit 20 Jahren bereits mehr gesehen haben als das Mittelmeer. Ja, weitaus mehr. Und ich denke mir immer “Zum Teufel.. wie machen die das bloß?”

    Mein Azubigehalt lässt zu wünschen übrig.
    Mit knapp 600 Euro im Monat kann man sich eben nicht gerade den Traum-Trip finanzieren, den man sich so sehnlichst wünscht.

    Und trotz allem spare ich so viel, wie nur möglich, für den nächsten Urlaub. Nicht jeden Monat neue Klamotten shoppen. Oder einfach mal die Wochenenden zu Hause verbringen anstatt das Geld abends in einer Bar zu verprasseln. Ja, so einiges wird da in Mitleidenschaft gezogen.. aber wenn ich daran denke, was womöglich in nicht allzu ferner Zeit vor mir liegt, dann ist es das alles sowas von Wert!

    Und da ich das große Glück habe, direkt nach meiner Ausbildung in’s Berufsleben einsteigen zu können (und somit dann auch endlich mal über die 600 Euro Grenze komme) werde ich die nächsten Monate noch mehr Euronen zusammenkratzen können. Hoffnung ist was tolles.

    Witzig, welche Wirkung dieser Satz heute morgen auf mich hatte. Irgendwie hat er mich bestärkt. Andere haben auch auf ihren Trip gewartet. Dafür gespart. Geplant. Alles drum und dran.

    Ich muss wohl einfach nur noch etwas Geduld aufbringen.
    (…und wahrscheinlich musste ich mir das alles gerade von der Seele schreiben. Sorry!)

    - und nicht zu vergessen – dein Blog ist super! (..auch wenn mich dann wieder jedesmal das Fernweh überkommt.)

    Habe ihn erst vor paar Tagen entdeckt aber ich komme mittlerweile nicht drumherum auf das Lesezeichen zu klicken sobald ich den Computer anschalte! :)

    Liebe Grüße aus dem verschneiten und kalten Deutschland!

  2. Tim 04/03/2013 at 16:16

    Die Konsumgesellschaft wird immer stärker ausgeprägt.
    Es gibt in allen Sachen ein Gegenstück. So ist das Gegenstück zu denen, die viel in der Gesellschaft konsumieren, kaufen, arbeiten, Geld ausgeben, sesshaft werden, die Menschen DIE WAHRHAFTIG leben. Die Backpacker.

    Ich würde denke ich unzufrieden mit meinem Leben sein, würde ich so viel arbeiten, Geld verdienen wollen und mit 40 sagen müssen, dass ich von der Welt nichts gesehen habe (ich würde sagen 90% der Menschen).

    Somit sage ich. BACKPACK und REISEN an die Macht!!! ;)

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